Ausbildungserfolge beim Luftsportverein Rinteln

Die stolze Alleinfliegerin mit ihrem Fluglehrer Stephan Beck.
Selin Cikin erhält ihre erste Segelflugschwinge von ihren Fluglehrern Stephan Beck und Norbert Siebert. überreicht.
Armin Lukas bereitet sich auf seine 3 Überprüfungsflüge vor.
Armin Lukas vor dem Start zu seinem 50-km-Überlandflug.

Selin Cikin begann im April mit der Ausbildung

Endlich ohne Fluglehrer fliegen, der Wunsch eines jeden Flugschülers. Am Sonntag, den 25. August, erfüllte sich dieser Traum für die Flugschülerin Selin Cikin aus Hessisch Oldendorf. Sie absolvierte die ersten drei Starts und Landungen mit dem Segelflugzeug ohne Fluglehrer.

Bevor dies erfolgen konnte, waren natürlich viele Schulungsflüge von Selin Cikin zu absolvieren. Man muss sich das in Etwa so vorstellen, als sitzt man in einem Fahrschulauto. Nur das in einem Segelflugzeug der Fluglehrer auf dem hinteren Platz und der Flugschüler auf dem vorderen Platz sitzt. Beide Piloten haben die gleichen Instrumente und Steuerelemente. Zu Beginn der Ausbildung zeigen die ehrenamtlichen Piloten des Luftsportverein Rinteln (LSV) den Flugschülern die Funktionsweise des Segelflugzeuges und die Bedienung der Ruder. Sukzessive werden sie an das Steuern des Flugzeuges herangeführt und übernehmen bei den Flügen mehr und mehr Aufgaben. Fluglehrer Stephan Beck musste bei den Flügen von Selin Cikin nicht mehr eingreifen und meinte, dass sie nunmehr allein fliegen könnte. Bevor dies jedoch geschehen konnte, erfolgte noch ein erforderlicher Überprüfungsflug durch einen zweiten Fluglehrer; an diesem Tag Norbert Siebert. Als auch dieser grünes Licht gab, konnte Selin Cikin am späten Nachmittag zu ihren ersten drei Alleinflügen unter Beobachtung ihres Fluglehrers Stephan Beck starten. Beide Fluglehrer waren mit ihren ersten Alleinflügen äußerst zufrieden. 

Nach der dritten Landung gratulierten alle Fliegerfreunde des LSV der Alleinfliegerin zur bestandenen A – Prüfung und wünschten allzeit schöne Flüge. Jetzt schließen sich für Selin Cikin weitere Ausbildungsschritte und Alleinflüge unter Aufsicht der Fluglehrer an, mit dem Ziel, die zweite und dritte Segelflugschwinge zu erlangen. Mit der Segelflugausbildung hat Selin Cikin erst Anfang April diesen Jahres begonnen und ihr Wunsch ist, eines Tages als Pilotin für eine grosse Fluggesellschaft zu fliegen.

 

Armin Lukas absolvierte Prüfungsflüge

Bereits am 10 August hatte Armin Lukas seine praktischen Überprüfungsflüge mit dem Prüfer Armin Brennenstuhl zu absolvieren. Obwohl an diesem Tag starker Crosswind vorherrschte, hat er seine Flüge mit Bravour gemeistert und darf jetzt eigenverantwortlich zu seinen Flügen starten. Vorausgegangen war natürlich die theoretische Prüfung und der anschließende 50-km-Überlandflug.Sein Flugauftrag für diesen 50-km-Flug besagte, dass er von Rinteln nach Bohmte fliegen sollte. Da die Bedingungen aber so gut waren, landete er nicht im Bohmte sondern flog die Strecke auf „ Umwegen „ wieder zurück und hat aus den 50-km einen 200-km-Flug gemacht. Auch ihm wünschen die Fliegerkameraden des LSV allzeit gute Flüge.

