9. Runde - 16. / 17. Juni: Rundensieg für den LSV Rinteln

Dieter Vogt kontrolliert vor dem Start den Hilfsmotor am DuoDiscus XLT

Neun Runden in der Segelflug – Bundesliga hat es gedauert, bis der LSV Rinteln den ersten Rundensieg in der Saison 2018 einfliegen konnte. Dabei sah es zu Beginn des Wochenendes gar nicht gut aus. Wie schon so häufig in diese Saison, schien der Süden vom Wetter deutlich bevorzugt zu sein. So stellten sich die Rintelner Piloten schon darauf ein mit einem Trostpunkt aus der Runde zu gehen. Doch es sollte ganz anders kommen.

Am Samstag wagten sich so bei nur schwachem Wetter immerhin fünf Piloten an den Start. Dietmar Heintze, Stefan Bachmann, Adrian Glauner mit Copilot Dieter Vogt, Rolf Bödeker und Ulrich Kaiser versuchten in den kleinen Bereich mit brauchbarem Wetter ihre Flüge hineinzuzirkeln. „Zweieinhalb Stunden können lang sein. Wir dürfen in dieser Zeit ja nur drei Wendepunkte anfliegen. Da muss man dann ganz an das äußere Ende des fliegbaren Bereiches gehen, und sogar etwas darüber hinaus. Wenn man dann nicht höllisch aufpasst, sitzt man unten oder muss den Motor ziehen. Das war es dann, dann ist der Flug ungültig“ , fasst Ulrich Kaiser das Problem zusammen. So kam dann auch erwartungsgemäß nicht viel heraus am Samstag, zumal in Baden-Württemberg und Bayern die Thermik wieder einmal sehr gute Flüge möglich machte. Platz 26 erflogen Ulrich Kaiser, Dietmar Heintze und Rolf Bödeker, mit mehr hatte man auch nicht wirklich gerechnet. Doch am Sonntag sollte sich das Blatt noch wenden.

Südwest – Wind war angesagt, somit stand die Paradedisziplin der Rintelner Segelflieger – Hangsegelflug – auf dem Programm. Zwar stand der Wind etwas spitz auf dem Hang, aber Adrian Glauner und Reinhard Schramme mit Copilot Rolf Bödeker holten auch hier das maximal Mögliche heraus. Mit knapp 111 bzw. 110 Geschwindigkeitspunkten machte der LSV Rinteln in der Tabelle einen ordentlichen Satz auf Platz 19. Als dann Frerk Frommholz, der in Hodenhagen gestartet war, seinen Flug mit 126 Geschwindigkeitspunkten in die Wertung hochlud, stand der LSV Rinteln auf einmal auf Platz eins in der Rundenwertung. Frommholz hatte sich die bei kräftigen Höhenwinden entstehenden Aufwindreihungen über der Lüneburger Heide genutzt. Zunächst mit Rückenwind flog er mit seiner Copilotin Madleen Fernau bis fast nach Schwerin und kämpfte sich dann gegen den Wind zurück nach Hodenhagen.

Somit gewinnt der LSV Rinteln in dieser Saison zum ersten Mal eine Runde. Durch die 20 Punkte für den Rundensieg liegen die Rintelner jetzt zur Halbzeit der Saison mit insgesamt 102 Punkten auf Rang fünf in der Gesamtwertung.

Zweiter an diesem Wochenende wurden die Piloten des LSV Burgdorf, die, wie Frerk Frommholz, die Aufwindreihungen über der Lüneburger Heide nutzten. Platz drei geht an die FG Schwäbisch Gmünd. Die weiteren niedersächsischen Vereine, der AC Braunschweig und die FV Celle belegen in dieser Runde die Plätze 22 und 28. Ganz schlimm erwischte es den LSV Oldenburg-Bad Zwischenahn, der an keinem der beiden Tagen fliegbares Wetter hatte, und somit mit null Punkten aus der Runde geht. Mit 20 Punkten stehen die Oldenburger in der Gesamtwertung auf dem vorletzten Platz und so klopft hier zur Halbzeit der Saison das Abstiegsgespenst an das Hallentor.

