Die Bundesliga 2020 läuft vom 30./31. Mai bis zum 22./23. August.

13. Runde - 22./23. August: Saisonfinale beim LSV mit Platz 5

Die Mannschaft des LSV Rinteln der Finalrunde 2020

Bereits vor der letzten Runde der Segelflug-Bundesliga Saison 2020 stand der LSV Rinteln als Deutscher Meister fest und so konnten die Piloten an diesem Wochenende ganz entspannt ins Rennen gehen. Und es sollte von allem etwas dabei sein.

Für den Finaltag hatte Reinhard Schramme eine besondere Taktik ausgearbeitet. Zunächst empfahl er den Pilotinnen und Piloten gegen den Wind ins südliche Münsterland vorfliegen. Dann sollte es mit Hilfe des Rückenwindes wieder zurück nach Rinteln gehen, um dann die restliche Wertungszeit im Hangflug zu absolvieren. Grund hierfür war, dass erst im Laufe des frühen Nachmittags der Wind so weit auf Süden drehen würde, dass der Hang auch den erforderlichen Aufwind bringt. Und so starteten gegen halb eins sieben Segler vom Flugplatz in den Rintelner Weserwiesen und machten sich unter langen Aufwindreihungen auf den Weg in Richtung südliches Münsterland. Nach etwa 1,5 Stunden Flugzeit gegen den Wind nahmen dann die Teilnehmer das Rennen auf. Und es kam genau so, wie Schramme es vorausgesagt hatte. Als die Punktejäger den Süntel erreichten, stand der Wind genau passend auf den Höhenzügen von Wiehen-, Wesergebirge und Ith. Der Rest war für dann schon fast Routine und um 17 Uhr war die Bundesliga-Saison für den LSV vorbei.

Mit 337,44 Geschwindigkeitspunkten flogen Reinhard Schramme und Rolf Bödeker, Christine Grote und Ulrich Kaiser den LSV auf den 5. Platz. Aber auch alle anderen Piloten, die an den Start gegangen waren, konnten sich noch einmal über schnelle Ligaflüge freuen, und Christine Grotes Nationalmannschaftskollegin Sabrina Vogt holte für ihren Verein, den FSV Eisenhüttenstadt aus der zweiten Liga, wichtige Punkte und sammelte erste Eindrücke vom Hangflug in Rinteln.

Am Sonntag startete Adrian Glauner noch einmal zu einem Wertungsflug am Hang. Tags zuvor konnte sein Flug wegen eines Fehlers in der Bordelektronik nicht gewertet werden, der Flugdatenrekorder hatte nicht seinen kompletten Flug aufgezeichnet. Er konnte das Rintelner Ergebnis zwar noch um knapp 4 Geschwindigkeitspunkte verbessern und verdrängte Ulrich Kaiser so aus der Wertung, das hatte allerdings auf das Endergebnis keine Auswirkung.

Die Finalrunde gewann der AC Bad Nauheim mit 383,8 Geschwindigkeitspunkten vor der Fliegergruppe Wolf Hirth (361,87) und dem AC Nastätten (352,31). Hinter dem alten und neuen Deutschen Meister aus Rinteln mit 185 Punkten wird die FG Wolf Hirth aus Kirchheim/Teck mit 155 Punkten Vizemeister, Bronze geht an den FSC Odenwald Walldürn mit 153 Punkten. Der LSV Gifhorn beendet die Saison auf Platz 14, der LSV Burgdorf auf Rang 20. Trotz zweier starker Runden zum Schluss steigt aus Niedersachsen der AC Braunschweig (Platz 25) aus der ersten Liga ab, ebenso wie die FV Celle als 26ster. Im Gegenzug steigt aus der zweiten Liga die LSG Fallersleben in die erste Liga auf. Somit sind in der kommenden Saison noch 4 Teams aus Niedersachsen in der ersten Liga dabei.

Jetzt lassen die Rintelner Segelflieger die Saison 2020 langsam ausklingen, die Ausbildung im Segelflug auf dem Flugplatz Rinteln läuft noch bis in den Oktober weiter.

12. Runde - 15./16. August: LSV Rinteln fliegt erneut zum Titelgewinn

Die Ruhe vor dem Start

An diesem Wochenende hatte der Luftsportverein Rinteln die Chance, sich 1 Runde vor Schluss den Titel des Deutschen Meisters in der Segelflug-Bundesliga zu sichern. Und es sollte ein wirklich spannendes Wochenende werden.

Mit 6 Punkten, d.h. einem 15. Platz, wäre der LSV Rinteln soweit an der Tabellenspitze enteilt, dass selbst bei 2 Rundensiegen die Verfolger vom FSC Odenwald Walldürn die Niedersachsen nicht mehr hätte einholen können. Aber die 12. Runde begann alles andere als vielversprechend. Am Samstag war für die Rintelner an Wertungsflüge nicht zu denken und die Mannschaft musste mit ansehen, wie insbesondere die Verfolger aus dem Süden punkteten. Mit der Hoffnung auf fliegbares Wetter verliessen die Akteure am Samstag den Flugplatz, nicht ohne vorher noch möglichst viele Piloten für den Sonntag zusammen zu trommeln. Und es sollte für die Rintelner der spannendste Sonntag der Saison werden.

Die Wettervorhersage war vielversprechend und das Ziel schien greifbar nahe. Mit 11 Pilotinnen und Piloten war der LSV am Start und 12 Uhr Mittags eröffnete Dietmar Heintze als erster Starter das Rennen. Nach und nach wurden alle Segelflugzeuge in die Luft gezogen und erlebten aber erstmal eine böse Überraschung. Zwar sah das Wetter gut aus, aber die Aufwinde, die die Flieger vorfanden, blieben weit hinter den Erwartungen zurück. So ging es zunächst langsam voran gegen den Wind nach Südosten. Später sollte es dann unter ausnutzen des Rückenwindes so weit wie möglich in Richtung Nordwesten gehen. Erstes Opfer des Wetter wurde Vize-Weltmeisterin Christine Grote, die bereits nach einer guten Stunde auf dem Flugplatz Uslar am Solling aussenlanden musste. Aber der Rest der Gruppe kämpfte weiter und die Bedingungen wurden immer besser. Mittlerweile hatte die Gruppe im Bereich des Solling gewendet und kam immer schneller voran. Angeführt von Reinhard Schramme und Co-Pilot Rolf Bödeker ging es Richtung Nordwesten, an Rinteln vorbei-Kurs Diepholz. Mittlerweile hatte sich eine tragende Linie auf Kurs ausgebildet, die ohne zu kreisen mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h abgeflogen werden konnte. Die Luft wurde aber immer labiler und Schauer fingen an sich auszubreiten. Aber die Zeit reichte für die 2,5 Stunden dauernden Wertungsflüge gerade so aus, im einsetzenden Regen landeten dann die Segelflieger wieder alle sicher am Flugplatz.