Mit der Ausbildung kann Frau / Mann schon mit dem 14. Lebensjahr beginnen und den Luftfahrerschein mit dem 16. Lebensjahr erwerben. Während der Segelflugsaison von April bis Oktober werden die fliegerischen Fertigkeiten erlernt. Im Winter erfolgt dann die theoretische Ausbildung durch die ehrenamtlichen Fluglehrer des LSV Rinteln. Die Ausbildung schließt mit dem Luftfahrerschein ab.

Wenn Sie mehr über dieses wunderschöne Hobby erfahren möchten, so beantworten Ihnen die Vereinsmitglieder auf dem Flugplatz am Wochenende gern Ihre Fragen oder Sie informieren sich unter www.lsv-rinteln.de

Traum vom Fliegen verwirklicht!

Der Prüfer Broder Holtz aus Bückeburg nimmt auf dem hinteren Sitz Platz.
Die stolzen Scheininhaber Malte und Ole Bachmann.

Ole und Malte Bachmann bestehen die praktische Flugprüfung

Vergangenes Wochenende gab es auf dem Flugplatz Rinteln wieder einen schönen Grund zum Feiern: Zwei 17-Jährige haben ihr lang ersehntes Ziel erreicht und ihre Segelflugausbildung mit der praktischen Prüfung auf den Weserwiesen abgeschlossen!

Seitdem die Zwillingsbrüder Ole und Malte Bachmann im Mai 2016 mit der Schulung begannen, hatten beide diesen einen Tag schon vor Augen! Der wichtigste Schritt dahin war der erste Alleinflug. Nach vielen weiteren Übungsflügen in den vergangenen Jahren und unermüdlichem Büffeln, Funksprechlehrgang und internen Überprüfungen folgten schließlich die Theorieprüfung und der obligatorische Navigationsflug zu einem fremden Platz. Alle Voraussetzungen für die praktische Prüfung waren somit erfüllt. 

Pfingstsonntag um 16:30 Uhr war mit der behördlichen Überprüfung der wirklich abschließende Teil Ihrer dreijährigen Ausbildung zum Privat-Luftfahrzeugführer geplant. Das entspricht der praktischen Überprüfung zum Führerschein.

Malte Bachmann: „Ich habe ein paar Tage gebraucht, um zu verstehen, warum sich die Segelflugprüfung ganz anders anfühlt als meine leichte Führerscheinprüfung, die ich innerhalb von sechs Wochen bestanden habe. In diesen Tagen habe ich daran gedacht, wie alles angefangen hat, hier auf dem Verkehrslandeplatz im Südwesten der Stadt Rinteln gelegen. Und wie müde ich damals nach dem Flugbetrieb immer war. Schon nach kurzen Flügen von fünf Minuten war ich vollkommen ausgelaugt, weil das Erlernen der Bewegung im dreidimensionalen Raum, die Koordination von Quer-, Seiten- und Höhenruder gerade am Anfang wirklich fordert.“

Sein Bruder Ole Bachmann ergänzt: „Unsere ehrenamtlichen Fluglehrer bringen uns mit jedem Flug was Neues bei und jeder Flug ist durch das Wetter anders. Im Winter haben wir ergänzend die Theorie unterrichtet bekommen. Besonders großen Dank natürlich an unsere Fluglehrer, ohne die diese Professionalität gar nicht möglich wäre. Alles zusammen und mehrere tausend Fragen später zeigt man zunächst sein theoretisches Wissen, dann sein Praktisches und dieser Tag war nun heute für uns.“

Herr Broder Holtz aus Bückeburg war als Prüfer seitens der Landesluftfahrtbehörde in Oldenburg bestellt. Nach einem Vorgespräch über die zu erwartenden Prüfungsbestandteile und über den Ablauf der Prüfung wird die ASK-21, ein Schuldoppelsitzer der Firma Schleicher, wie jeden Tag gründlich gecheckt. 

Meike Wielage, Andreas Hoppe und Matthias Meier helfen als Bodencrew und Besatzung der Schleppmaschine.

