10. Runde - 17. / 18. Juni: Es geht wieder aufwärts …

Unmittelbar vor dem Start (Foto: Adrian Glauner)

Das ständige Auf und Ab beim LSV Rinteln in der Segelflug – Bundesliga setzte sich auch in der 10. von 19 Runden fort.

Nach dem schwachen Abschneiden in Runde 9 musste an diesem Wochenende wieder ein Erfolg her. Da die Wettervorhersage für Samstag mehr als schlecht war, entschlossen sich Stefan Bachmann, Reinhard Schramme und Ulrich Kaiser am Samstag ihren Startplatz so zu verlegen, dass man in guter Thermik und unter Ausnutzung des kräftigen Nordwest – Windes einfach nur immer mit dem Wind fliegen konnte. Der Flugplatz in Tarmstedt bei Bremen, auf dem die seit Jahren im Herbst nach Rinteln kommende SFG Bremen ihre Heimat hat, sollte Startplatz sein.

Nach gut 2 stündiger Anreise erreichten die Rintelner mit ihren Rückholern, die die Fahrzeuge und Anhänger wieder nach Rinteln bringen sollten, den kleinen Segelflugplatz nordöstlich von Bremen. Schnell waren die drei mitgebrachten Flugzeuge aufgerüstet und um 12 Uhr startete Ulrich Kaiser als erster zu seinem Wertungsflug. Unmittelbar danach folgten Stefan Bachmann und Reinhard Schramme. Unter niedrigen Wolken ging es zunächst gut voran, auf wenn das Wetter deutlich schlechter war als angesagt, zuviel Feuchtigkeit war in der Luft. Im Raum Celle zerriss es die Gruppe, mit seinem etwas schlechteren Flugzeug konnte Ulrich Kaiser den beiden Anderen nicht mehr folgen. Nach zwei verpassten Aufwinden musste er am Elm bei Königslutter dann seinen Hilfsmotor starten um eine Aussenlandung zu vermeiden. Somit war der Wertungsflug für ihn an diesem Punkt zu Ende und er trat den Rückflug nach Rinteln an. Auf dem Flugplatz Bisperode bei Hameln war dann aber doch Schluss, tiefhängende Wolken im Wesertal zwangen Ulrich Kaiser zur Landung. Schnell war sein Rückholer Adrian Glauner zur Stelle und die letzten Kilometer wurden auf der Strasse zurückgelegt.

Stefan Bachmann und Reinhard Schramme flogen zu diesem Zeitpunkt noch. Bis kurz vor Torgau in die Dübener Heide nördlich von Leipzig waren sie gekommen. Auf dem Rückweg ereilte beide allerdings das gleiche Schicksal wie zuvor Ulrich Kaiser. Tiefhängende Wolken zwangen zur Landung auf dem Flugplatz in Peine, so legten auch sie die letzten km in die Heimat mit ihren Rückholern Rolf Bödeker und Friedhelm Steinkamp auf der Strasse zurück.

In der Wertung sah es zunächst so aus, als wäre es mehr als gut gelaufen. Am Samstag Abend standen die Rintelner auf Platz zwei in der Rundenwertung, allerdings sollte der Sonntag noch kommen.

Das Wetter am Sonntag war dann auch in Rinteln und auf den anderen Plätzen gut, so dass noch einmal Piloten zu Wertungsflügen aufbrachen. Wilhelm Wielage, Thomas Schubert und Adrian Glauner versuchten das Ergebnis zu verbessern. Am Ende verdrängte lediglich Wilhelm Wielage Ulrich Kaiser noch aus der Wertung, weil er etwas schneller unterwegs war, als Kaiser am Tag zuvor.

Aber all das half nicht, gegen das Wetter auf der Schwäbischen Alb und im Bayrischen Wald war kein Kraut gewachsen und Rinteln fiel am Sonntag noch auf Platz 6 zurück. Aber nach einem Punkt in der Vorwoche konnte sich der LSV Rinteln über satte 15 Punkte doch noch freuen und klettert in der Gesamtwertung wieder auf Platz sieben. Zudem zeigte der LSV Rinteln erneut, dass mit großem Einsatz einiges möglich ist. Weit liessen die Weserstädter die anderen niedersächsischen Teilnehmer hinter sich. Der „ Dauer-Meister“ LSV Burgdorf platzierte sich in dieser Runde auf Platz 17. Noch dahinter die Mannschaften aus Gifhorn, Celle, Altkreis Isenhagen und Braunschweig.