Sogleich wurden die Flüge aus den Datenrecordern auf die Wertungsplattform hochgeladen und das bange Warten begann. Immer mehr Flugmeldungen gingen ein und der LSV Rinteln wurde von Anfangs Platz 4 immer weiter durchgereicht. Sollten am Ende die 310,7 Geschwindigkeitspunkte von Reinhard Schramme und Co Rolf Bödeker, Ulrich Kaiser und Adrian Glauner mit Copilotin Meike Wielage nicht ausreichen um den Titelgewinn vorzeitig zu sichern? Platz für Platz rutschten die Rinteln weiter nach hinten, aber beim Wertungsschluss war dann der Jubel groß-Platz 15 und 6 Punkte konnten die RIntelner Flieger halten. Aber auch die Verfolger von aus dem Odenwald konnten Ihre letzte Chance nicht wahrnehmen und verpassten den 4 Platz, der am Ende noch eine theoretische Chance bedeutet hätte.

Damit verteidigt der Luftsportverein Rinteln bereits eine Runde vor Schluss seinen Titel und wird erneut Deutscher Meister in der Segelflug-Bundesliga. 

"Im vergangenen Jahr hat der LSV Rinteln die Meisterschaft in die Weserstadt geholt, und damit unseren Verein in der gesamten deutschen Segelfliegerei bedeutungsvoll in Szene gesetzt. Nun freut es mich umso mehr, dass der Verein die letztjährige Leistung bestätigen und erneut den Titel nach Rinteln holen konnte. Zu Verdanken haben wir diese Leistung unserem "Erfolgstrainer und Wetterberater" Reinhard Schramme, der stets die erfolgreichen Flugstrecken vorgegeben und die gesamte Mannschaft motiviert hat.", freut sich der erste Vorsitzende des LSV Rinteln, Stephan Beck.

Der Rundensieg geht an den  LSV Homberg/Ohm mit 387,2 Geschwindigkeitspunkten, vor dem AC Braunschweig mit 372 Geschwindigkeitspunkten. Dritter wird der FK Brandenburg mit 364,2 Geschwindigketispunkten. 

In der Gesamtwertung führt der LSV Rinteln die Tabelle uneinholbar mit 169 Zählern an, vor dem FSC Odenwald Walldürn (140), dritter ist der AC Bamberg, punktgleich mit der FG Wolf Hirth (136).

Während also die Verfolger am nächsten Wochenende den Vize-Meister noch ausfliegen, kann in Rinteln schon gefeiert werden. Am Tabellenende geht es für die niedersächsischen Vereine aus Celle und Braunschweig dann noch um den Klassenerhalt. 

11. Runde - 8./9. August: Die Titelverteidigung ist das ausgegebene Ziel

Wieder zurück am Flugplatz Rinteln

Alle Piloten des heimischen Luftsportvereins Rinteln (LSV) sind darauf bedacht, alles zu geben, um sich den 1. Tabellenplatz nicht mehr nehmen zu lassen. Die Titelverteidigung ist das ausgegebene Ziel beim amtierenden Deutschen Meister. Die Wettervorhersagen für das drittletzte Wertungswochenende verhiessen gute Bedingung. So wurde für den Samstag und Sonntag gute bis sehr gute Thermik -wenn auch teilweise Blauthermik- mit Arbeitshöhen von bis zu 2000 Meter über Grund vorhergesagt. Blauthermik heisst, dass keine Wolken am Himmel stehen, die den Piloten die Thermik anzeigen und somit keine schnellen Geschwindigkeiten zu erwarten sind.

Die Teams Reinhard Schramme mit Co-Pilot Rolf Bödeker, Uli Gmelin mit Co-Pilotin Christine Grote, Adrian Glauner mit Co-Pilot Christoph Bäßler und Volker Fiebig starteten am Samstag von Rinteln aus und flogen gegen den Wind bis hinter den Harz und wendeten südöstlich von Ballenstedt. Im Harz fanden sie hervorragende Flugbedingungen vor, wie auch vorhergesagt und flogen in Höhen von 1000-2200 Meter über Grund. Das Team Schramme/Bödeker konnte z.B. 170 km von Rinteln entfernt den Heimflug antreten und musste nur zweimal in der Thermik kreisen, um den Startplatz Rinteln mit der erforderlichen Sicherheitshöhe zu erreichen. Das Ehepaar Madleen und Frerk Frommholz startete vom Flugplatz Walsrode aus und nahmen ebenfalls Kurs in östlicher Richtung bis kurz hinter Burg bei Magdeburg und traten von hier ihren Rückflug an. Die Teams Schramme/Bödeker, Ehepaar Frommholz und Gmelin/Grote waren die drei schnellsten Rintelner Ligapiloten und erreichten insgesamt 378,74 Speedpunkte (SP). Dies bedeutete zur Halbzeit Platz 6 und 15 Punkte für die Gesamtwertung. Wider Erwarten waren die Rintelner Ligapiloten am Sonntag auf Grund der ausgebliebenen Thermik zum Zuschauen gezwungen. In der Gesamtwertung gab es aber durch die Sonntagsflüge keine großen Verschiebungen mehr.

Die Runde 11 gewann der AC Bad Nauheim mit 401,16 Speedpunkten (SP) vor dem AC Lichtenfels mit 397,97 SP gefolgt vom AC Bamberg mit 388, 41 SP. Auf Platz 6 dann der LSV Rinteln mit 378,74 SP.

In der Gesamtwertung führt unverändert der amtierende Deutsche Meister mit 163 Punkten vor dem FSC Odenwald Walldürn mit 128 Punkten gefolgt von der FG Wolf Hirth mit 122 Punkten. Aus niedersächischer Sicht ist der AC Braunschweig auf dem letzten Platz liegend definitiv in die 2. Segelflug-Bundesliga abgestiegen und die FV Celle müssen um den Verbleib in der 1. Segelflug-Bundesliga noch kämpfen. Vom Abstiegsplatz trennt sie lediglich 1 Punkt.

10. Runde - 1./2. August: Der Süden flog am Samstag alles in Grund und Boden

Startvorbereitungen am Samstag: im Hintergrund kann man schon die heranziehende Schlechtwetterfront erkennen.