Der Check vor dem Start: "Ich bin fest angeschnallt, die Haube ist geschlossen und verriegelt, die Bremsklappen sind eingefahren und verriegelt, der Höhenmesser ist eingestellt, die Trimmung ist für den Flugzeug-Schlepp eingestellt, die Ruder sind frei, die Startstrecke ist frei, der Wind kommt aus Ost, das Funkgerät auf Platzfrequenz in einer angenehmen Lautstärke gerastet“, (und Vieles mehr) ist aus dem Cockpit zu hören. Das 50 Meter lange Verbindungsseil wird eingeklinkt und dann geht es auch schon los. Der Schleppzug setzt sich in Bewegung, beide Flugzeuge heben ab.

Alle am Boden Wartenden beobachten die Flüge und gespanntes Warten bis zum erhofften >>Shake-hands<< des Prüfers Herrn Holtz. Nach insgesamt vier Starts waren die zwei Prüfungen erfolgreich abgenommen. Verbesserungsvorschläge für die Ausbildung zum Privat-Luftfahrzeugführer gab es für den Luftsportverein Rinteln keine. Herr Holtz stellte fest, dass Beide fliegen, wie es sich gehört -  „1A“ war das Gesamtergebnis, besser geht es nicht, dann gab es das erhoffte Händeschütteln. 

 Malte: „Auf einmal gratuliert mir der Prüfer, kurz darauf gratulieren mir meine   Fliegerkameraden, ich nehme die Glückwünsche entgegen, aber ich kann es noch nicht ganz begreifen. Ich habe die praktische Segelflugprüfung bestanden. Ich bin Pilot? Ich bin Pilot!“

Ole: „Gefühl braucht Erfahrung. Ich erinnere mich daran, wie schwer es mir anfangs fiel, im Landeanflug den richtigen Moment für das Abfangen, das sanfte Ausschweben des Flugzeugs zu finden. Wie ich abends im Bett lag und mir Strategien überlegte, mit denen es klappen könnte. Bis ich irgendwann merkte, dass das Gefühl für den richtigen Moment einfach mit der Zeit, mit der Erfahrung kommt. Gefühl braucht Erfahrung. Diese kostbare Erfahrung haben wir während wunderbarer Flüge mit unseren Fluglehrern gemeinsam,  später dann auch in Alleinflügen unter Aufsicht des Fluglehrers sammeln dürfen. Nun dürfen wir ohne Aufsicht fliegen und Passagiere mitnehmen.“

Malte: „Auch ich denke an diese Dinge, weil all das, was man in der Ausbildung erlernt, in der Prüfung abgefragt wird. Die Segelflugprüfung ist wie ein Ausbildungszeitraffer. Zwei Flüge, in denen Ruck-Zuck die wichtigsten Fähigkeiten abverlangt werden.“

Ole: „Entweder man kann es oder man kann es nicht! Ein Flugzeug in Perfektion zu bedienen ist eindeutig. Fluglehrer und Prüfer merken das ohnehin sofort!

Malte: „Natürlich war ich auch aufgeregt. Schon alleine deshalb, weil mir mehrere Vereinskameraden gut zugeredet hatten, dass im Luftsportverein Rinteln noch kein Kandidat durch die Prüfung gefallen ist. Was, wenn jetzt ausgerechnet bei mir diese Serie reißen würde? Mit dem Handschlag vom Prüfer hatte ich es geschafft, mein Gefühl war aber auch während der Prüfung gut, der Flug und die Gespräche vorher und hinterher angenehm!“

Es gibt übrigens noch einen Unterschied zwischen der Fahrprüfung und der Segelflugprüfung. Nach der Fahrprüfung bekommt man den "Lappen" sofort in die Hand gedrückt und kann losfahren. Der Segelflugschein muss erst von der Landesluftfahrtbehörde ausgestellt und gesiegelt werden und währenddessen sind die ehemaligen Flugschüler weder Scheininhaber noch Schüler, „staatenlos“ heißt es in Rinteln auf dem Flugplatz in gemütlicher Runde und bei herrlichem Wetter. 

Nun geht ein weiterer schöner Fliegertag auf der vereinseigenen Terrasse zu Ende. Herzlichen Glückwunsch und viele erlebnisreiche Segelflüge im Weserbergland und darüber hinaus wünschen den beiden neuen Scheininhabern die Fliegerkameraden des Luftsportvereins Rinteln!