Die Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd feierte an diesem Wochenende den ersten Rundensieg in dieser Saison, auf den Plätzen folgen das SFZ Königsdorf und der LSR Aalen. In der Gesamtwertung sieht es dann so aus:

 

Platz / Verein

Punkte

1. LSR Aalen

   131

2. SFG Donauwörth-Monheim

   115

3. SFZ Königsdorf

   111

...

7. LSV Rinteln

     90

 

Damit liegen der LSV Rinteln nach der Hälfte der Saison voll im Soll. Eine Platzierung unter den ersten zehn hatte man sich als Ziel gesteckt. Jetzt kommt die Ferienzeit auch mit Familienurlauben, da hofft der ganze Verein, dass man nicht zuviel Boden verliert.

 

 

9. Runde - 10. / 11. Juni: Rintelner Auf und Ab geht weiter…

Die neunte Runde in der Segelflug – Bundesliga führte die Rintelner Piloten an diesem Wochenende zur Abwechselung mal in Richtung Süd – Osten. Voller Optimismus trieben Stefan Bachmann, Reinhard Schramme, Wilhelm Wielage, Gero Kuhlmann, Adrian Glauner und Rolf Bödeker voran. Das richtig gute Wetter wollte sich auf der Route jedoch nicht so recht entwickeln. Immerhin bis zum Rennsteig im Thüringer Wald kamen die Punktejäger bevor sie Umkehren mussten, um im schwächer werdenden Wetter den Heimweg nach Rinteln noch zu schaffen.

Am Abend landeten alle Piloten wohlbehalten wieder auf dem Flugplatz in Rinteln. Die drei schnellsten Piloten waren erneut Stefan Bachmann (83,81 Geschwindigkeitspunkte), Reinhard Schramme (80,77) und Wilhelm Wielage (70,45). Nur knapp dahinter folgten die übrigen engagiert zu Werke gehenden Piloten.

Am Ende war es dann für den LSV Rinteln leider noch nur der 27. Platz in dieser Runde. Die Enttäuschung bei den Piloten war groß, es lag aber wieder einmal am besseren Wetter vor allem in Süden der Republik und in der Lüneburger Heide.

So geht es in der Gesamtwertung für die Rintelner mal wieder nach unten. Allerdings ist Rinteln auf Platz elf mit 75 Punkte noch in Schlagdistanz zu den oberen Tabellenplätzen.

Der FK Brandenburg konnte sich an diesem Wochenende über seinen ersten Rundensieg in dieser Saison freuen, der LSV Burgdorf belegt Platz 2 vor dem LSR Aalen auf Platz 3.

In der Gesamtwertung führt weiter Aalen (113 Punkte) vor der SFG Donauwörth-Monheim ( 98 Punkte)  und dem SFZ Königsdorf ( 92 Punkte). Der komfortable Vorsprung des Spitzentrios ist in dieser Runde allerdings stark zusammengeschmolzen, da auch Donauwörth-Monheim nur 7 Punkte erfliegen konnte und auch Königsdorf, wie die Rintelner, mit nur einem Punkt nach Hause gingen. Lediglich der LSR Aalen konnte durch Platz drei in dieser Runde nennenswert punkten und verteidigt die Führungsposition.

Viel hing an diesem Wochenende vom Startplatz ab. Großräumig homogenes Wetter war nicht anzutreffen. Vielfach dämpften großräumige Abschirmungen die Sonneneinstrahlung und damit die Thermik. Die Rintelner müssen somit weiter auf einen richtigen „Hammertag“ warten.

 

8. Runde - 3. / 4. Juni: LSV Rinteln erfliegt Platz 4

Martin Schollerer kurz vor dem Start

Auch in der Runde 8 der Segelflug – Bundesliga musste der LSV Rinteln ein nur kleines Wetterfenster genau treffen um den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht zu verlieren. Am Samstag konnte nicht nur in Rinteln kein Wertungsflug stattfinden, in ganz Niedersachsen mussten die Piloten wetterbedingt am Boden bleiben und abwarten. Der wieder einmal vom Wetter begünstigte Süden konnte hingegen schon Wertungsflüge absolvieren.