LSV Rinteln weiterhin im Zielkorridor Richtung Titelverteidigung

Am Samstag herrschte noch gute Stimmung beim Luftsportverein Rinteln (LSV). Doch nachdem man die Segelflugzeuge aufgerüstet hatte, zog ein Regenschauer auf und durchkreuzte sämtliche Flugplanungen für diesen Tag. Somit war man gezwungen, den Flügen der Mitstreiter im Süden auf dem Bildschirm mit zu verfolgen. Hier wurden Schnittgeschwindigkeiten geflogen, wovon man nur träumen kann. Erneut legte Maximilian Dorsch mit seiner LS 4 vom AC Bamberg mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 153,55 km/h den schnellsten Ligaflug an diesem Wochenende zurück. Das bedeutete 148 Speedpunkte. Lediglich Christine Grote mit Co-Pilot Uli Gmelin, die zur Zeit auf dem Segelflugplatz Marpingen im Saarland ihren Urlaub verbringen, konnten einen Flug mit geringen Speedpunkten beitragen. So lag der heimische LSV zur Halbzeit auf Platz 19 von 20 gestarteten Vereinen.

Beim LSV setzte man auf den Sonntag, da hier für den Norden Thermik vorhergesagt wurde mit Basishöhen bis zu 1600 Meter. So starteten die Teams Reinhard Schramme mit Co-Pilot Rolf Bödeker und Stephan Beck mit Co-Pilot Michael Sasse gegen 1300 Uhr zu ihren Flügen. Zuerst ging es Richtung Westen, um dann auf Höhe Dümmer See einer Linie Richtung Gütersloh folgend Geschwindigkeit zu machen. Doch, wie schon so oft, die Thermik versagte ihnen schnelle Flüge und so gab es dann auch nur 83,24 bzw. 70,55 Speedpunkte für die 2 Teams. Ihre Flüge bewegten sich in Arbeitshöhen von 500 Meter - 1350 Meter über Grund; keine komfortablen Flughöhen. Lediglich Uli Gmelin mit Co-Pilotin Chrisitne Grote konnten von Marpingen aus noch einen Flug mit 107,73 Speedpunkten beisteuern, sodass der LSV auf insgesamt 275,63 Speedpunkte kam. In dieser Runde landeten die Rintelner Piloten als bestes norddeutsches Team auf Platz 17 mit 4 Punkten. Die vorderen Plätze gingen ausschließlich an die Vereine aus Bayern und Baden Württemberg. Der Süden konnte am Sonntag auf Grund der Wetterlage überhaupt nicht an den Start gehen.

Die Runde 10 gewann die LSG Bayreuth mit 410,60 Speedpunkten (SP) vor dem AC Bamberg mit 404,45 SP und gefolgt von der SFG Steinwald mit 402,04 SP. Der LSV auf Platz 17 mit 275,63 SP und davor liegt der aktuelle Verfolger, die FG Wolf Hirth mit 281,78 SP.

Die Gesamtwertung führt unverändert der Luftsportverein Rinteln mit 148 Punkten an, gefolgt von der FG Wolf Hirth mit 121 Punkten und vor dem FSC Odenwald Walldürn mit 112 Punkten. "Es bleibt nach wie vor spannend und wir müssen am Ball bleiben", resümiert der LSV-Vize Dieter Vogt.

9. Runde - 25./26. Juli: LSV Rinteln weiter in der Erfolgsspur

Parallel zum Bundesliga-Betrieb läuft auch die Pilotenausbildung an der Seilwinde auf dem Rintelner Flugplatz weiter

Die Wetterprognosen für die 9. Runde in der Segelflug–Bundesliga waren für den LSV Rinteln alles andere als vielversprechend. "Wir können froh sein, wenn wir an diesem Wochenende drei Wertungsflüge zustande bringen", war die einhellige Meinung der Piloten, doch es sollte ganz anders kommen.

Mäßiger Hangwind gemischt mit Thermik stellte sich am späten Samstag vormittag ein, und so gingen gegen 11 Uhr Reinhard Schramme mit Copilot Rolf Bödeker, Michael Sasse mit Stephan Beck auf dem zweiten Sitz sowie Adrian Glauner auf die Jagd nach Geschwindigkeitspunkten. Bereits eine halbe Stunde vorher war Christine Grote von ihrem Urlaubsort Aalen–Heidenheim an der Schwäbischen Alb ins Rennen gegangen. Vor den drohenden Schauern flogen die in Rinteln gestarteten ihre gewohnten Linien an Wiehen- und Wesergebirge mit großer Souveränität ab, mussten jedoch im Gegensatz zu vorherigen Malen die Geschwindigkeit etwas reduzieren, weil der Wind nicht ganz so stark war. Zur gleichen Zeit trieb Christine Grote bei guter Thermik ihren Discus voran – ganze 962 km in einem Stück sollte sie am Ende des Tages geflogen haben.

Zur Halbzeit der Runde lag dann der LSV Rinteln mit 320,14 Geschwindigkeitspunkten auf dem fünften Platz in der Rundenwertung, einen Platz hinter dem Gesamt–Zweiten, der Fliegergruppe Wolf–Hirth. Damit hätten die Rintelner lediglich einen weiteren Punkt Vorsprung in der Gesamtwertung eingebüßt. In Rinteln war man mehr als zufrieden, am Sonntag sollte nach Wettervorhersage in ganz Deutschland da nichts mehr anbrennen.

Trotzdem trafen sich am Sonntag die Piloten auf dem Rintelner Flugplatz zum Flugbetrieb, und wie aus dem Nichts tat sich doch noch eine Chance für den Titelverteidiger auf. Es bildete sich eine lange Aufwindreihung von Nordosten Richtung Südwesten aus, unmittelbar in der Nähe des Flugplatzes. Schnell waren dann erneut zwei Doppelsitzer an den Start gebracht und die gleichen Teams wie am Vortag brachen auf, das Rundenergebnis noch zu steigern. Und es sollte sich für den LSV Rinteln auszahlen. Mit knapp 139 km/h bzw. knapp 124 km/h peitschen Reinhard Schramme und Michael Sasse ihre Doppelsitzer unter den Wolken entlang und den LSV auf den zweiten Platz in der Wertung der 9. Runde.

