Landesjugenvergleichsfliegen 2013 in Nordholz

Zum Landesjugendvergleichsfliegen schicken die Niedersächsischen Segelflugvereine einen  bis drei  Jugendliche, die zwischen 14 und 21 Jahre alt sind und mindestens ihre C-Prüfung absolviert haben, um am Wettbewerb teilzunehmen zu dürfen. Außerdem kommen noch Helfer und ein Fluglehrer mit. Der Wettbewerb besteht aus drei Wertungsflügen, in denen z.B. Rollübungen (Neigungen um die Querachse), Slips (Seitlicher Sinkflug) und Ziellandungen bewertet werden. Für jeden Fehler werden Punkte addiert und wer am Ende die wenigsten Punkte gemacht hat, gewinnt den Wettbewerb. Dieses Jahr war das Landesjugendvergleichsfliegen vom 30.08 bis zum 01.09.13  in Nordholz/Spike. Im nächsten Jahr wird es wahrscheinlich in Celle sein, aber ein Termin steht noch nicht fest. Der Ablauf ist jedes Jahr der gleiche: Freitag ist Anreise und Einweisung in das Gelände, Samstag ist dann der Wettbewerb und nach dem Flugbetrieb wird  gefeiert, am Sonntagmorgen ist die Siegerehrung. Die ersten drei dürfen dann am Bundesjugendvergleichsfliegen teilnehmen, wo sich die Gewinner der jeweiligen Bundesländer vergleichen.

Bericht: Meike Wielage

Praktische C-Prüfung - Ein Erfahrungsbericht

Am 25.07.13 war es auch für mich soweit. Nachdem der größte Teil des Flugbetriebes beendet war, entschloss sich mein Fluglehrer, dass ich am heutigen Tag noch meine C-Prüfung fliegen solle.

Ich schaute mir noch einmal die Prüfungsaufgaben an und los ging’s. Zur Übung habe ich noch einen Flug gemacht der „außer Wertung war“, um alles noch einmal zu verinnerlichen. Danach kamen dann die drei Flüge der C-Prüfung. Hierbei muss man nach dem Start Kreiswechsel mit wechselnder Querneigung fliegen und im Landeanflug einen „Slip“  machen. Der sogenannte „Slip“ dient dazu, rasch an Höhe zu verlieren, wenn die Landeklappen zur Ziellandung nicht ausreichen sollten. Nach der dritten Landung gratulierte mir mein Fluglehrer zu meinem bestandenen Ausbildungsabschnitt. Bis zu meinem Scheinerhalt zum Steuern eines Segelflugzeuges  fehlen mir nun noch eine Theorieprüfung, der 50 km Alleinflug und die praktische Prüfung mit einem Prüfer. 

Bericht: Hagen Thiemann

Anstecken der Nadel mit den drei Schwingen
Gratulation vom Fluglehrer

Streckenflug: Einmal um die Kontrollzone Hannover

5.5.2013

Als ich mir am Samstag Abend den Wetterbericht für den Folgetag anschaute wusste ich, dass es ein guter Tag werden wird um Überland zu gehen. Es sollte gute Wolkenthermik mit einer von 800 auf 1500 Meter ansteigenden Basis geben.

Am Sonntag Morgen trafen viele Streckenflieger zeitig ein, sodass wir zuerst die Schulflugzeuge an den Start gezogen haben und dann die Hochleistungsflugzeuge mit Wasser tankten, ich habe mich dazu entschieden circa 90 Liter Wasser in den Flächen mitzunehmen. (Durch das mitführen von Wasserballast erhöht sich die Flächenbelastung und damit auch das Eigensinken, jedoch erhöht sich auch die Geschwindigkeit des Besten Gleitens wodurch man einen besseren Durchschnitt über die gesamt Strecke fliegen kann.) 

Nachdem ich das Wasser getankt, das Flugzeug gecheckt und vorbereitet hatte ging es los. Es war geplant zuerst etwa 70 Kilometer nach Westen und dann so weit wie möglich in den Norden zu fliegen, um eine bestmögliche Durchschnittsgeschwindigkeit zu erfliegen. 

Nach dem Start fand ich sofort einen guten Bart ( Aufwind ), der mich auf 1000 Meter brachte. Somit konnte ich Richtung Westen abfliegen, jedoch präsentierte sich das Wetter nicht so gut wie es sein sollte, sodass es teilweise schwierig war oben zubleiben. Als ich noch etwa 20 Kilometer vom ersten Wendepunkt entfernt war, entschloss ich mich schon früher Richtung Norden abzudrehen, da dort das Wetter viel besser aussah. 

Und das Wetter war so gut wie es aussah: Schnell ging es an Nienburg und dem Heidepark in Soltau vorbei bis ich mir schließlich 20 Kilometer vor Lüneburg die Frage stellte, ob ich den gleichen Weg zurückfliege, oder ob ich es probiere, über Hildesheim zurückzufliegen, um die Strecke noch zu erweitern. So entschloss ich mich dazu direkten Südkurs zu fliegen und steuerte auf Hildesheim zu. Alles lief wie am Schnürchen, jedoch wurde das Wetter gegen Nachmittag wieder schwieriger, sodass ich mich in Hildesheim in 450 Metern wiederfand. Jetzt hieß es kämpfen, um noch nach Hause zu kommen. Es dauert eine ganze Weile bis ich mich in schwacher Thermik einige Meter hochkämpfen konnte, damit ich unter eine vielversprechende Wolke fliegen konnte, wo es dann auch mit 2,5 m/s auf 1600 Meter hoch ging. 

Nun konnte ich entspannt einen 60 km Endanflug machen, jedoch habe ich mich entschlossen am Süntel noch ein paar Kreise zu drehen, damit ich noch eine Reserve habe, falls ich noch ein Gebiet stärkeren Fallens durchfliegen sollte. Gegen 18:15 Uhr landete ich nach 6 Stunden und 30 Minuten und einer zurückgelegten Distanz von 420 Kilometern sicher auf unserem Flugplatz in Rinteln. 

Flugaufzeichnung und Statistiken: Bitte HIER klicken

Flugweg um den Luftraum von Hannover herum