Am Sonntag dann griffen auch die Rintelner ins Geschehen ein. Ein kleines Wetterfenster näherte sich von Westen. So starteten gegen 12 Uhr Mittags Reinhard Schramme mit Copilot Rolf Bödeker, Wilhelm Wielage, Dietmar Heintze, Martin Schollerer und Adrian Glauner, um erstmal bei schwacher Thermik dem guten Wetter Richtung Westen entgegen zu fliegen. Bis Bramsche mussten die Piloten sich gegen kräftigen Wind kämpfen, bis das heranziehende gute Wetter erreicht war. Hier wendeten die Piloten und flogen mit dem durchziehenden Wetterfenster bis hinter den Harz Richtung Osten. Nach zweieinhalb Stunden Wertungszeit begann dann erneut der Kampf gegen den Wind um den Heimatflugplatz in den Rintelner Weserwiesen zu erreichen. Alle gestarteten Piloten konnten die Aufgabe jedoch meistern, und so sprang am Ende ein guter vierter Platz und damit 17 Punkte für den LSV Rinteln dabei heraus. Die schnellsten waren wieder einmal das Duo Schramme/Bödeker, Wilhelm Wielage und Dietmar Heintze steuerten die zwei anderen Wertungsflüge bei. Adrian Glauner verpasste den Sprung in die Wertung um nur 4 km/h und zeigte damit erneut sein Potential. Schließlich ist er gerade mal seit einem Jahr im Besitz der Segelflug – Lizenz.

Den ersten Platz erflog sich der erneut gut aufgelegte LSR Aalen vor der Fliegergruppe Blaubeuren und dem SFZ Königsdorf. Dahinter dann schon der LSV Rinteln und der AC Braunschweig. Die übrigen niedersächsischen Mannschaftenplatzierten sich in der zweiten Tabellenhälfte, was noch einmal auch die gute Taktik der Rintelner verdeutlicht.

In der Gesamtwertung klettert der LSV Rinteln gleich um fünf Plätze auf Rang sieben. Aber es ist eng an der Tabellenspitze. Zwar können sich auf den Plätzen eins bis drei Aalen (95 Punkte), Königsdorf und Donauwörth-Monheim (je 91 Punkte) etwas absetzen, aber die viertplazierte Fliegergruppe Wolf-Hirth mit 75 Punkten und den zehnten LSV Burgdorf trennen gerade mal sechs Punkte. Mittendrin der LSV Rinteln mit jetzt 74 Punkten.

Am kommenden Wochenende sollten die Rintelner also nachlegen, um sich im oberen Tabellendrittel zu halten.

 

7. Runde - 27. / 28. Mai: LSV Rinteln weiter im Abwind

Über dem Schieder See.
Fotos: Adrian Glauner

In der siebten Runde der Segelflug – Bundesliga ist der LSV Rinteln in der Gesamtwertung weiter zurückgefallen. Mit dem aktuellen Gesamtplatz 12 ist der LSV erstmals in dieser Saison aus den Top 10 herausgefallen. Das Wetter war an diesem Wochenende im Süden Deutschlands, besonders in Bayern und Baden Württemberg, einfach besser. Mit Rundenplatz 17 waren die Rintelner noch die Beste der sechs niedersächsischen Mannschaften.

Am Samstag starteten Reinhard Schramme und Stephan Beck noch auf dem Internationalen Hahnweidewettbewerb in Kirchheim unter Teck und brachten ihre dortigen Flüge in die Wertung mit ein. In Rinteln gelang es lediglich Stefan Bachmann sich aus dem Platzbereich zu lösen. Bis in die Nähe von Bad Hersfeld flog Bachmann und wieder zurück nach Rinteln. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 km/h brachte er den dritten Flug in die Wertung ein. Die ebenfalls in Rinteln gestarteten Dieter Vogt, Rolf Bödeker und Dietmar Heintze scheiterten bei dem Versuch das thermisch wenig aktive Wesertal zu verlassen mehrfach, zumal auch keine Wolken die wichtigen Aufwinde anzeigten, die Luft war einfach zu trocken. „Bei fehlenden Wolken, der sogenannten Blauthermik, ist es sehr schwierig die Aufwinde zu lokalisieren. Das hat dann viel mit Glück zu tun. Man kann zwar erahnen, wo am Boden der Aufwind möglicherweise ausgelöst wird, aber dieser wird auch durch den Wind noch versetzt.“, erklärt Ulrich Kaiser die besondere Situation.