Den Sieg in Runde 9 holte der LSR Aalen mit 351,7 Geschwindigkeitspunkten, 1,16 mehr als der LSV. "Ja, Schade, drei Kreise zu viel", so der kurze Kommentar von Rolf Bödeker, " sonst hätten wir endlich den ersten Rundensieg in dieser Saison eingeflogen." Auf Platz drei flog die SFG Donauwörth–Monheim, die wie Aalen am Sonntag ihr Ergebnis vom Vortag nicht weiter verbessern konnten. Die Qualität der Rintelner Mannschaft zeigt sich besonders, wenn man die Platzierung der übrigen niedersächsischen Mannschaften betrachtet, der AC Braunschweig wird 24ster, der LSV Gifhorn erreicht in dieser Runde nur Platz 28, die FV Celle Platz 29. Der LSV Burgdorf konnte keinen Wertungsflug einreichen.

In der Gesamtwertung führt der Titelverteidiger jetzt mit 144 Zählern die Tabelle an und kann den Vorsprung auf Platz 2 auf 28 Zähler ausbauen. Mit 116 Punkten ist die FG Wolf–Hirth weiter den Rintelnern auf den Fersen. Mit 99 Zählern auf Platz drei liegt der LSV Schwarzwald.

Es bleibt also weiter spannend in den letzten vier Runden. "Theoretisch reichen uns vier siebte Plätze für die Titelverteidigung aus, aber auch die wollen erstmal erflogen sein.", rechnet Ulrich Kaiser schon mal vor, "Hoffentlich schlägt uns am Ende nicht das Wetter.", so seine Befürchtung.

8. Runde - 18./19. Juli: LSV Rinteln kann mit den Mannschaften aus dem Süden nicht mithalten

Das Team vom Samstag: Ulrich Kaiser, Rolf Bödeker, Reinhard Schramme, Adrian Glauner, Gero Kuhlmann, Willi Wielage und Volker Fiebig. Nicht auf dem Foto sind Christine Grote und Arnd Hovestadt

Für das Wochenende war für den Nordbereich gute Cumulus Thermik vorhergesagt worden, die durch Abschirmungen und Überentwicklungen am Sonntag gestört werden sollte. Sehr gute Wolkenthermik wurde auch für den Süden der Republik angekündigt, die ebenfalls am Sonntag durch Überentwicklungen gestört werden sollte.

Die Ligapiloten des Luftsportverein Rinteln (LSV) stiegen am Samstag in Rinteln mit 5 Teams zu ihren Punkteflügen auf. Sie hatten sich entschieden, zuerst bis auf Höhe Hildesheim zu fliegen, um dann östlich entlang der Kontrollzone Hannover durch die Heide in nördlicher Richtung zu fliegen. Das Team Reinhard Schramme mit Co-Pilot Rolf Bödeker umrundete die Stadt Uelzen und kehrte auf  dem gleichen Flugweg wieder zum Startplatz zurück. Die Teams Ulrich Kaiser, Willi Wielage und Adrian Glauner mit Co-Pilot Gero Kuhlmann wendeten östlich von Uelzen, um sich dann auf den Heimflug zu begeben. Volker Fiebig hingegen flog von Rinteln bis nördlich von Verden, um hier dann zu wenden. Alle Teams berichteten von nicht einfachen Thermikbedingungen. Arndt Hovestadt startete in Kronach nahe Kulmbach und steuerte 110,64 Speedpunkte bei und Christine Grote, die in Aalen Heidenheim gestartet war, flog noch einmal 105,95 Speedpunkte ein. Der Dritte im Bunde war einmal mehr das Team Schramme / Bödeker mit 100,77 Speedpunkten. Dies bedeutete für die Runde 317,36 Speedpunkte und Platz 11.

Die positive Wettervorhersage für den Süden spiegelt sich auch in den Ergebnissen nieder. Die ersten 10 Plätze wurden von Vereinen aus Baden-Württemberg und Bayern belegt. Auf Platz 11 dann der heimische LSV Rinteln als bester norddeutscher Club. Gewonnen hat die FG Wolf Hirth aus Kirchheim unter Teck diese Runde mit 383,61 Speedpunkte (S-Pkt.). Auf Platz 2 folgt die FG Schwäbisch Gmünd mit 359,85 S.-Pkt. vor dem LSV Schwarzwald mit 343,48 S.-Pkt. Der LSV Rinteln belegt Platz 11 mit 317,36 S.-Pkt und erhält hierfür 10 Punkte. Den schnellsten Flug dieser Runde legte Sebastian Nägel von der FG Wolf Hirth mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 135,97 km/h zurück; hierfür gab es 128,28 Speedpunkte.

In der Gesamtwertung führt unverändert der LSV Rinteln mit 125 Punkten, gefolgt von der FG Wolf Hirth mit 100 Punkten und vor dem LSV Schwarzwald mit 88 Punkten. Die anderen niedersächsischen Vereine belegen folgte Plätze:  LSV Gifhorn auf Platz 7 (75 Punkte), LSV Burgdorf auf Platz 14 (60 Punkte), FV Celle auf Platz 20 (48 Punkte) und der AC Braunschweig auf Platz 30 (21 Punkte). Insgesamt gesehen bleibt es weiter spannend, so resümiert der 1. Vorsitzenden Stephan Beck, und wir dürfen uns keinen Ausrutscher leisten.

7. Runde - 11./12. Juli: LSV Rinteln ist Halbzeitmeister

Bereits am Samstag setzten Stephan Beck (vorn) und Dieter Vogt (hinten) ein erstes Ausrufezeichen

Für einen Rundensieg des LSV Rinteln hat es auch in der 7. Runde der Segelflug–Bundesliga wieder nicht gereicht, dennoch führt der Luftsportverein nach 7 von 13 Runden die Segelflug–Bundesliga weiter an.

Nachdem am Samstag das Wetter für die 30 Mannschaften noch etwas schwächelte, die Kaltfront war gerade erst über Deutschland hinweggezogen, kam die Luftmasse dahinter am Sonntag dann kräftig unter den Einfluß eines kleinen Zwischenhochs. Optimale Bedingungen somit für alle 30 Teams, im Norden wie im Süden. Dementsprechend eng war dann auch der Ausgang dieser Runde und die Abstände bei den Geschwindigkeitspunkten klein. 27 Mannschaften konnten die 300 Punkte–Grenze erreichen, knapp 64 trennen den Ersten vom 27. Und der LSV Rinteln war mit 358,41 Geschwindigkeitspunkten auf Platz 3 wieder vorne mit dabei. Reinhard Schramme und Rolf Bödeker im Doppelsitzer, sowie Bernd Goretzki und Arndt Hovestadt holten bei guter Thermik mit Steigraten von bis zu 4 m/s und Wolkenuntergrenzen von zum Teil 2000m mit Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 136,1 km/h und 123,6 km/h, die Punkte für den LSV. Aber auch die übrigen acht Piloten, die sich für den LSV an dieser Runde beteiligt waren, flogen gute Ergebnisse ein. Schon am Samstag setzten Stephan Beck mit Copilot Dieter Vogt, Uli Gmelin und Christine Grote ein erstes Ausrufezeichen.