In der Gesamtwertung führt weiter der LSR Aalen mit 131 Punkten. Mit 130 Punkten auf Rang 2 hat die LSG Bayreuth jetzt aufgeschlossen auf den Tabellenführer, auf Rang drei liegt der AC Lichtenfels mit 113 Punkten. Mit 109 Punkten auf Rang vier die FG Schwäbisch Gmünd vor Rinteln auf Platz fünf mit 102 Punkten.

Wir hoffen jetzt auf gutes Wetter in den kommenden Wochen, damit wir den Anschluss an die Spitze nicht verlieren.

 

8. Runde - 9. / 10. Juni: Schwieriges Wetter

Reinhard Schrammes Flugzeug kurz nach dem Abflug aus Rinteln

Nach der Nullrunde am vergangenen Wochenende konnten die Rintelner Segelflieger in der achten Runde der Segelflug – Bundesliga wieder in das Geschehen eingreifen. Die Bedingungen waren allerdings für die Rintelner alles andere als optimal. Lange mussten die Piloten warten, bis sich die dichte Bewölkung am Samstag morgen aufgelöst hatte. Die verbliebene Zeit bis zum vorhergesagten Ende der Thermik war gerade noch so lang, dass es die zweieinhalbstündigen Wertungsflüge reichte.

Es war das Wochenende der Doppelsitzer-Teams. Reinhard Schramme startete mit Copilot Ole Bachmann, bei Adrian Glauner hatte Dieter Vogt auf dem Copilotensitz Platz genommen. Frerk Frommholz startete in Hodenhagen mit Madleen Fernau auf dem hinteren Sitz. Stefan Bachmann ging im Einsitzer ins Rennen.

Für Frerk Frommholz, der in Hodenhagen startete, ging es Richtung Nordosten bis weit nach Mecklenburg-Vorpommern hinein. Bei guten Wetterbedingungen erflog er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 144 km/h. Ganz so gutes Wetter hatten die in Rinteln startenden Piloten nicht. Zunächst führte die Piloten der Weg Richtung Warburger Börde, danach ging es ostwärts bis nach Kassel und anschließend über Hameln wieder nach Rinteln. Während Frommholz im Norden unter langen Aufwindreihungen fast überhaupt nicht kreisen musste um Höhe zu gewinnen, mussten die übrigen Piloten immer wieder auch in schwächeren Aufwinden kreisen um Höhe für die nächste Etappe zu gewinnen. So waren dann auch das Duo Reinhard Schramme/Ole Bachmann mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 96 km/h deutlich langsamer als Frerk Frommholz mit Madleen Fernau, Adrian Glauner und Dieter Vogt kämpften sich mit 74 km/h durch das zum Teil anspruchsvolle Wetter. Stefan Bachmann schaffte an diesem Wochenende den Sprung in die Wertung nicht.

Am Ende war es für die Rintelner dann immerhin der 11. Platz in der Runde, der 10 Punkte für die Gesamtwertung einbrachte. Hier machen die Rintelner wieder einen Platz gut und belegen nun Platz 6.

Rundensieger wurde der LSV Burgdorf, der nach verkorkstem Saisonstart immer besser in Tritt kommt, vor der FV Celle auf Platz zwei. Platz drei geht an den AC Lichtenfels aus Bayern.

Der LSV Rinteln ist mit 82 Punkten auf Platz 6 weiter bester Nordclub. Der LSV Burgdorf holt weiter auf und belegt in der Gesamtwertung jetzt Platz 9 (71 Punkte). Die übrigen niedersächsischen Vereine FV Celle, AC Braunschweig und der LSV Oldenburg Bad Zwischenahn belegen in der Gesamtwertung die Plätze 14, 23 und 29.

An der Tabellenspitze gab es keine Veränderungen. Der LSR Aalen führt die Gesamtwertung mit 117 Punkten weiter an vor der LSG Bayreuth mit 115 Punkten und dem AC Lichtenfels mit 111 Punkten. Allerdings verkürzen sich die Punktabstände und in den noch verbleibenden elf Runden kann noch viel passieren.

