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Der LSV Rinteln ist Deutscher Meister 2019

Der LSV Rinteln gratuliert dem LSV Burgdorf zum 2. Platz und der LSG Bayreuth zum 3. Platz!

Der NDR berichtete über den letzten Wertungstag im Sportclub:

Neuer Scheininhaber fliegt künftig über Rinteln

Laurenz Schädel mit Prüfer Broder Holtz kurz vorm Start zu seinen 3 Überprüfungsflügen
Laurenz Schädel (sichtlich erleichtert) und Broder Holtz nach dem 3. Überprüfungsflug

Laurenz Schädel beendet seine Segelflugausbildung

Der Wunsch eines jeden Flugschülers ist, endlich eigenverantwortlich ein Flugzeug, in diesem Fall ein Segelflugzeug, am Himmel zu bewegen. Nachdem Laurenz Schädel die theoretische Prüfung bestanden und anschließend seinen 50-km-Überlandflug erfolgreich absolviert hatte, stand den abschließenden Überprüfungsflügen mit einem Prüfer der Landes -  Luftfahrtbehörde nichts mehr im Wege. Seine Ausbildung zum Segelflugzeugführer hat Laurenz Schädel beim Luftsportverein Rinteln (LSV) gemacht. An jedem freien Wochenende hat er unter Aufsicht von den ehrenamtlichen LSV-Fluglehrern seine Schulflüge unternommen.

Am 25. Oktober 2019 war es dann endlich soweit. Unter der Aufsicht vom Prüfer Broder Holtz (Fluglehrer beim LSV Bückeburg-Weinberg) legte Laurenz Schädel seine drei Überprüfungsflüge mit Erfolg ab. Es gab seitens des Prüfers keine Beanstandungen und somit bekam der Ex-Flugschüler im Anschluss seinen Luftfahrerschein ausgehändigt. Nunmehr darf er eigenverantwortlich starten und die Umgebung von Rinteln und darüberhinaus von oben erkunden.

Der 18-jährige Abiturient beabsichtigt sein Hobby möglichst zum Beruf zu machen. Er hat bereits einige Tests bei der Bundeswehr und der Lufthansa zum Erwerb einer Pilotenlizenz für Motorflugzeuge bzw. Jets durchlaufen. Seine Vereinsmitglieder des LSV Rinteln drücken ihm hierfür die Daumen und allzeit schöne Flüge mit dem Segelflugzeug.

Wenn Sie mehr über dieses tolle Hobby erfahren möchten, so beantworten Ihnen die Vereinsmitglieder auf dem Flugplatz am Wochenende gern Ihre Fragen oder Sie informieren sich unter www.lsv-rinteln.de. 

Die Meisterschale steht jetzt in Rinteln

Empfang im Segelflugmuseum mit Modellflug durch Bernd Vogt und Peter Ocker
Siegerehrung Long-Distance Champion (v.l.n.r. Alexander Müller, Bernd Goretzki, Mathias Schunk)
Siegerehrung Speed Champion (v.l.n.r. Jan Kretschmer, Reinhard Schramme, Michael Möker)
Siegerehrung 1. Segelflug – Bundesliga (v.l.n.r. LSG Bayreuth, LSV Rinteln mit der Meisterschale, LSV Burgdorf)

Am 05. Oktober fand in Poppenhausen, unterhalb der Wasserkuppe / Rhön gelegen, die diesjährige Siegerehrung für die Gewinner der 1. und 2. Segelflug - Bundesliga, der Qualifikationsliga sowie weiterer Wettbewerbe statt. 

Die Segelflieger vom Luftsportverein Rinteln e.V. ( LSV ) krönten in dieser Saison ihre konstanten Leistungen bzw. Flüge mit dem Gewinn der 1. Segelflug - Bundesliga. Der Luftsportverein aus dem Schaumburger Land stieg Ende 2013 in die 2. Segelflug - Bundesliga auf, gewann diese in 2014 und fliegt seit 2015 in der 1. Segelflug - Bundesliga. Die LSV - Piloten belegten in den Folgejahren immer TopTen Plätze und es war nur eine Frage der Zeit, wann sie gewinnen würden. Nähere Informationen gibt es unter www.lsv-rinteln.de. 

Bevor den Rintelner Piloten die Meisterschaftsschale vom OLC Team ausgehändigt wurde, bekam Bernd Goretzki vom LSV die Urkunde als bester OLC Long - Distance Champion Deutschlands ausgehändigt. Hier kommen die 6 längsten Flüge in die Wertung. Goretzki legte hier Strecken zwischen 853 – 918 km im reinen Segelflug zurück, wofür er 6656,21 Punkte erhielt. Auf Platz zwei folgte Mathias Schunk vom SFZ Königsdorf mit 6637 Punkten, gefolgt von Alexander Müller von der LSG Bayreuth mit 6460,57 Punkten. 