Der Rundensieg in der siebten Runde geht an den AC Nastätten mit 367,79 Geschwindigkeitspunkten. Dafür erhalten die Rheinland-Pfälzer 20 Punkte für die Gesamtwertung. Platz zwei geht nach Bayern an die SFG Donauwörth-Monheim (364,68) und mit 358,41 Geschwindigkeitspunkten folgt auf Rang drei der LSV Rinteln und sammelt 18 Punkte für die Gesamtwertung ein. Hier können sich die Niedersachsen weiter an der Tabellenspitze absetzen. Bei noch sechs zu fliegenden Runden hat Rinteln jetzt 115 Punkte insgesamt. Somit beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten, die FG Wolf-Hirth aus Kirchheim/Teck, der 80 Punkte hat, bereits 35 Zähler. Nur einen Punkt hinter der FG Wolf-Hirth rangiert die FG Oerlinghausen auf Rang 3. Auf den Rängen dahinter rücken die Mannschaften weiter zusammen.

Somit ist der Luftsportverein Rinteln bei der Mission Titelverteidigung weiter auf Kurs, aber auch in den verbliebenen Runden müssen die Piloten weiter um jeden Punkt kämpfen und dürfen keine Runde leichtfertig verschenken.  

6. Runde - 4./5. Juli: LSV Gifhorn schlägt LSV Rinteln im Hangflug

Das Doppelsitzer - Team Adrian Glauner / Meike Wielage kurz vor dem Start im DuoDiscus XLT des LSV Rinteln

In der sechsten Runde der Segelflug–Bundesliga gab es an diesem Wochenende einen Überraschungssieger. Bei kräftigem Südwestwind schlug der LSV Gifhorn die favorisierten Rintelner im Hangsegelflug überraschend deutlich. Eigentlich ist der Hangsegelflug die Paradedisziplin des LSV Rinteln, aber an diesem Wochenende hatten die Gifhorner, die eigens hierfür nach Rinteln gekommen waren, die Nase vorn. Mit Bravour absolvierten die Heide–Piloten ihre Flüge entlang des Wiehen– und Wesergebirges und des Iths und ließen den Favoriten für diese Runde keine Chance.

Mit 360,95 Geschwindigkeitspunkten entschied der LSV Gifhorn die Runde klar für sich. Die Rintelner Doppelsitzer–Teams Reinhard Schramme / Rolf Bödeker, Adrian Glauner / Meike Wielage sowie Ulrich Kaiser im Einsitzer verloren immer wieder Zeit beim Sprung zwischen Süntel und Ith. In diesem Bereich fehlt der durchgehende Hang und um die Strecke zu überbrücken müssen die Piloten immer etwas mehr Höhe tanken, um den nächsten Gebirgszug zu erreichen, und das kostet jedesmal Zeit. Viermal müssen die Piloten während eines Wertungsfluges diese Passage meistern. "Das haben unsere Gäste diesmal deutlich besser als wir hingekriegt", lobt Ulrich Kaiser die Leistung der Gifhorner.

Am Ende reichte es für den Luftsportverein Rinteln in dieser Runde mit 326,84 Geschwindigkeitspunkten zu Platz 3. Auf Platz zwei flog die FG Schwäbisch Gmünd, die auf der Schwäbischen Alb gute thermische Bedingungen vorfand und sich mit 328,33 Geschwindigkeitspunkten knapp vor Rinteln platzieren konnten.

All das ereignete sich bereits am Samstag. Am Sonntag verhinderten immer wieder Schauer und sehr niedrige Wolken, dass die Rintelner das Ergebnis noch einmal zu ihren Gunsten verändern konnten. Lediglich im Süden und Südwesten Deutschlands konnten die Vereine noch Wertungsflüge durchführen, die aber lediglich zu Verschiebungen im Tabellenmittelfeld führten.

In der Gesamtwertung kann sich der LSV Rinteln an der Tabellenspitze weiter etwas absetzen. Mit den erreichten 18 Punkten aus dieser Runde hat der Titelverteidiger jetzt 97 Zähler auf dem Konto. Der Verfolger aus Oerlinghausen, an diesem Wochenende auf Platz sechs geflogen, liegt mit 78 Zählern jetzt 19 Punkte hinter Rinteln. Der Rundensieger Gifhorn ist mittlerweile mit 70 Gesamtpunkten auf den dritten Platz vorgeflogen, den er sich mit der FG Wolf–Hirth aus Kirchheim unter Teck teilt. Es verbleiben in dieser Saison noch sieben Runden, es sind also noch maximal 140 Punkte zu holen. Das zeigt, dass im Rennen um die Meisterschaft 2021 noch lange nichts entschieden ist.

5. Runde - 27./28. Juni: LSV baut Tabellenführung weiter aus

Vizeweltmeisterin Christine Grote (vorn) und Uli Gmelin (hinten) spielten an diesem Wochenende all ihre Erfahrung aus

Die 5. Runde der Segelflug–Bundesliga war für die Segelflugvereine quer durch die Republik eine besondere Herausforderung. In der feuchtwarmen Luft wollte sich die Thermik nicht so richtig entwickeln, und wenn sich dann doch mal ein ordentlicher Aufwind fand, war dieser durch hohe Windgeschwindigkeiten in der Höhe immer wieder auseinandergerissen. Dazu waren landesweit Gewitter vorhergesagt, was die Piloten dazu bewog, nicht allzu weit weg vom Heimatflugplatz zu fliegen, um im Zweifel schnell den sicheren Flugplatz erreichen zu können.

Aber die Rintelner Segelflieger meisterten auch diese Aufgabe recht ordentlich und konnten immerhin mit fünf Piloten verwertbare Flüge durchführen. Jedoch mussten an beiden Tagen die Akteure immer wieder darum kämpfen die Flüge vollenden zu können. Dementsprechend waren auch die Geschwindigkeiten, mit denen sie unterwegs waren nicht besonders hoch. Aber mit großem Kampfgeist, gepaart mit viel Erfahrung erflogen die LSV’ler dann doch noch 266,7 Geschwindigkeitspunkte, was in der 5. Runde am Ende Platz 6 bedeuten sollte. Bernd Goretzki, Reinhard Schramme mit Copilot Rolf Bödeker und Uli Gmelin mit Vizeweltmeisterin Christine Grote auf dem zweiten Sitz holten die 15 Punkte für die Gesamtwertung. Wie dicht Freud und Leid in dieser Runde beieinander lagen, zeigen die Vereine aus Ostniedersachsen. Während der LSV Gifhorn sich über ein tolles Schönwetterfenster freuen konnte, und mit 286,98 Geschwindigkeitspunkten auf Platz fünf flog, war im benachbartem Braunschweig überhaupt nicht zu holen. Lediglich einen Flug konnten die Braunschweiger in die Wertung bringen. Nordwestlich in Burgdorf ging sogar gar nichts. Eine Nullrunde für den dortigen LSV.