 

7. Runde - 2. / 3. Juni:Nullrunde für den LSV Rinteln

Siegerehrung in Bayreuth - Stephan Beck und Reinhard Schramme (v.l.n.r)

Man musste an diesem Wochenende kein Wetter- und Segelflugexperte sein um zu erahnen, dass es für die Segelflieger vom LSV Rinteln in dieser Runde wohl keine Punkte geben wird. Nach den zwei guten Platzierungen in Runde 5 und 6, die die Rintelner auf Platz vier der Gesamtwertung brachten, waren die Weserstädter an diesem Wochenende nur Zuschauer. Tiefhängende Wolken, die erst am späten Sonntag Nachmittag etwas aufrissen, ließen die Bundesligapiloten zu Fußgängern werden.

Aber geteiltes Leid ist halbes Leid, so wie dem LSV Rinteln ging es auch den Konkurrenten aus Oldenburg Bad Zwischenahn und Celle. Lediglich der AC Braunschweig und der LSV Burgdorf aus Niedersachsen konnten zumindest einen Trostpunkt erfliegen.

Insgesamt blieben an diesem Wochenende 7 der 30 Vereine der ersten Bundesliga ohne Punkte. Der Sieg in Runde 7 ging an die FLG Blaubeuren. Auf den Plätzen folgen der LSR Aalen und der FLC Schwandorf.

Aalen baut damit weiter die Führung aus und hat mit 105 Punkten jetzt 4 Punkte Vorsprung auf LSG Bayreuth auf Platz zwei. Platz drei belegt der AC Lichtenfels mit 93 Punkten. Der LSV Rinteln fällt auf Gesamtplatz 7 zurück und hat weiterhin 72 Punkte.

Trotz der 0 Punkte – Runde gab es aber beim LSV Rinteln Grund zum Feiern:

Beim Qualifikationswettbewerb in Bayreuth zu den Deutschen Meisterschaften im kommenden Jahr lösten Reinhard Schramme und Stephan Beck ihre Tickets für den Titelkampf zum Deutschen Meister 2019 in der 18m – bzw. Offenen Klasse.

Reinhard Schramme gewann die 18m – Klasse, in der Segelflugzeuge mit einer Spannweite bis 18m starten dürfen, in fünf Wertungstagen in der 28 Piloten starken Konkurrenz. Stephan Beck konnte sich mit Platz vier in der Offenen Klasse, in der es keine Beschränkungen bei den Spannweiten gibt, ebenfalls qualifizieren. Der erste Vorsitzende des LSV Rinteln, Karsten Fahrenkamp, gratulierte im Namen des Vereins bei einem kleinen Grillfest den erfolgreichen Piloten.

Die Piloten des LSV Rinteln hoffen jetzt, am kommenden Wochenende wieder in das Geschehen eingreifen zu können. 

 

6. Runde - 26. / 27. Mai: LSV Rinteln jetzt auf Platz 4

v.l.n.r.: Stephan Beck und Reinhard Schramme gehen kurz vor dem Start nochmals die gestellte Tagesaufgabe durch
Starterfeld mit Blick auf die sich entwickelnden Wolken ( neigen eventuell zu einer Überentwicklung mit Gewitter ).
Reinhard Schrammes " Rennmaschine " vom Typ Ventus 3T (steht waagerecht, da sich in den Flächen Wasser befindet)

Nachdem die Piloten des Luftsportverein Rinteln e.V. ( LSV ) am letzten Wochenende den 2. Platz in der Runde erflogen hatten, wollte man diese gute Leistung in der Runde 6 untermauern. Dafür sprach zum einen die gute Wettervorhersage für den Norden der Republik mit guter mitunter sehr guter Thermik. Zum anderen weilten Rintelner Fliegerkameraden in Bayreuth, Erbach bei Ulm und in Hodenhagen, um von hier zu den Bundesligaflügen zu starten. 