Am Sonntag verhinderten Regen und Gewitter weitere Flüge, so dass für den LSV an eine Verbesserung des Ergebnisses nicht zu denken war.

7. Rundensieger war das Segelflugzentrum (SFZ) Königsdorf vor dem LSV Schwarzwald und der FG Wolf-Hirth. In der Gesamtwertung führt weiter die SFG Donauwörth – Monheim die Tabelle an, jetzt vor dem LR Aalen und dem SFZ Königsdorf.

Die Rintelner hoffen nun für Pfingsten auf gute Aufwinde, um wieder etwas von dem verlorenen Boden gutmachen zu können. Allerdings zählen auch an dem langen Pfingstwochenende nur die Flüge am Samstag und Sonntag für die Wertung.

 

6. Runde - 20. / 21. Mai: LSV Rinteln auf Platz 9 abgerutscht

Die Wettervorhersage versprach für dieses Wochenende mäßige bis gute thermische Entwicklungen. Der bessere Tag sollte der Sonntag werden, wo sich die Thermik schon am frühen Vormittag einstellen sollte. An diesem Wochenende ging der Luftsportverein Rinteln mit insgesamt 12 Teams an den Start, wobei 2 Piloten von Kirchheim unter Teck bei Stuttgart starteten. Hier findet z.Zt. der alljährliche Hahnweide - Wettbewerb statt.

Carsten Kopsieker startete in Oerlinghausen und flog Richtung Norden in Höhen zwischden 800 bis 1800 Metern über Grund bis kurz vor Lüneburg, wendete hier und flog zurück zum Startplatz. Hierfür erhielt er 108,82 Speedpunkte bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 128 km/h. Thomas Schubert wählte von Rinteln aus ebenfalls seine Flugroute Richtung Norden und flog bis kurz vor Uelzen, wendete hier Richtung Braunschweig, um dann südlich der Kontrollzone vom Flughafen Hannover entlang des Ith nach Rinteln zu fliegen. Mit der ASW 15, die er zum ersten Mal flog, erreichte Schubert 98,48 Punkte bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 96,26 km/h. Wilhelm Wielage entschied sich auch für die Nordvariante und flog bis kurz vor Lüneburg, wendete hier Richtung Harz vorbei an Braunschweig. Am südlichen Harzrand fand er hervorragende Bedingungen vor und hatte hier die Möglichkeit noch etwas für die Geschwindigkeit zu machen. Südlich des Ith ging es dann über Bohmte zurück nach Rinteln. Am Ende hieß das für Wielage 98,20 Punkte bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 115,87 km/h. Mit den erreichten 305,52 Speedpunkten belegten die vorerwähnten drei schnellsten Piloten des LSV an diesem Wochenende Platz 23 und hierfür gab es nur 1 Punkt für die Gesamtwertung.

Rundensieger wurde die SFG Donauwörth/Monheim mit 339,84 Speedpunkten, gefolgt vom LSV Gifhorn mit 338,86 Speedp. vor dem FCC Berlin mit 336,45 Speedpunkten.

In der Gesamtwertung führt weiterhin die SFG Donauwörth/Monheim mit nunmehr 76 Punkten, jetzt gefolgt vom LSV Burgdorf mit 64 Punkten und dem LSV Gifhorn mit 62 Punkten. Der LSV Rinteln liegt mit 53 Punkten auf Platz 9. Der FV Celle rangiert auf Rang 13, der AC Braunschweig belegt Platz 18 und der LSV Altkreis Isernhagen Platz 28.

Der LSV Rinteln hofft nun für die Runde 10 auf bessere Wetterbedingungen für das Weserbergland, um in der Tabelle wieder nach oben zu klettern.

 

5. Runde - 13. / 14. Mai: LSV Rinteln fällt zurück

Adrian Glauner und Armin Lukas
Wilhelm Wielage bei der Landung

In der gewittrigen Luft an diesem Wochenende lief es für den Rintelner LSV in der Segelflug – Bundesliga nicht so gut. Der große Respekt vor den für den Nachmittag angekündigten Gewitter verhinderte ein forscheres Fliegen. Um jeden Preis wollten die Piloten verhindern in eines der vorhergesagten Gewitter zu gelangen. Das es dann doch nicht so kritisch werden sollte, war für die Experten nicht vorauszusehen. Und so hiess es am Ende der Runde 5 für die Mannschaft nur Platz 23 und damit 1 Punkt für die Gesamtwertung.