Den Sieg in Runde fünf erflog der AC Pirna aus Sachsen mit 306,16 Geschwindigkeitspunkten hauchdünn vor dem FK Brandenburg, der nur 0,02 Geschwindigkeitspunkte weniger erzielte. Rang drei ging in den äußersten Süden an das SFZ Königsdorf mit 290,19 Punkten.

In der Gesamtwertung kann der LSV Rinteln seine Tabellenführung weiter ausbauen und hat jetzt mit 79 Punkten schon 16 Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz. Die FG Oerlinghausen verliert durch Platz 10 in dieser Runde wieder etwas an Boden. 63 Punkte insgesamt haben die Westfalen auf dem Konto. Gesamtplatz drei belegt jetzt die FG Wolf-Hirth mit 56 Punkten.

4. Runde - 20./21. Juni: Rinteln kann Tabellenführung ausbauen

Ulrich Kaiser kurz vor dem Start, zwei taktische Fehler warfen ihn aber aus dem Rennen

In der vierten von 13 Runden der Segelflug–Bundesliga konnte der Luftsportverein Rinteln an diesem Wochenende seine Tabellenführung ausbauen. Dabei profitierte die Mannschaft vom schwachen Abschneiden des Verfolgers von der FG Oerlinghausen.

Schon zur Halbzeit der Runde am Samstag lag der LSV aussichtsreich auf dem zweiten Platz in der Rundenwertung, lediglich der LSV Burgdorf konnte sich davor platzieren, der Abstand betrug allerdings nur 5,5 Geschwindigkeitspunkte. Die drei Doppeslsitzerteams Madleen und Frerk Frommholz, Reinhard Schramme und Rolf Bödeker sowie Adrian Glauner und Dieter Vogt erflogen bei niedrigen Wolkenuntergrenzen bis max. 1200 m Dank Unterstützung des Rückenwindes 326,62 Geschwindigkeitspunkte. Während die Teams Schramme/Bödeker und Glauner/Vogt sich zunächst gegen den Wind bis an die holländische Grenze bei Enschede flogen, um dann den Rückenwind zu nutzen, flog das Team Frommholz gleich mit dem Wind Richtung Südosten. Dies hatte allerdings zur Folge, dass sie nach Ablauf der Wertungszeit wieder gegen den Wind zum Startplatz zurückfliegen mussten, denn es kommen nur Flüge in die Wertung, bei denen der Pilot wieder den Startplatz erreicht. Jedoch bewies Madleen Frommholz ein gutes Händchen und konnte noch vor Ende der Thermik wieder am Startplatz landen. Dass es auch anders laufen kann, zeigte Ulrich Kaiser, der nach starken 1,5 von 2,5 Stunden Wertungszeit nach zwei taktisch schweren Fehlern seinen Hilfsmotor benutzen musste, um nicht aussenlanden zu müssen. Somit war sein Wertungsflug ungültig.

Am Sonntag wollten die Piloten, allen voran Rolf Bödeker und Wilhelm Wielage mit Flügen in Richtung Süden bis weit nach Hessen hinein dann doch noch die Runde für sich entscheiden. Zwar waren die Wolken deutlich höher, aber die Aufwinde waren nicht mehr so stark, so dass länger im Aufwind gekreist werden musste. Am Ende konnte der LSV Burgdorf die Tabellenspitze knapp verteidigen. 0,94 Geschwindigkeitspunkte trennten die Rintelner vom Rundensieg, das entspricht in etwa drei Kreisen im Aufwind – ein hauchdünnes Ergebnis.

Die vierte Runde geht damit an den LSV Burgdorf, der damit 20 Punkte für die Gesamtwertung erhält, wie erwähnt, hauchdünn vor dem LSV aus Rinteln, die 19 Punkte kassieren. Dritter wird die FG Wolf Hirth aus Baden–Württemberg, die sich 18 Punkte gutschreiben können. Insgesamt war es mal wieder eine ausgeglichene Runde, Vereine aus dem Norden wie aus dem Süden hatten wettermäßig die gleichen Chancen, nicht wie in den vergangenen beiden Runden.

Der LSV Rinteln wartet damit weiter auf seinen ersten Rundensieg, kann aber aufgrund der konstant guten Leistungen in der Gesamtwertung seine Führung sogar noch ausbauen. 64 Punkte hat der Titelverteidiger in vier Runden gesammelt. Auch die FG Oerlinghausen konnte trotz schwächerer Runde den zweiten Platz behaupten, hat jetzt 52 Punkte, von Platz acht auf Platz drei springt der LSV Homberg/Ohm aus Hessen, der 45 Punkte auf dem Konto hat. Auch Burgdorf, Gifhorn und Celle klettern in der Tabelle dank schneller Flüge nach oben. Der LSV Burgdorf ist jetzt mit 42 Zählern sechster, der LSV Gifhorn und die FV Celle liegen punktgleich mit 34 Zählern auf den Rängen 12 und 13. Der AC Braunschweig kommt in dieser Saison nicht recht in Tritt und hat bisher erst 13 Punkte und befindet sich auf Platz 27 in der Abstiegszone. Von 30 Mannschaften werden am Ende die letzten sieben Teams in die zweite Liga absteigen.

3. Runde - 13./14. Juni: LSV verteidigt bei schwierigem Wetter die Tabellenführung

Konnte der Norden Deutschlands am vergangenen Wochenende noch vom Wetter profitieren, schlug das Pendel in der dritten Runde der Segelflug–Bundesliga zugunsten der Teilnehmer im Süden des Landes um. Jedoch hatten auch die Vereine hier nur den Samstag Zeit, um die Wertungsflüge durchzuführen, das Wetter am Sonntag sollte auch hier jegliche Wertungsflüge verhindern. Dies war aber bereits Mitte der Woche in den Wetterprognosen zu erkennen, und so waren alle Teilnehmer auf den Samstag fokussiert.