Am Samstag entwickelt sich das Wetter über dem Weserbergland aber einmal mehr nicht so, wie es die Meterologen vorher gesagt hatten. Adrian Glauner startete gegen Mittag und erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 93 km/h bei einer Flugstrecke von 232 km. In der Nähe des Flugplatzes Bisperode bei Hameln befand er sich in 670 Metern über Grund und dachte schon an eine dortige Landung, bevor er dann doch noch den rettenden Aufwind zum Heimflug nach Rinteln fand. 

Bessere Flugbedingungen fanden Frerk Frommholz ( Startplatz Hodenhagen ) und Carsten Kopsieker ( Startplatz Oerlinghausen ) bei ihren Flügen vor. Ihre Flugstrecken lagen zwischen 327 km und 339 km bei Durchschnittsge - schwindigkeiten von 131 km/h und 136 km/h. Hierfür wurden 112,14 Punkte bzw. 115,57 Punkte für die Wertung gutgeschrieben. Als Dritter in die Teamwertung flog sich einmal mehr Reinhard Schramme ( Startplatz Bayreuth ) mit 288 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 115 km/h; wofür es 99,38 Punkte gab. Schramme fliegt z.Zt. auf dem Bayreuth - Wettbewerb und fand an diesem Tag nicht so gute Aufwinde vor. Auf seinem Flug befand er sich zweimal in 500 Meter über Grund und musste um das „ obenbleiben „ kämpfen. Diese Runde war mit Platz 5 erneut eine super Leistung der 12 Piloten, die um die Bundesligapunkte geflogen sind. 

Die Runde 6 gewann der LSV Burgdorf (362,98 Speedpunkte) vor der FG Oerlinghausen (336,45 Sp.-Pkt.) gefolgt von dem FCC Berlin (327,61 Sp.-Pkt.). Der AC Lichtenfels (327,55 Sp.-Pkt.) erreicht Platz 4 und auf Platz 5 landet der LSV Rinteln (327,09 Sp.-Pkt.). Man sieht an dieser Rundenwertung einmal mehr, wie knapp es auch in diesem Wettbewerb hinsichtlich der Speedpunkte zugehen kann. Diese Runde ging eindeutig auf Grund der Wetterbedingungen an die Nordvereine der Republik. 

In der Gesamtwertung liegen auf den ersten zwei Plätzen unverändert der LSR Aalen (86 Punkte) und die LSG Bayreuth (84 Punkte). Der AC Lichtenfels belegt nunmehr Platz 3 (79 Punkte) gefolgt von dem LSV Rinteln (72 Punkte).

Die weiteren niedersächsischen Vereine belegen folgende Plätze : Der LSV Burgdorf jetzt auf Platz 11, die FV Celle (Platz 21), der AC Braunschweig (Platz 23) und der LSV Oldenburg – Bad Zwischenahn (Platz 27).

 

 

 

5. Runde - 19- / 20. Mai: LSV Rinteln klettert auf Platz 5

Reinhard Schramme beim montieren des Aussenflügels
Rolf Bödeker und Reinhard Schramme beim studieren der Wetterkarte

Die Wettervorhersage sagte für den Norden der Bundesrepublik für das Wochenende mäßige Thermik bei Höhen um die 800 Meter, teils durch Ausbreitungen gestört, voraus. Für den Sonntag wurde mäßige bis gute Blauthermik mit Arbeitshöhen im Norden bis 1000 Meter und in Richtung Süden bis 1500 Meter in Aussicht gestellt.

Am Samstag starteten Adrian Glauner und das Team Rolf Bödecker mit Co - Pilot Reinhard Schramme zu ihren Wertungsflügen vom Heimatflugplatz Rinteln, an dem am blauen Himmel keine einzige Wolke auszumachen war. Dies sollte sich auch auf dem Flugweg Richtung Westen bis kurz vor die holländische Grenze nicht ändern. Christine Grote und Karl – Heinz Pfeiffer starteten in Erbach bei Ulm zu ihren Flügen. Insgesamt waren 10 LSV Piloten an diesem Wochenende zu ihren Flügen gestartet. Auf Grund der mäßigen Thermik  kamen keine schnellen Flüge zustande und somit reichte es am Samstagabend für die Rintelner nur zu Platz 18 mit 3 Punkten. 