In alle Himmelsrichtungen versuchten die Piloten am Sonntag ihr Glück, aber nur schwache Aufwinde und niedrige Wolkenuntergrenzen machten das vorankommen sehr schwer. Da hatten es die teilnehmenden Vereine weiter östlich und auch im Süden Deutschlands besser, da hier die Luftmasse etwas stabiler und auch trockener war.

Wilhelm Wielage flog Richtung Osten, kam hier aber auch nicht richtig voran, ein Ausfall im Flugdatenrekorder, der die Position und die Höhe aufzeichnet, verhinderte zusätzlich noch ein besseres Ergebnis. Schnell kamen auch Rolf Bödeker im Teamflug mit Frank Selsemeier sowie Ulrich Kaiser im Westen an die Grenzen des fliegbaren Wetters. Volker Fiebig, etwas später gestartet als die Anderen, hatte in Richtung Norden noch das beste Wetter erwischt.

Bereits am Samstag hatte Carsten Kopsieker das richtige Gespür, als er seinen Wertungsflug ebenfalls Richtung Norden legte.

Mit den drei Flügen von Kopsieker, Fiebig und Bödeker erreichte der LSV Rinteln in dieser ohnehin nicht so schnellen Runde 204,6 Geschwindigkeitspunkte.

Rundensieger wurde der AC Nastätten vor den LSV Schwarzwald und der FG Wolf-Hirth aus Kirchheim unter Teck.

In der Gesamtwertung fällt der LSV Rinteln mit jetzt 52 Punkten auf den 5. Platz zurück. Lediglich 4 Punkte trennen die Niedersachsen vom Tabellenführer, der SFG Donauwörth-Monheim, der sich mit 56 Punkten die Tabellenführung mit dem LR Aalen teilt. Platz 3 mit 54 Punkten belegt der AC Nastätten.

Abseits des Ligabetriebes konnte sich die Piloten aber doch noch richtig freuen.

Bereits am Dienstag legten von Rinteln aus Reinhard Schramme mit Copilot Rolf Bödeker auf einer EB 28 und Stephan Beck auf einer ASW 22 Strecken von 1057 und 1018 km im reinen Segelflug zurück. Nur selten werden in Deutschland Flüge dieser Größenordnung durchgeführt.

Am Sonntag absolvierte Armin Lukas mit Bravour seine ersten Alleinflüge und machte damit einen großen Schritt in Richtung Fluglizenz. Adrian Glauner legte vor dem Vereinsausbildungsleiter Bernd Konitz seine Prüfung zum Startwindenfahrer ab.

 

4. Runde - 6. / 7. Mai: LSV Rinteln weiter im Aufwind

Ein Segelflugzeug mit ausgefahrenem Hilfsmotor

 

Die Vorhersage für das Segelflugwetter für die 4. Runde der Segelflug – Bundesliga war für die Rintelner Segelflieger mehr als dürftig. Am Samstag sollte eine kleine Chance bestehen, Wertungsflüge durchzuführen, am Sonntag sollte nutzbares Wetter lediglich im Nordosten Deutschlands zu finden sein, das für die Rintelner Aufwindjäger aber nicht erreichbar sein würde. Somit konzentrierte sich die Rintelner Mannschaft auf den Samstag.

Nach intensivem Studium der Wetterdaten konnte dann auch ein kleines Zeitfenster ausgemacht werden und gegen 11 Uhr starteten 5 Piloten auf dem Flugplatz Rinteln, um bei mäßigen Bedingungen mit niedrigen Wolken ihre Wertungsflüge durchzuführen. Zusätzlich startete jeweils ein Pilot in Oerlinghausen und in Münster.

Für alle sieben Piloten ging es schnurstracks Richtung Westen in das bessere Wetter bis an die Holländische Grenze und von dort wieder zurück in Richtung Rinteln. Allerdings konnte keiner der Piloten den Heimatflugplatz im reinen Segelflug erreichen. Stefan Bachmann musste auf dem Flugplatz in Achmer bei Osnabrück landen, und auch Reinhard Schramme, Stephan Beck und Wilhelm Wielage benötigten für die Rückkehr die in ihren Flugzeugen eingebauten Hilfsmotore.

Aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen. 277,3 Geschwindigkeitspunkte und erreichten die Rintelner. Arndt Hovestadt, in Münster gestartet, war der Schnellste an diesem Wochenende, die Routiniers Reinhard Schramme und Stephan Beck steuerten die anderen beiden Flüge bei, denn nur die drei schnellsten Flüge kommen in die Wertung. Rang zwei und damit 19 Punkte für die Gesamtwertung war für den LSV Rinteln das Ergebnis in der Runde vier. Lediglich der LSC Bayer-Leverkusen war schneller und konnte die Runde mit 287,2 Geschwindigkeitspunkten für sich entscheiden. Nur 1,7 Punkte hinter dem LSV Rinteln auf Rang drei flog der LSR Aalen.

Am Sonntag konnten die Rintelner aufgrund des Wetters nicht zu Wertungsflügen starten und mussten sich mit der Rolle des Zuschauers begnügen. Allerdings gelang es keiner Mannschaft, die Rintelner von Platz zwei zu verdrängen.

In der Gesamtwertung konnte sich der LSV Rinteln aufgrund der starken Runde auf den zweiten Platz verbessern. Damit ergibt sich nach 4 Runden folgendes Bild in der Gesamtwertung:

Platz 1. LSG Bayreuth (BY)52 Punkte
Platz 2. LSV Rinteln (NI)51 Punkte
Platz 3. LSR Aalen (BW)45 Punkte

Die anderen fünf Mannschaften aus Niedersachsen platzieren sich wie folgt:

Auf den Rängen 7, 9 und 10 folgen die FV Celle, der LSV Burgdorf und der LSV Gifhorn mit jeweils 36 Punkten. Mit 21 Punkten belegt der AC Braunschweig Rang 22 und auf Platz 24 liegt der LSV Altkreis Isenhagen mit 17 Punkten.

Nach dem tollen Ergebnis dieser Runde freuen sich die Rintelner nun auf die fünfte Runde am kommenden Wochenende.

 

3. Runde - 29. / 30. April: LSV Rinteln steigt auf Rang 5

Blick aus dem Cockpit am Samstag nachmittag: Schöne Cumuluswolken und eine traumhafte Fernsicht

Bereits am Beginn der Woche kündigte sich für das Wochenende gutes Bundesliga – Wetter an. Und so standen dann am Samstag 7 Piloten bereit, um in der dritten Runde der Segelflug – Bundesliga möglichst viele Punkte für die Gesamtwertung nach Rinteln zu holen.

Mäßiger Wind aus Nordwest und kalte trockene Luft sollten gute Bedingungen im Nordwesten Niedersachsens ergeben. Die gemeinsame Taktik war, erst einmal gegen den Wind zu fliegen, um dann unter Ausnutzung von Rückenwind eine gute Durchschnittsgeschwindigkeit für die Ligawertung zu erzielen.

Reinhard Schramme, Wilhelm Wielage und Ulrich Kaiser setzen die gemeinsame Taktik am besten um, aber auch Carsten Kopsieker, Eckhard Anderten mit Copilot Carsten Seehof, Rolf Bödeker und Nachwuchsflieger Adrian Glauner machten Ihre Sache sehr gut. „Alle haben sehr gut gekämpft. Das Fliegen gegen den Wind ist immer zäh. Bei jedem Kreisen wird man wieder vom Ziel weggetrieben. Man hat das Gefühl, man kommt nie an. Das ist eine mentale Sache, es unterscheidet sich ansonsten nicht vom Fliegen mit dem Wind“, erklärt Ulrich Kaiser. Bis nach Papenburg hatten er und Reinhard Schramme sich gekämpft, bevor es dann mit Rückenwind richtig losging. So erzielte dann das Trio Schramme, Wielage und Kaiser 297,6 Geschwindigkeitspunkte, was am Samstag abend zunächst Platz fünf bedeutete.

Jedoch sollte es am Sonntag noch einmal gut werden, allerdings mit stärkerem Wind aus genau entgegengesetzter Richtung. Hier versuchten allerdings nur Reinhard Schramme und Ulrich Kaiser noch einmal alles, um Ihre Leistungen vom Vortag noch zu steigern. Für beide Piloten hat es sich gelohnt. Ulrich Kaiser konnte sich leicht steigern, der erfahrene Reinhard Schramme nutze das Wetter viel besser und erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von sagenhaften 151 km/h. Das ergab, verrechnet mit einem flugzeugspezifischen Faktor 132,2 Geschwindigkeitspunkte.