Nur ein winziges Wetterfenster am Samstag um die Mittagszeit sollte die Chance auf Wertungsflüge bieten, und dieses wurde auch von Reinhard Schramme mit Copilot Rolf Bödeker, Adrian Glauner mit Stephan Beck auf dem zweiten Sitz und Wilhelm Wielage genutzt. In ein kleines Areal zwischen Teutoburger Wald und Weserbergland zirkelten sie ihre Wertungsflüge, immer wieder mussten sie aber kleineren Schauern ausweichen, und so waren auch die Geschwindigkeiten bei diesen Flügen nicht besonders hoch. Gerade einmal 216,13 Geschwindigkeitspunkte erflogen die Piloten, das sollte für eine Spitzenposition aber bei weitem nicht ausreichen, denn im Südosten Bayerns und in den Alpen waren die Wetterbedingungen deutlich besser. Und das war am Samstag Abend auch in der Rundenwertung deutlich abzulesen. Am besten nutzte der AC Lichtenfels die Bedingungen und flog mit 364,67 Geschwindigkeitspunkten seinen ersten Rundensieg in dieser Saison ein. Mit 346,11 Geschwindigkeitspunkten sicherte sich die LSG Bayreuth Platz 2, gefolgt vom FLC Schwandorf auf Platz 3 mit 339,67 Geschwindigkeitspunkten auf Platz 3. Alle drei Vereine gehören wie die Rintelner zum engsten Favoritenkreis auf den Titel.

Am Sonntag war dann der Nordosten mit Fliegen an der Reihe, aber keiner der Clubs konnte sich dabei in der Spitzengruppe platzieren.

Somit ging diese Runde, in der es für insgesamt sechs Vereine gar keine Möglichkeit zum Fliegen gab, dann eindeutig an den Süden. Der LSV Rinteln erreicht in Runde drei Platz 12 und erhält damit 9 Punkte für die Gesamtwertung und verteidigt die Tabellenführung. Insgesamt 45 Zähler haben die Rintelner in den ersten drei Runden gesammelt, auf Platz zwei mit 41 Punkten liegt weiter die FG Oerlinghausen, die den Abstand zum Tabellenführer um zwei Punkte verkürzen konnte. Dritter ist der FSC Odenwald Walldürn mit 40 Punkten.

Der LSV Rinteln war in dieser Runde der einzige Verein aus Niedersachsen, dem es gelang, dem Wetter Wertungsflüge abzutrotzen. Weiterhin haben die Weserstädter die Titelverteidigung fest im Blick.

 

2. Runde - 6./7. Juni: LSV Rinteln fliegt an die Tabellenspitze

Kräftige Schauer machten den Piloten des LSV Rinteln am Samstag das Fliegen schwer

Nach dem Start der Ligasaison am vergangenen Wochenende mit gutem Wetter für alle Teilnehmer war in der zweiten Runde das Wetter eher auf der Seite der Vereine im Norden des Landes. Einige der stärksten Konkurrenten des Luftsportverein Rinteln aus dem Südosten konnten wetterbedingt gar nicht am Rennen teilnehmen. Für die Rintelner die Chance auf "Big-Points" in dieser Runde, und diese Möglichkeit ließen sich die Piloten nicht nehmen, zumal es durch den frischen Südwestwind wieder die Möglichkeit gab an den Höhenzügen des Weser – und Wiehengebirges und des Iths entlang zu fliegen. Und dies ist die Paradedisziplin für die Weserstädter.

Am Samstag war dies jedoch schon eine Frage des exakten Timings, und das bekamen die Titelverteidiger einfach nicht hin. Ein früher Start im Morgengrauen brachte nicht den gewünschten Erfolg, ostwärts der Schaumburg trug der Hang die Flugzeuge noch nicht, beim zweiten Start verhinderte ein durchziehendes Regenband Flüge über die komplette Wertungsdauer. Erst beim dritten Versuch am Nachmittag konnten dann erste verwertbare Ergebnisse erflogen werden, so daß zur Halbzeit der Runde 2 der LSV Rinteln die Rundenwertung noch anführte. Dafür sorgten Reinhard Schramme Rolf Bödeker und Ulrich Kaiser, die sich mit 239,93 Geschwindigkeitspunkten vor der FG Oerlinghausen platzieren konnten.

Am Sonntag mussten die Akteure aber noch einmal ran. Thermik sollte sich bilden in der Lüneburger Heide und der Altmark, die sich unter Einfluss des Windes zu langen Aufwindautobahnen aufreihen sollte, eine Chance in erster Linie für die Vereine aus Ostniedersachsen. So ging es noch einmal an den Hang um die Ergebnisse von Samstag noch zu verbessern. Erneut Reinhard Schramme und Adrian Glauner nutzten die Hangwinde, Bernd Goretzki die Thermik. Und es wurde ein Wimpernschlag–Finale in der Runde 2. Am Ende steigerte des LSV das Rundenergebnis noch auf 299,32 Geschwindigkeitspunkte, mussten sich aber den Aufwindjägern der FV Celle geschlagen geben, die am Ende mit 299,44 Geschwindigkeitspunkten sehr knapp die Runde für sich entscheiden konnten.

Somit erfliegt der LSV Rinteln in der zweiten Runde 19 Punkte für die Gesamtwertung hinter der FV Celle, die volle 20 Punkte einfliegen konnte. Dritter wird die FG Oerlinghausen, die 18 Punkte erhält.

In der Gesamtwertung übernimmt der LSV Rinteln trotz des zweiten Platzes die Tabellenführung mit insgesamt 36 Punkten. Platz zwei nimmt mit 30 Punkten die FG Oerlinghausen ein, dritter mit 28 Punkten ist die SFG Giulini/Ludwigshafen aus Rheinland-Pfalz. "Aktuell sieht es ganz gut aus, aber bis zum Finale im August sind es noch ein elf Runden, da werden wir wahrscheinlich auch mal zum Zuschauen gezwungen sein. Daher dürfen wir die Gelegenheiten wie an diesem Wochendende nicht auslassen.", schildert Ulrich Kaiser die Situation.

 

1. Runde - 30. / 31. Mai: Gelungener Saisonauftakt für den LSV Rinteln

Mit sechswöchiger Corona–Verspätung startete an diesem Wochenende die neue Bundesligasaison für den Luftsportverein Rinteln. Zwar konnte der amtierende Deutsche Meister schon seit dem 9. Mai wieder trainieren, jedoch waren erst zu diesem Wochenende in allen Bundesländern die Beschränkungen soweit aufgehoben, dass auch alle Mannschaften starten konnten. Dadurch verkürzt sich die diesjährige Saison auf 13 Runden mit dem Finale am Wochenende 22./23. August. Dementsprechend wird sich in diesem Jahr ein Ausrutscher auch stärker bemerkbar machen. Daher waren alle Mannschaften hoch motiviert und auch das Wetter verhieß für beide Tage der ersten Runde gute, teils sehr gute Bedingungen für alle Teilnehmer. Entsprechend viele Piloten waren auch am Start. 11 Pilotinnen und Piloten schickte der Titelverteidiger ins Rennen, insgesamt wurden in der ersten Runde 5436 km geflogen.