Am Sonntag starteten Reinhard Schramme und Stephan Beck am späten Nachmittag vom Flugplatz Bayreuth zu ihren Wertungsflügen. In Bayreuth starten die zwei Rintelner Piloten vom 22. Mai bis zum 02. Juni 2018 bei dem Internationalen Bayreuth – Wettbewerb, der gleichzeitig als Qualifikation zur  Deutschen Meisterschaft 2019 gewertet wird. Sie trafen hier hervorragende Flugbedingungen vor und konnten Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 131 km/h erreichen. Zu diesen schnellen Flügen gesellte sich Carsten Kopsieker, der in Oerlinghausen gestartet war und zuerst bis an den Südrand des Harzes geflogen war und dort in Richtung Ruhrgebiet wendete. Er erreichte 128 km/h und am Ende des Tages bedeutete dies für die Wolkenjäger des LSV Rinteln 318,53 Punkte und in der Rundenwertung ein hervorragender 2. Platz. 

Die Runde fünf gewann der LSG Bayreuth mit 330,41 Punkten, gefolgt vom LSV Rinteln mit 318,53 Punkten und dem AC Nastätten mit 313,31 Punkten. Mit dem LSV Burgdorf erreichte ein weiterer Nordclub mit Platz 6 ein gutes Ergebnis. Der AC Braunschweig flog auf Platz 12, die FV Celle folgen auf Platz 17 und der LSV Oldenburg Bad – Zwischenahn auf Platz 18.

In der Gesamtwertung führt unverändert der LSV Aalen ( 85 Punkte ), während  der LSG Bayreuth ( 81 Pkt. ) und die FG Schwäbisch Gmünd ( 64 Pkt. ) die Plätze getauscht haben. Der LSV Rinteln kletterte von Platz 13 auf den 5. Platz ( 56 Pkt. ). Die anderen norddeutschen Vereine platzieren sich wie folgt : Der LSV Burgdorf ( Platz 17/30 Punkte ), die FV Celle ( Platz 20/23 Punkte, der AC Braunschweig ( Platz 24/17Punkte ) und der LSV Oldenburg Bad – Zwischenahn ( Platz 28/7 Punkte ).

 

4. Runde - 12. / 13. Mai: LSV Rinteln hält Platz 13

Kurz vor dem Start holt sich Adrian Glauner noch ein paar Tipps bei Reinhard Schramme ab

In den Thermikkarten zeigte sich für die Rintelner Segelflieger bereits am Freitag, wohin die Reise in dieser Runde gehen würde, nämlich, dass man sich noch einmal auf die Fliegerkameraden verlassen musste, die auf dem 52. internationalen Hahnweidewettbewerb ihren letzten Wertungstag hatten. Für einen breiten Streifen von der Nordseeküste bis zum Harz war für den Samstag nur sehr schwache Thermik vorrausgesagt. Überall in Deutschland sollten sich die Piloten über gutes Wetter freuen können, nur der LSV Oldenburg Bad Zwischenahn und der LSV Rinteln sollten als einzige Bundesligavereine in die Röhre gucken. Auch die für Sonntag im westlichen Niedersachsen angesagten Unwetter veranlassten die Rintelner Segelflieger, sich an diesem Wochenende lieber nicht allzu weit vom Heimatflugplatz zu entfernen.

Aber auf die Kameraden im Süden Deutschlands war verlass. Am Samstag erflogen Adrian Glauner, Reinhard Schramme und Stephan Beck noch einmal ordentliche Geschwindigkeiten und so schien es für den 15.Platz in dieser Runde gereicht zu haben. Aber dann kam der unerwartete Auftritt von Christine Grote. Spät am Samstag Abend lud die Obernkirchenerin ihren Flug mit Startplatz Erbach bei Ulm in die Wertung hoch, und der LSV machte noch einmal einen Sprung um 3 Tabellenplätze nach oben auf Platz 12. Gleichzeitig verdrängte sie Adrian Glauner aus der Wertung, der es aber sportlich nahm, und sich aber über die drei zusätzlichen Punkte für seinen Verein freute.