Zwar steigerte sich der LSV mit dieser Leistung auf insgesamt 322,7 Geschwindigkeitspunkte, fiel aber in der Rundenwertung trotzdem auf Rang neun zurück. „Es war ein verdammt schnelles Wochenende! Die ersten 15 Mannschaften hatten alle über 300 Geschwindigkeitspunkte, da kann ich mich nicht erinnern, dass wir das schon einmal hatten. Aber endlich hatten mal alle 30 Teilnehmer annähernd gleiche Bedingungen.“, resümierte Ulrich Kaiser am Sonntag Abend und freute sich über eine spannende Runde.

Über den Rundensieg und 20 Punkte für die Gesamtwertung freut sich der LSV Homberg/Ohm mit 360,4 Geschwindigkeitspunkten. Platz zwei und 18 Punkte gehen nach Bayreuth zu dortigen LSG (354,7) und Platz 3 an den HAC Boberg (350,5) der sich über 18 Punkte freut. Der LSV Rinteln belegt in dieser Runde Platz 9 (322,7 Geschwindigkeitspunkte) und 12 Punkte für die Gesamtwertung.

Gesamtwertung:

Trotz Platz neun in dieser Runde klettert Rinteln in der Gesamtwertung vier Plätze nach oben auf Platz fünf mit insgesamt 32 Punkten. Der Tabellenführer, SFZ Königsdorf (37 Punkte), kann trotz Platz 20 in dieser Runde die Führung behaupten, allerdings schmilzt der Vorsprung auf Platz 2 auf 2 Punkte zusammen. Hier liegen punktgleich die LSG Bayreuth und er LSV Gifhorn.

Die Wettervorhersage für das nächste Wochenende sieht allerdings aus Sicht der Rintelner Segelflieger nicht so gut aus.

 

2. Runde - 22. / 23. April: LSV Rinteln durch das Wetter ausgebremst

Stefan Bachmann in seinem Ventus

Das Ende der Schulferien, niedrige Temperaturen und eine mehr als bescheidene Wettervorhersage mit schwacher Thermik und Schauern bescherten dem LSV nach dem guten Auftakt am vergangenen Wochenende eine schwache Runde.

Einzig Stefan Bachmann lies sich nicht abschrecken und startete am Samstag mittag um wenigstens Punkte für die Rintelner zu ergattern. Schnell war klar, dass es sehr schwierig werden sollte. Sein Resümee nach der Landung: „Nach dem Start war Aufgeben für mich keine Option mehr, obwohl es schon ganz schön kalt war und die Thermik schlecht.“ Mit dieser Aussage zeigte er einmal mehr, dass die Jagd nach Bundesligapunkten auch immer eine besondere Herausforderung für die Piloten darstellt. Und so kämpfte sich Bachmann mit seinem Ventus über die Wertungszeit, und konnte somit verhindern, dass der LSV Rinteln nach Runde zwei gänzlich ohne Punkte da steht.

Zwar erreichte er für den LSV Rinteln lediglich Platz 26 und somit einen Punkt für die Gesamtwertung, aber möglicherweise ist dieser eine Punkt am Ende doch noch wichtig.

Den übrigen Vereinen im Norden erging es auch nicht anders. Dauersieger LSV Burgdorf musste sich ebenfalls mit einem Punkt zufrieden geben, genauso wie der LVI Altkreis Isenhagen, der AC Braunschweig und die FV Celle. Der LSV Gifhorn ging in dieser Runde leer aus.

Die am vergangenen Wochenende vom Wetter benachteiligten Vereine im Süden Deutschlands hingegen konnten in guten Bedingungen ihre Wertungsflüge durchführen. Den Rundensieg konnte somit das Segelflugzentrum Königsdorf verbuchen vor dem LSV Schwarzwald und der SFG Donauwörth-Monheim auf Platz 3.

In der Gesamtwertung führt das SFZ Königsdorf jetzt mit 36 Punkten die Tabelle an, gefolgt von der SFG Guilini/Ludwigshafen (30 Punkte) und der SFG Donauwörth-Monheim (27 Punkte). Der LSV Rinteln steht mit jetzt 20 Punkten auf Platz 9.

Es verbleiben noch 17 Runden und die Langzeitvorhersage verspricht zur Zeit noch beste Bedingungen für die Rintelner am kommenden Wochenende.