Die schnellste Pilotin für den LSV in dieser Runde war Madleen Frommholz, die am Samstag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 139,21 km/h einen sehr guten Start hinlegte. Routinier Reinhard Schramme war mit 133,9 km/h ebenfalls sehr gut unterwegs, den dritten Flug für die Wertung absolvierte am Sonntag Frerk Frommholz mit einer Geschwindigkeit von 130,98 km/h. Aber auch Wilhelm Wielage, Rolf Bödeker, Dietmar Heintze, Christoph Bäßler, Carsten Seehof, Thomas Himmelsbach und Ulrich Kaiser absolvierten gute Flüge und zeigten, dass sie die Vorbereitungszeit gut genutzt hatten. Mit Ole Bachmann, erst seit vergangenem Jahr im Besitz der Segelfluglizenz, machte in dieser Runde auch ein Nachwuchspilot des LSV Rinteln seine ersten Schritte im Ligafliegen.

Unter Berücksichtigung der Handicap–Faktoren für die genutzten Flugzeuge ergaben diese Resultate in der ersten Runde 365,69 Geschwindigkeitspunkte für den LSV Rinteln, der sich damit den vierten Platz zum Start des Projektes Titelverteidigung sicherte. Damit war der Luftsportverein von der Weser erneut auch bester Club im Norden. Erst auf Platz 15 folgt mit dem HAC Boberg (Hamburg) der nächste Nordclub, der LSV Burgdorf als nächster niedersächsicher Teilnehmer fliegt auf Platz 16. Insgesamt war das Rennen sehr knapp.

Der Sieg in Runde 1 geht an die Fliegergruppe Wolf Hirth aus Kirchheim unter Teck mit 376,14 Geschwindigkeitspunkten, dicht gefolgt vom LSR Aalen, ebenfalls aus Baden-Württemberg, mit 374,6 Punkten und dem FSC Odenwald Walldürn (BW) mit 369,79 Punkten. "Es ist schon ein knappes Ergebnis.", resümiert Dieter Vogt, 2. Vorsitzender des LSV Rinteln, "Einmal einen zu schwachen Aufwind angenommen, und schon können zwei oder auch drei km/h verloren sein – und das kann bei 2,5 Stunden Wertungszeit schon mal passieren. Aber es ist schön, dass alle zum Auftakt dabei sein konnten und keiner wetterbedingt zusehen musste."

Der LSV Rinteln ist jedenfalls mit dem Saisonauftakt zufrieden. Den leichten Wettervorteil, den der Südwesten der Republik an diesem Wochenende hatte, machten die Weserstädter mit Kampfgeist und der richtigen Taktik wieder wett.

Rintelner Segelflieger dürfen wieder fliegen

Der DuoDiscus startet zu einem Flug über Rinteln
v.li.n.re. Laurenz Schädel und Norbert Siebert vor dem Start zu einem Überprüfungsflug mit dem geforderten Mundschutz
Laurenz Schädel desinfiziert das doppelsitzige Segelflugzeug

Ende Mai startet die Segelflug - Bundesliga

Das Warten hat beim Luftsportverein Rinteln endlich ein Ende. Seit Mitte Mai dürfen sie wieder mit ihren Segelflugzeugen in die Lüfte aufsteigen. Es sind allerdings einige Auflagen zu beachten, wie z.b. das doppelsitzige Flüge nur mit Mundschutz bei einer maximalen Flugzeit von 15 Minuten durchgeführt werden dürfen. Auch ist auf den Abstand von 2 Metern zu achten und eine Anwesenheitsliste zu führen. Im LSV ist man auch sehr froh darüber, so der Ausbildungsleiter Norbert Siebert, dass die Ausbildung der Flugschüler wieder aufgenommen werden darf.

Die Leistungspiloten des LSV starten verspätet Ende Mai in ihre 7. Saison in der 1. Segelflug-Bundesliga. Ursprünglich wäre der Beginn am 3. Wochenende im April gewesen. Nachdem der LSV Rinteln im vergangenen Jahr diese Liga mit dem Deutschen Meistertitel krönen konnten, heisst es nun: "Auf zur Titelverteidigung". An insgesamt 13 Wochenenden finden Wertungsflüge statt, bevor dann am 22./23. August die Meisterschaft entschieden ist. Ferner stehen dann auch die sieben Auf- und Absteiger der 1. und 2. Segelflug-Bundesliga fest.

Es fliegen mit dem LSV Burgdorf, LSV Gifhorn, AC Braunschweig, den FV Celle und dem LSV Rinteln Vereine aus Niedersachsen um die Meisterschaft 2020 in der 1. Segelflug-Bundesliga. 

Die 1. und 2. Segelflug-Bundesliga umfasst jeweils 30 Vereine, die um den Meistertitel fliegen. Jeweils 7 Mannschaften steigen ab bzw. aus der 2. Liga in die 1. Liga auf. Alle anderen Vereine fliegen in den 16 Landesligen.

In der Meisterschaft wird der Verein erfolgreich sein, der jedes fliegbare Wochenende nutzen wird und sei das Wetterfenster noch so klein, so vermutet der LSV- Pressewart Dieter Vogt. Die letzten Jahren haben gezeigt, dass die Entscheidungen häufig hauchdünn ausgefallen waren und es auf jeden Flug ankommt. Die LSV-Piloten gehen aber gut vorbereitet in die neue Saison. Die Segelflugzeuge und deren Technik sind in den Wintermonaten durchgecheckt und aktualisiert worden. Auch die Piloten haben sich durch Fitnesstraining auf die bevorstehenden langen Flüge intensiv vorbereitet. Bei allem Ehrgeiz steht aber die Sicherheit an oberster Stelle, so der erste Vorsitzende Stephan Beck. Wir wollen die Saison unfallfrei beenden und keine erhöhten Risiken eingehen.

Informationen zu der Segelflug - Bundesliga und über die Flüge der Rintelner Leistungspiloten erhält man auf der Homepage des LSV Rinteln www.lsv-rinteln.de unter "Wettbewerbe / 1. Bundesliga".