Sönke Steuber absolvierte seine ersten Alleinflüge

Sönke Steuber bereitet sich auf seinen 2. Alleinflug vor.
Sönke Steuber erhält seine ersten Segelflugschwinge von Karl–Heinz Pfeiffer überreicht.
Der stolze Alleinflieger im Kreis seiner Familie.

Ausbildungserfolg beim Luftsportverein Rinteln e.V.

Fliegen ohne Fluglehrer, der Wunsch eines jeden Flugschülers. Am Samstag, den 06. Oktober, erfüllte sich dieser Traum für den Flugschüler Sönke Steuber (15) aus Todenmann. Er absolvierte die ersten drei Starts und Landungen mit dem Segelflugzeug ohne Fluglehrer.

Vorausgegangen waren mit den ehrenamtlichen Fluglehrern des Luftsportvereins Rinteln e.V. viele Schulungsflüge, wie z.B. das Üben von Start und  Landung, das Zentrieren der Thermik, Verhalten in Notfällen (Seilriss) und Anflüge aus ungewohnter Position. Das Übliche halt, bevor die Fluglehrer sich trauen, einen Flugschüler zum ersten Alleinflug starten zu lassen. An diesem Samstag war das Wetter ideal für diese Prüfung. Nach einem Überprüfungsflug durch den zweiten Fluglehrer Ulrich Kaiser startete Sönke Steuber am späten Nachmittag zu seinen ersten drei Alleinflügen unter Beobachtung seines Fluglehrers Karl-Heinz Peiffer. Die Fluglehrer waren mit seinen ersten Alleinflügen äußerst zufrieden.

Wie üblich beim Luftsportverein Rinteln folgte danach die Pilotentaufe: Nach der dritten Landung gratulierten alle Fliegerfreunde dem Alleinflieger zur bestandenen A–Prüfung und wünschten allzeit schöne Flüge. Jetzt schließen sich für Sönke Steuber weitere Ausbildungsschritte und Alleinflüge unter Aufsicht der Fluglehrer an, mit dem Ziel, die zweite und dritte Segelflugschwinge zu erlangen. Mit der Segelflugausbildung hat Sönke Steuber Mitte 2017, kurz nach seinem 14. Geburtstag begonnen.

Nachdem die Segelflugzeuge in den Hangar eingeräumt waren, folgten dann die "schmerzlichen Glückwünsche". Schmerzlich, weil die Fliegertradition es verlangt, dem Alleinflieger erst mal gründlich den Hintern zu versohlen. Zu diesem Zweck wird die Hose ordentlich nass gemacht und jeder auf dem Flugplatz Anwesende darf dem Prüfling auf das Gesäß klopfen. Pech für ihn war nur, dass an diesem Tag die befreundeten Segelflieger aus Bremen zu ihrem Herbstfliegerlager angekommen waren und sich mit in die Reihe der "Klopfer" einreihten. Die Fluglehrer erklärten der anwesenden Familie und den Gästen den Brauch : "Zwar haben wir in den Segelflugzeugen hochmoderne Instrumente, die das Steigen und Fallen des Flugzeuges anzeigen, aber das wahre Gespür für die Thermik sitzt bei den Piloten/innen im Po". Sönke Steuber war sichtlich stolz, als ihm die 1. Segelflugschwinge von seinem Fluglehrer überreicht wurde und spätestens jetzt waren auch die Schmerzen im Po fast vergessen.  

Mit der Ausbildung kann Frau / Mann schon mit dem 14. Lebensjahr beginnen und den Luftfahrerschein mit dem 16. Lebensjahr erwerben. Während der Segelflugsaison von April bis Oktober werden die fliegerischen Fertigkeiten erlernt. Im Winter erfolgt dann die theoretische Ausbildung durch die ehrenamtlichen Fluglehrer des LSV Rinteln. Die Ausbildung schließt mit dem Luftfahrerschein ab.

Wenn Sie mehr über dieses wunderschöne Hobby erfahren möchten, so beantworten Ihnen die Vereinsmitglieder auf dem Flugplatz am Wochenende gern Ihre Fragen oder Sie informieren sich unter www.lsv-rinteln.de. 