So konnte der LSV Rinteln erneut den 13. Platz in der Gesamtwertung verteidigen in einer Bundesligasaison, die für den Süden Deutschlands bisher das deutlich bessere Wetter bereit hielt. Rundensieger wurde der AC Lichtenfels aus Bayern. Platz zwei erfliegt die FG Schwäbisch Gmünd und der AC Bamberg landet auf Platz drei.

In der Gesamtwertung führt weiter der LSR Aalen (68 Punkte) vor der FG Schwäbisch Gmünd ( 63 ) und der LSG Bayreuth (61).

Der LSV Rinteln ist auf Rang 13 mit 37 Punkten immer noch bester Nordclub.

Die FV Celle auf Rang 19 mit 19 Zählern, der LSV Burgdorf (Rang 21/15 Punkte), der AC Braunschweig ( Rang 24 / 8 Punkte) und der LSV Oldenburg Bad Zwischenahn ( Platz 28 / 4 Punkte) liegen z.T. abgeschlagen dahinter.

 

3. Runde - 5. / 6. Mai: LSV Rinteln bleibt dran

Adrian Glauner (re.) und Eckhard Anderten kurz vor dem Start auf dem Internationalen Hahnweidewettbewerb

Die dritte Runde der Segelflug – Bundesliga bot für die Piloten des LSV Rinteln einmal mehr schwierige Wetterbedingungen. Am strahlend blauen Himmel fehlten den Segelfliegern die Aufwind weisenden Schönwetterwolken an beiden Tagen. Zudem entwickelte sich die Thermik sehr spät und auch nicht besonders zuverlässig.

Jedoch hatten die Rintelner in dieser Woche den Vorteil, dass von zwei Flugplätzen aus gestartet wurde. Mit Stephan Beck, Reinhard Schramme und Adrian Glauner mit Copilot Eckhard Anderten starteten drei Flugzeuge auf dem Internationalen Hahnweidewettbewerb in Kirchheim unter Teck an der Schwäbischen Alb. Die Flüge im Rahmen dieses Wettbewerbs können auch zusätzlich in der Liga gewertet werden. Von Rinteln aus gingen Rolf Bödeker und Carsten Seehof ins Rennen. Leider gelang es letzteren Beiden bei dem schwierigen Wetter nicht, vernünftige Flüge für die Wertung durchzuführen. Die Aufwinde, wenn man sie denn fand, reichten nur bis etwa 900m Höhe, da war die Wahrscheinlichkeit einer Außenlandung einfach zu groß. Und so hoffte man, dass es auf der Schwäbischen Alb besser sein würde und die Kameraden dort eine ordentliche Runde zustande bringen würden.

Und die Flieger in der Heimat wurden nicht enttäuscht. Stephan Beck mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 118 km/h, das Duo Adrian Glauner/Eckhard Anderten mit 102 km/h und Reinhard Schramme mit 93 km/h erflogen für den LSV Rinteln einen ordentlichen elften Platz. Mit nur einem km/h mehr hätte es in dieser Runde sogar für einen Platz unter den ersten zehn gereicht. So knapp kann es in der Liga manchmal zugehen.

Rundensieger war einmal mehr der LSR Aalen vor der LSG Bayreuth und der FLG Dettingen. Damit festigen die Aalener ihre Position an der Tabellenspitze mit insgesamt 51 Punkten vor Bayreuth mit 47 Punkten und der FG Schwäbisch Gmünd mit 44 Punkten. Mit den 10 Punkten aus der dritten Runde verteidigt der LSV Rinteln seinen 13 Platz in der Gesamtwertung. 28 Punkte stehen auf dem Konto und Rinteln behält damit Anschluss an die Top Ten der Liga.

Für die übrigen niedersächsischen Vereine bleibt in dieser Runde nur jeweils ein Trostpunkt. Der AC Braunschweig schlug sich mit Platz 20 noch am besten vor dem LSV Burgdorf auf Rang 21. Die FV Celle und der LSV Oldenburg – Bad Zwischenahn landen an diesem Wochenende auf den Plätzen 26 und 29.