Im Anschluss daran wurde der Deutsche Speed – Champion geehrt. In diesem Wettbewerb werden die Schnittgeschwindigkeiten der schnellsten 6 Flüge eines Piloten über ein Zeitfenster von 2 ½ Stunden ermittelt und zu einer Gesamt-Speed zusammengefasst. Reinhard Schramme vom LSV Rinteln, der in den vergangenen Jahren diesen Wettbewerb des öfteren gewonnen hatte, kam dieses Jahr auf den Bronzeplatz. Gewonnen hat den Wettbewerb Jan Kretschmer vom AC Lichtenfels mit 818,16 Punkten, gefolgt von Michael Möker vom LSV Burgdorf mit 810,78 Punkten und Reinhard Schramme mit 798,05 Punkten. Jan Kretschmer legte am 31. August seinen schnellsten Flug über 410 km mit einer  Durchschnittsgeschwindigkeit von 163,99 km/h zurück.

Zum Abschluss wurden die Platzierten der 1. Segelflug – Bundesliga geehrt. Den 3. Platz belegte der Vorjahressieger, die LSG Bayreuth mit 253 Punkten und mit einem Punkt Vorsprung landete der LSV Burgdorf auf dem 2. Platz. Sieger und somit Deutscher Meister 2019 wurden die Piloten vom Luftsportverein Rinteln mit 284 Punkten. Mit diesem Ergebnis wird der LSV Rinteln weltweit auf dem 2. Platz geführt. Diese Tabelle wird mit nur einem Punkt Vorsprung vom Moriarty Soaring Club / USA angeführt. Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft wurde in der Vereinsgeschichte des LSV Rinteln ein neues Kapitel geschrieben. Die Meisterschale wurde den anwesenden Vereinsmitgliedern aus den Händen von Reiner Rose und Gerd - Peter Lauer vom OLC – Team ausgehändigt und verbleibt nun bis zur Siegerehrung 2020 in den Händen des LSV Rinteln.

Erfreulich ist, das mit dem LSV Bückeburg – Weinberg, der zweite im Landkreis Schaumburg beheimatete Segelflugverein, Deutscher Meister in der Qualifikationsliga geworden ist und somit in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga fliegt. Auf diesem Wege herzlichen Glückwunsch dazu vom LSV Rinteln.

Ausbildungserfolge beim Luftsportverein Rinteln

Die stolze Alleinfliegerin mit ihrem Fluglehrer Stephan Beck.
Selin Cikin erhält ihre erste Segelflugschwinge von ihren Fluglehrern Stephan Beck und Norbert Siebert. überreicht.
Armin Lukas bereitet sich auf seine 3 Überprüfungsflüge vor.
Armin Lukas vor dem Start zu seinem 50-km-Überlandflug.

Selin Cikin begann im April mit der Ausbildung

Endlich ohne Fluglehrer fliegen, der Wunsch eines jeden Flugschülers. Am Sonntag, den 25. August, erfüllte sich dieser Traum für die Flugschülerin Selin Cikin aus Hessisch Oldendorf. Sie absolvierte die ersten drei Starts und Landungen mit dem Segelflugzeug ohne Fluglehrer.

Bevor dies erfolgen konnte, waren natürlich viele Schulungsflüge von Selin Cikin zu absolvieren. Man muss sich das in Etwa so vorstellen, als sitzt man in einem Fahrschulauto. Nur das in einem Segelflugzeug der Fluglehrer auf dem hinteren Platz und der Flugschüler auf dem vorderen Platz sitzt. Beide Piloten haben die gleichen Instrumente und Steuerelemente. Zu Beginn der Ausbildung zeigen die ehrenamtlichen Piloten des Luftsportverein Rinteln (LSV) den Flugschülern die Funktionsweise des Segelflugzeuges und die Bedienung der Ruder. Sukzessive werden sie an das Steuern des Flugzeuges herangeführt und übernehmen bei den Flügen mehr und mehr Aufgaben. Fluglehrer Stephan Beck musste bei den Flügen von Selin Cikin nicht mehr eingreifen und meinte, dass sie nunmehr allein fliegen könnte. Bevor dies jedoch geschehen konnte, erfolgte noch ein erforderlicher Überprüfungsflug durch einen zweiten Fluglehrer; an diesem Tag Norbert Siebert. Als auch dieser grünes Licht gab, konnte Selin Cikin am späten Nachmittag zu ihren ersten drei Alleinflügen unter Beobachtung ihres Fluglehrers Stephan Beck starten. Beide Fluglehrer waren mit ihren ersten Alleinflügen äußerst zufrieden. 

Nach der dritten Landung gratulierten alle Fliegerfreunde des LSV der Alleinfliegerin zur bestandenen A – Prüfung und wünschten allzeit schöne Flüge. Jetzt schließen sich für Selin Cikin weitere Ausbildungsschritte und Alleinflüge unter Aufsicht der Fluglehrer an, mit dem Ziel, die zweite und dritte Segelflugschwinge zu erlangen. Mit der Segelflugausbildung hat Selin Cikin erst Anfang April diesen Jahres begonnen und ihr Wunsch ist, eines Tages als Pilotin für eine grosse Fluggesellschaft zu fliegen.