Ausbildungs- und Streckenfluglager auf dem Klippeneck

Herrliche Aussichten auf einen langen Flug: Ole Bachmann, Thomas Koch und Malte Bachmann kurz vor dem Start
Thomas Himmelsbach kurz vor dem Start auf dem Klippeneck

Ausflüge in die Alpen oder wie in diesem Jahr, zum Klippeneck, sind inzwischen fester Bestandteil in der Aus - und Weiterbildung des Luftsportverein Rinteln e.V. ( LSV ). Vom 13.7.- 25.07.18 dauert das diesjährige Fliegerlager der kleinen Gruppe mit Flugschülern und Streckenfliegern vom LSV Rinteln.

Insbesondere die exponierte Lage lockte die Rintelner Segelflieger an. Thomas Koch, Jörg Bachmann und Thomas Himmelsbach zogen die Anhänger von Rinteln auf das Klippeneck: Das Fluggelände liegt 12 km südöstlich von Rottweil auf der schwäbischen Alb oberhalb Denkingen in 1000 m Höhe im Landkreis Tuttlingen / Baden-Württemberg. 

 

Flugfaszination der jungen Nachwuchspiloten

Flugschüler Malte Bachmann (16 Jahre) ist von den thermischen Gegebenheiten beeindruckt: „Die sind hier ganz schön verwöhnt mit den klimatischen Bedingungen. In Rinteln müssen wir länger kreisen, um Aufwinde auszufliegen ". Sein Zwillingsbruder Ole Bachmann ergänzt: „Mir gefällt es, dass man beim Segelfliegen allein mit der Kraft der Natur stundenlang fliegen kann. Wir brauchen immer nur eine kleine Anfangsenergie, um stundenlang fliegen zu können. Mir ist es leicht gefallen, einen 5-Stunden-Flug zu absolvieren. Gestartet bin ich an der Winde und hatte eine Ausklinkhöhe von knapp 400 Metern.“

 

Schon immer begeistert vom Fliegen

Fluglehrer Jörg Bachmann berichtet:  „Die präzisen Landungen und Starts faszinieren mich einfach. Aber auch die Zeit, in den warmen Aufwinden, der sog. Thermik, zu kreisen. Hier kann ich alles um mich herum für einen Augenblick ausblenden und es einfach nur genießen! Wenn ich dann lande, geht es mir immer besser als zuvor.“

 

Vom Fußgänger zum Piloten

Wer mit einem Segelflieger in die Lüfte starten will, muss eine gründliche Ausbildung hinter sich bringen. Die nötigen Flugstunden werden in einem Doppelsitzer vom Typ ASK-21 zusammen mit ehrenamtlichen LSV - Fluglehrern absolviert. „Je nachdem wie engagiert man ist, kann man seine ersten Alleinflüge schon in einer Saison, also zwischen März und Oktober, schaffen“, erklärt der Ausbildungsleiter Bernd Konitz vom LSV. Die Kosten der gesamten Ausbildung bis zum Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer belaufen sich auf ca. 1.500,-- bis 2.000,-- Euro, verteilt auf einen Zeitraum von 2 - 3 Jahren. Nach der A-Prüfung fliegen die Schüler unter Aufsicht der Fluglehrer in Platznähe und weisen bei den B- und C- Prüfungen weitere fliegerische Fähigkeiten nach. Der Führerschein der Lüfte wird in der Regel ein bis zwei Jahre später abgelegt.

Die Zwillinge Ole und Malte Bachmann stehen kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung. Nach der Theorieprüfung vor der Luftfahrtbehörde folgt anschließend ein Überlandflug über eine 50 Km Distanz sowie drei praktische Überprüfungflüge mit einem Prüfer. Sofern dies alles erfolgreich abgeschlossen wurde, dürfen sie Gäste mitnehmen und brauchen den Fluglehrer nicht vor jedem Start um einen Flugauftrag bitten. Hierfür stehen ihnen dann die fünf vereinseigenen Segelflugzeug zur Verfügung.

