2. Runde - 22. / 23. April: LSV Rinteln durch das Wetter ausgebremst

Stefan Bachmann in seinem Ventus

Das Ende der Schulferien, niedrige Temperaturen und eine mehr als bescheidene Wettervorhersage mit schwacher Thermik und Schauern bescherten dem LSV nach dem guten Auftakt am vergangenen Wochenende eine schwache Runde.

Einzig Stefan Bachmann lies sich nicht abschrecken und startete am Samstag mittag um wenigstens Punkte für die Rintelner zu ergattern. Schnell war klar, dass es sehr schwierig werden sollte. Sein Resümee nach der Landung: „Nach dem Start war Aufgeben für mich keine Option mehr, obwohl es schon ganz schön kalt war und die Thermik schlecht.“ Mit dieser Aussage zeigte er einmal mehr, dass die Jagd nach Bundesligapunkten auch immer eine besondere Herausforderung für die Piloten darstellt. Und so kämpfte sich Bachmann mit seinem Ventus über die Wertungszeit, und konnte somit verhindern, dass der LSV Rinteln nach Runde zwei gänzlich ohne Punkte da steht.

Zwar erreichte er für den LSV Rinteln lediglich Platz 26 und somit einen Punkt für die Gesamtwertung, aber möglicherweise ist dieser eine Punkt am Ende doch noch wichtig.

Den übrigen Vereinen im Norden erging es auch nicht anders. Dauersieger LSV Burgdorf musste sich ebenfalls mit einem Punkt zufrieden geben, genauso wie der LVI Altkreis Isenhagen, der AC Braunschweig und die FV Celle. Der LSV Gifhorn ging in dieser Runde leer aus.

Die am vergangenen Wochenende vom Wetter benachteiligten Vereine im Süden Deutschlands hingegen konnten in guten Bedingungen ihre Wertungsflüge durchführen. Den Rundensieg konnte somit das Segelflugzentrum Königsdorf verbuchen vor dem LSV Schwarzwald und der SFG Donauwörth-Monheim auf Platz 3.

In der Gesamtwertung führt das SFZ Königsdorf jetzt mit 36 Punkten die Tabelle an, gefolgt von der SFG Guilini/Ludwigshafen (30 Punkte) und der SFG Donauwörth-Monheim (27 Punkte). Der LSV Rinteln steht mit jetzt 20 Punkten auf Platz 9.

Es verbleiben noch 17 Runden und die Langzeitvorhersage verspricht zur Zeit noch beste Bedingungen für die Rintelner am kommenden Wochenende.

 

1. Runde - 15. / 16. April: Gelungener Start in die neue Bundesliga – Saison

Volker Fiebig bei seinen Flugvorbereitungen

An diesem Wochenende startete der Luftsportverein Rinteln e. V. in seine 4. Saison in der 1. Segelflug – Bundesliga. Aber es war ein Start mit allerlei Widrigkeiten. Schulferien und damit Urlaubszeit, Ostern sowie eine nur magere Wettervorhersage dämpften die Erwartungen an dieses Wochenende. Niedrige Wolken und viele Schauer sowie starker Wind waren vorhergesagt und die Chance auf taktische Manöver während der Flüge war klein, weil klar war: Wenn es ein Wetterfenster geben wird, dann wird es nicht viel größer sein, als die geforderten zweieinhalb Stunden Wertungszeit. 

Am Samstag morgen trafen sich dann Reinhard Schramme, Stefan Bachmann, Wilhelm Wielage und Volker Fiebig auf dem Flugplatz und analysierten zunächst die aktuelle Wetterlage anhand der Wetterkarten, Analysen und Vorhersagen, und machten für den Nachmittag ein kurzes Wetterfenster aus. „Als wir um 14 Uhr die Flugzeuge zum Start schoben, hätte ich nicht gedacht, dass wir noch so tolle Flüge machen !“ – so Volker Fiebig am Abend nach der Landung. 

Für genau für drei Stunden tat sich ein Wetterfenster auf, als die Punktejäger um kurz nach drei starteten. Angeführt von Reinhard Schramme flogen die Rintelner unter einer „Wolkenstrasse“ – einer Aufreihung von Cumuluswolken, die sich durch kräftigen Wind bildet - zunächst gegen den Wind bis nach Osnabrück. Da wendeten die Piloten und flogen, jetzt mit Unterstützung des Rückenwindes bis in den Bereich des Flugplatzes Ithwiesen bei Eschershausen. Von dort noch einmal gegen den Wind bis in den Raum Melle und vor dem nächsten herannahenden Schauer wieder zurück nach Rinteln, wo um kurz nach sechs auch der letzte Flieger wohlbehalten landetete. 

Groß war die Anspannung, als die Dateien der Flugdatenrekorder ins Internet hochgeladen wurden. Was haben die übrigen Mannschaften gemacht, wie gut hatte man abgeschnitten? 

Platz eins hieß es schließlich abends zum Meldeschluss um 22 Uhr zur Halbzeit der ersten Runde. Lediglich das SFZ Königsdorf, die SFG Donauwörth sowie die Fliegergruppe Wolf Hirth hatten überhaupt Flüge machen können. Alle übrigen 16 Teilnehmer hatten keine Flüge zur Wertung eingereicht. 

Am Sonntag zogen dann aber noch einige Vereine nach. Auch in Rinteln versuchte man das Ergebnis noch zu verbessern. Erneuert startete Volker Fiebig und auch Nachwuchspilot Adrian Glauner startete. Aber zu schnell kamen die ersten Schauer und große, sich ausbreitende Wolken verhinderten die wichtige Sonneneinstrahlung. Weiter im Nordwesten, dem nördlichen Teil der Lüneburger Heide, ging es besser, hier erflogen sich die FV Celle, der LSV Gifhorn, der LSV Burgdorf sowie der LSV Altkreis Isenhagen ihre ersten Punkte. 

Sieger er ersten Runde der Bundesligarunde 2017 wurde der FV Celle, der somit 20 Punkte für die Gesamtwertung erhält. Die drei schnellsten Piloten erreichten 277,7 Geschwindigkeitspunkte. Platz zwei und damit 19 Punkte gehen an den LSV Rinteln, der mit 266,8 Geschwindigkeitspunkten nur knapp zurückliegt. Dritter wird der LSV Gifhorn, der mit 243 Geschwindigkeitspunkten deutlich zurückliegt. 18 Punkte für die Gesamtwertung gibt es dafür. 

Es war eine stark vom Wetter beeinflusste erste Runde. Für 14 der 30 Vereine der ersten Liga hieß es zuschauen, allerdings wird sich das über die Gesamte Saison, 19 Wertungsrunden, mit Sicherheit noch ausgleichen. 

Für den Luftsportverein Rinteln war es ein doch noch gelungener Auftakt.