Somit ist der LSV Rinteln mit 28 Punkten und Gesamtplatz 13 weiter bester niedersächsischer Verein. Celle belegt mit 18 Punkten Rang 19 und Burgdorf, Braunschweig und Oldenburg – Bad Zwischenahn mit jeweils drei Punkten die Ränge 26 bis 28. „Es ist wie zu Beginn der letzten Saison, das Wetter ist bis jetzt im Süden deutlich besser. Aber wir haben noch 16 Runden vor uns, da kann noch viel passieren“, zieht der 1. Vorsitzende des LSV Rinteln, Karsten Fahrenkamp, Bilanz aus den ersten drei Runden.

 

2. Runde - 28. / 29. April: LSV Rinteln kommt in Tritt

Nach dem Fehlstart in der ersten Runde mussten die Rintelner Segelflieger an diesem Wochenende nachlegen, um in der ersten Bundesliga nicht schon am Anfang den Anschluss an die Spitzengruppe zu verpassen. Nach dem schwachen Wetter im Norden am vergangenen Wochenende war die Vorhersage für die Runde zwei insbesondere für die Rintelner recht gut. Mäßiger Süd-West-Wind sollte am Samstag die Hänge von Wiehen - , Wesergebirge und Ith anströmen. Schon in der Vergangenheit immer beste Vorraussetzung für eine gute Runde, denn bei „Südwest“ gelingen den Rintelnern im Hangflug immer schnelle Runden.

So war auch am Samstag Morgen gar keine Taktik zu entwickeln. Früh starten um die kräftigsten Winde des Tages im Hangflug noch nutzen zu können, denn tagsüber sollte der Winde sich etwas abschwächen und weiter auf West drehen.

Schon um 9 Uhr hoben das Duo Reinhard Schramme / Rolf Bödeker, sowie das Duo Adrian Glauner /Armin Lukas und Carsten Kopsieker ab und es ging auch gleich los. Die ganz hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten sollten es nicht werden, dafür war der Wind etwas zu schwach, aber die Piloten versprachen sich einiges, weil auch die Bedingungen für die anderen Teilnehmer nicht so gut wie in Runde eins waren.

Am Samstag Abend fand sich der LSV Rinteln dann auch auf dem zweiten Platz in der Rundenwertung wieder. Lediglich das SFZ Königsdorf konnte die Rintelner schlagen, denn in den Alpen waren die Bedingungen an diesem Tag auch nicht schlecht. Aber es sollte ja noch der Sonntag kommen und es war klar, dass die Rintelner hier nicht noch nachlegen können, das Wetter sollte dies nicht zulassen.

Sonntag mussten die Rintelner also zuschauen, wie insbesondere im Bayrischen Wald noch einmal ordentlich geflogen wurde. Zwar versuchte Frerk Frommholz mit Start in Hodenhagen und einem Flug bis fast nach Schwerin noch das Ergebnis für Rinteln leicht zu verbessern, was aber nicht gelang. Und so zogen der FLC Schwandorf und die LSG Bayreuth an den Rintelnern noch vorbei.

 

Die Runde zwei geht somit an das SFZ Königsdorf (20 Punkte), gefolgt vom FLC Schwandorf (19 Punkte) und der LSG Bayreuth (18 Punkte ). Mit dem vierten Platz in dieser Runde und damit 17 Punkten für die Gesamtwertung hält der LSV Rinteln mit insgesamt 18 Punkten auf Platz 13 Anschluss an das obere Tabellendrittel.

An der Spitze steht der LSR Aalen mit 31 Punkten, knapp dahinter mit 29 Punkten die FG Schwäbisch Gmünd und 28 Punkten die LSG Bayreuth.

Die FV Celle folgt dem LSV Rinteln mit 17 Punkten auf Rang 15, die übrigen Niedersachsen aus Burgdorf, Braunschweig und Oldenburg/Bad Zwischenahn mit jeweils 2 Punkten auf den Plätzen 25, 26 und 29.