 

In erster Linie wollen sie das Fliegen lernen

„In erster Linie wollen sie das Fliegen lernen.“ weiß Fluglehrer Thomas Himmelsbach „Aber sie müssen auch Verantwortung füreinander übernehmen, Materialpflege betreiben und Teamgeist  beweisen. Natürlich gehört zur Ausbildung auch die Theorie dazu ". In den Wintermonaten wird ein Theorieunterricht von den acht ehrenamtlichen Fluglehrern des LSV durchgeführt. Das Schöne am Segelfliegen ist die Welt von oben zu erleben und unter Ausnutzung der Sonnen - und Windernergie weite Strecken ohne Motor zurück legen zu können - einfach das Gefühl von Freiheit zu genießen - das ist das Faszinierende am Segelfliegen. Auch Technik - und Naturbegeisterte werden vom Segelfliegen begeistert sein.

 

Was machten Segelflieger bei Schlechtwetter?

Oben auf dem Klippeneck erwartete die Rintelner ein wunderschönes Wandergebiet (Böttingen, Dreifaltigkeitsberg und Lippachtal) mit herrlicher Aussicht auf Schwarzwald, Baar und Hegau. Die Insel Mainau im Bodensee und der Rheinfall von Schaffhausen sowie das Zeppelinmuseum Friedrichshafen waren Ausflugsziele der Fliegergruppe auf Grund des schlechten Wetters.

 

Segelfliegerei als Basis für weitere Fliegerkarriere

„Das Schöne am Segelflug ist, dass die Ausbildung auch als Basis für weitere Flugscheine dienen kann“, so Dieter Vogt, zweiter Vorsitzender des LSV-Rinteln: „So könne auch ein Schein für Motorsegler im Anschluss gemacht werden. Motorflieger werden in Rinteln allerdings nicht ausgebildet.“

 

Besucher und Interessierte sind herzlich eingeladen

Mit der Ausbildung zum Segelflieger kann jederzeit begonnen werden. Der LSV Rinteln bietet auch einen Schnupperkurs an, bei dem Mann oder Frau mit einem erfahrenen Fluglehrer seine ersten Flugstunden absolvieren kann, um ein erstes Gefühl für das Fliegen zu bekommen. Interessierte sind herzlich auf den Flugplatz eingeladen, sich über den Flugbetrieb und die Bedingungen auf den Weserwiesen im Süden der Stadt Rinteln zu erkundigen.

 

Erster Alleinflug

Karsten Fahrenkamp ( Vorsitzender ), Maike Langermann, Jörg Bachmann und Norbert Siebert ( Fluglehrer ) und Elke Diekwisch überreicht den obligatorischen Feldstrauß

Maike Langermann hat am Sonntag, dem 06.08., ihre ersten 3 Alleinflüge erfolgreich absolviert. Die Nadel mit der ersten Fliegerschwinge erhielt sie aus den Händen von Fluglehrer Jörg Bachmann. 

Aktuelles von der Jugend

Windenfahrer Adrian Glauner und Alleinflieger Armin Lukas
Ole und Malte Bachmann

Adrian Glauner legte am 14.05.2017 seine Prüfung zum Windenfahrer erfolgreich ab.

Armin Lukas absolvierte ebenfalls am 14.05.2017 seine ersten drei Alleinflüge und erhielt aus den Händen von Ausbildungsleiter Bernd Konitz die 1. Anstecknadel mit einer Schwinge überreicht.

Die Brüder Ole und Malte Bachmann erflogen sich am 27.05.2017 die C - Prüfung. Die Nadel mit der dritten Segelfliegerschwinge erhielten sie aus den Händen ihres Vaters und Fluglehrer Jörg Bachmann.

Meike Wielage hat erfolgreich ihre 3 Überprüfungsstarts mit ihrem Prüfer, Herrn Brennenstuhl, absolviert. Das war der letzte Punkt zum Erwerb der Segelfluglizenz.

Die Flieger des LSV wünschen Meike jetzt viele schöne Flüge über dem Weserbergland und darüberhinaus.