 

1. Runde - 15. / 16. April: Gelungener Start in die neue Bundesliga – Saison

Volker Fiebig bei seinen Flugvorbereitungen

An diesem Wochenende startete der Luftsportverein Rinteln e. V. in seine 4. Saison in der 1. Segelflug – Bundesliga. Aber es war ein Start mit allerlei Widrigkeiten. Schulferien und damit Urlaubszeit, Ostern sowie eine nur magere Wettervorhersage dämpften die Erwartungen an dieses Wochenende. Niedrige Wolken und viele Schauer sowie starker Wind waren vorhergesagt und die Chance auf taktische Manöver während der Flüge war klein, weil klar war: Wenn es ein Wetterfenster geben wird, dann wird es nicht viel größer sein, als die geforderten zweieinhalb Stunden Wertungszeit. 

Am Samstag morgen trafen sich dann Reinhard Schramme, Stefan Bachmann, Wilhelm Wielage und Volker Fiebig auf dem Flugplatz und analysierten zunächst die aktuelle Wetterlage anhand der Wetterkarten, Analysen und Vorhersagen, und machten für den Nachmittag ein kurzes Wetterfenster aus. „Als wir um 14 Uhr die Flugzeuge zum Start schoben, hätte ich nicht gedacht, dass wir noch so tolle Flüge machen !“ – so Volker Fiebig am Abend nach der Landung. 

Für genau für drei Stunden tat sich ein Wetterfenster auf, als die Punktejäger um kurz nach drei starteten. Angeführt von Reinhard Schramme flogen die Rintelner unter einer „Wolkenstrasse“ – einer Aufreihung von Cumuluswolken, die sich durch kräftigen Wind bildet - zunächst gegen den Wind bis nach Osnabrück. Da wendeten die Piloten und flogen, jetzt mit Unterstützung des Rückenwindes bis in den Bereich des Flugplatzes Ithwiesen bei Eschershausen. Von dort noch einmal gegen den Wind bis in den Raum Melle und vor dem nächsten herannahenden Schauer wieder zurück nach Rinteln, wo um kurz nach sechs auch der letzte Flieger wohlbehalten landetete. 

Groß war die Anspannung, als die Dateien der Flugdatenrekorder ins Internet hochgeladen wurden. Was haben die übrigen Mannschaften gemacht, wie gut hatte man abgeschnitten? 

Platz eins hieß es schließlich abends zum Meldeschluss um 22 Uhr zur Halbzeit der ersten Runde. Lediglich das SFZ Königsdorf, die SFG Donauwörth sowie die Fliegergruppe Wolf Hirth hatten überhaupt Flüge machen können. Alle übrigen 16 Teilnehmer hatten keine Flüge zur Wertung eingereicht. 

Am Sonntag zogen dann aber noch einige Vereine nach. Auch in Rinteln versuchte man das Ergebnis noch zu verbessern. Erneuert startete Volker Fiebig und auch Nachwuchspilot Adrian Glauner startete. Aber zu schnell kamen die ersten Schauer und große, sich ausbreitende Wolken verhinderten die wichtige Sonneneinstrahlung. Weiter im Nordwesten, dem nördlichen Teil der Lüneburger Heide, ging es besser, hier erflogen sich die FV Celle, der LSV Gifhorn, der LSV Burgdorf sowie der LSV Altkreis Isenhagen ihre ersten Punkte. 

Sieger er ersten Runde der Bundesligarunde 2017 wurde der FV Celle, der somit 20 Punkte für die Gesamtwertung erhält. Die drei schnellsten Piloten erreichten 277,7 Geschwindigkeitspunkte. Platz zwei und damit 19 Punkte gehen an den LSV Rinteln, der mit 266,8 Geschwindigkeitspunkten nur knapp zurückliegt. Dritter wird der LSV Gifhorn, der mit 243 Geschwindigkeitspunkten deutlich zurückliegt. 18 Punkte für die Gesamtwertung gibt es dafür. 

Es war eine stark vom Wetter beeinflusste erste Runde. Für 14 der 30 Vereine der ersten Liga hieß es zuschauen, allerdings wird sich das über die Gesamte Saison, 19 Wertungsrunden, mit Sicherheit noch ausgleichen. 

Für den Luftsportverein Rinteln war es ein doch noch gelungener Auftakt.