 

In Runde drei starten die Rintelner nicht nur vom Flugplatz in den Weserwiesen, sondern auch auf dem Segelfluggelände Hahnweide bei Kirchheim unter Teck am Fuße der Schwäbischen Alb, wo Adrian Glauner, Reinhard Schramme und Stephan Beck am 52. Internationalen Hahnweidewettbewerb teilnehmen. „So sind wir gut aufgestellt, wenn das Wetter im Süden wieder besser sein sollte, als bei uns daheim“, freuen sich die Rintelner Segelflieger. 

 

 

1. Runde - 21. / 22. April: Der Auftakt

Reinhard Schramme, Gero Kuhlmann, Adrian Glauner und Rolf Bödeker (v.l.) bei den letzten taktischen Absprachen kurz vor dem Start

Der Auftakt der Bundesligasaison 2018 bescherte den Rintelner Segelfliegern ein schwieriges Wetter. In der trockenen Luft unter dem stabilen Hochdruck bildete sich erst sehr spät am Tag schwache Thermik aus. Für die Piloten eine besondere Herausforderung, wollte man doch den Start in die neue Saison nicht vermasseln. Völlig andere Bedingungen herrschten hingegen in Bayern und Baden-Württemberg, wo vor allem am Sonntag ein rekordverdächtiges Wetter auf die dortigen Bundesliga – Flieger wartete.

Am Samstag gingen von Rinteln aus zwei Doppelsitzer mit Rolf Bödeker mit Copilot Reinhard Schramme und Adrian Glauner mit Copilot Wilhelm Wielage auf Strecke und die Suche nach den besten Aufwinden. Zunächst Richtung Kassel, dann an den Südrand vom Harz wo sich vielversprechende Wolken gebildet hatten. Nach langem Gleitflug musste Adrian Glauner jedoch in geringer Höhe den Hilfsmotor starten, um eine Aussenlandung zuverhindern. Damit war sein Wertungsflug ungültig. Die Regeln verbieten den Einsatz eines Motors im Umkreis von 15 km um den Startplatz. Das Duo Bödeker / Schramme passierte den Südharz bis Nordhausen und konnte nach einem anspruchsvollen Rückflug den Flugplatz in Rinteln knapp erreichen.

Am Sonntag war die Wetterlage für die Niedersächsischen Piloten noch einmal schwieriger. Zusätzlich zur schwachen Thermik in der Region waren für den späten Nachmittag Gewitter angesagt. Man hatte also zwischen Start und den vorhergesagten Unwettern wirklich nur ein winziges Zeitfenster, kaum größer als die für die Wertung erforderlichen 2,5 Stunden Flugzeit. Als man dann um 14Uhr von Rinteln aus die ersten Wolken weit im Süden sehen konnte, legten Arndt Hovestadt, Ulrich Kaiser und das Duo Reinhard Schramme / Rolf Bödeker, diesmal mit vertauschten Rollen los. Bis nach Bad Meinberg mussten die Piloten zunächst ihre Höhe abgleiten, bis erste schwache Aufwinde erreicht wurden. Von da an wurde es weiter Richtung Süden stetig besser. Bei Winterberg im Sauerland wendeten die Piloten vor dem herannahenden Gewitter und machten sich schleunigst wieder auf den Heimweg. Alle drei erreichten den Flugplatz in Rinteln und konnten gerade noch die Flugzeuge waschen und abbauen, bevor der Regen einsetzte.

Das es bei der Wetterverteilung für die Nordclubs keinen Blumentopf zu gewinnen gäbe war klar. Auf der Schwäbischen Alb konnten sich die Piloten über Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 175 km/h freuen, und so ging der Rundensieg dann auch auf die Alb an die FG Schwäbisch Gmünd mit 488,3 Geschwindigkeitspunkten – ein neuer Rekord in der Geschichte der Segelflug – Bundesliga. Platz zwei belegt der LSR Aalen, dritter wird die FG Blaubeuren.

Der LSV Rinteln wurde immerhin bester Nordclub und belegt in der ersten Runde Rang 21 mit 252 Geschwindigkeitspunkten. Die übrigen niedersächsischen Vereine Burgdorf, Celle, Braunschweig und Oldenburg / Bad Zwischenahn belegen die Plätze 25,26,28 und 30.

Hoffen wir auf besseres Wetter in den kommenden Runden.