 

Armin Lukas absolvierte Prüfungsflüge

Bereits am 10 August hatte Armin Lukas seine praktischen Überprüfungsflüge mit dem Prüfer Armin Brennenstuhl zu absolvieren. Obwohl an diesem Tag starker Crosswind vorherrschte, hat er seine Flüge mit Bravour gemeistert und darf jetzt eigenverantwortlich zu seinen Flügen starten. Vorausgegangen war natürlich die theoretische Prüfung und der anschließende 50-km-Überlandflug.Sein Flugauftrag für diesen 50-km-Flug besagte, dass er von Rinteln nach Bohmte fliegen sollte. Da die Bedingungen aber so gut waren, landete er nicht im Bohmte sondern flog die Strecke auf „ Umwegen „ wieder zurück und hat aus den 50-km einen 200-km-Flug gemacht. Auch ihm wünschen die Fliegerkameraden des LSV allzeit gute Flüge.

Mit der Ausbildung kann Frau / Mann schon mit dem 14. Lebensjahr beginnen und den Luftfahrerschein mit dem 16. Lebensjahr erwerben. Während der Segelflugsaison von April bis Oktober werden die fliegerischen Fertigkeiten erlernt. Im Winter erfolgt dann die theoretische Ausbildung durch die ehrenamtlichen Fluglehrer des LSV Rinteln. Die Ausbildung schließt mit dem Luftfahrerschein ab.

Wenn Sie mehr über dieses wunderschöne Hobby erfahren möchten, so beantworten Ihnen die Vereinsmitglieder auf dem Flugplatz am Wochenende gern Ihre Fragen oder Sie informieren sich unter www.lsv-rinteln.de

Deutsche Segelflug-Meisterschaft 2019: Rintelner Piloten unter den Teilnehmern

Vom 08. - 19. Juli 2019 finden die Deutschen Segelflug – Meisterschaften in der Offenen - und Doppelsitzerklasse am Verkehrslandeplatz Stendal – Borstel statt.  Da in 2020 an diesem Flugplatz die Weltmeisterschaft ausgerichtet wird, findet parallel hierzu in der 18-M-Klasse ein Trainingswettbewerb statt. Hier wird den internationalen Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, den Austragungsort und das Wettbewerbsgebiet kennenzulernen.  

Vom Luftsportverein Rinteln starten Stephan Beck und Reinhard Schramme mit Sohn Daniel als Co-Pilot in der Offenen Klasse. In der Doppelsitzerklasse startet Ulrich Gmelin mit seiner Ehefrau, Christine Grote, als Co-Pilotin. Die Rintelner Piloten hatten sich in 2018 über entsprechende Qualifikationwettbewerbe für diese Meisterschaft ihre Startplätze gesichert.

Die Rintelner Luftsportler wünschen ihren Vereinskameraden erfolgreiche Flüge und das Quentchen Glück für das Auffinden der notwendigen Thermik. Unter www.segelflug-dm.de kann man die Flüge und gestellten Tagesaufgaben verfolgen.

Traum vom Fliegen verwirklicht!

Der Prüfer Broder Holtz aus Bückeburg nimmt auf dem hinteren Sitz Platz.
Die stolzen Scheininhaber Malte und Ole Bachmann.

Ole und Malte Bachmann bestehen die praktische Flugprüfung

Vergangenes Wochenende gab es auf dem Flugplatz Rinteln wieder einen schönen Grund zum Feiern: Zwei 17-Jährige haben ihr lang ersehntes Ziel erreicht und ihre Segelflugausbildung mit der praktischen Prüfung auf den Weserwiesen abgeschlossen!

Seitdem die Zwillingsbrüder Ole und Malte Bachmann im Mai 2016 mit der Schulung begannen, hatten beide diesen einen Tag schon vor Augen! Der wichtigste Schritt dahin war der erste Alleinflug. Nach vielen weiteren Übungsflügen in den vergangenen Jahren und unermüdlichem Büffeln, Funksprechlehrgang und internen Überprüfungen folgten schließlich die Theorieprüfung und der obligatorische Navigationsflug zu einem fremden Platz. Alle Voraussetzungen für die praktische Prüfung waren somit erfüllt. 

Pfingstsonntag um 16:30 Uhr war mit der behördlichen Überprüfung der wirklich abschließende Teil Ihrer dreijährigen Ausbildung zum Privat-Luftfahrzeugführer geplant. Das entspricht der praktischen Überprüfung zum Führerschein.

Malte Bachmann: „Ich habe ein paar Tage gebraucht, um zu verstehen, warum sich die Segelflugprüfung ganz anders anfühlt als meine leichte Führerscheinprüfung, die ich innerhalb von sechs Wochen bestanden habe. In diesen Tagen habe ich daran gedacht, wie alles angefangen hat, hier auf dem Verkehrslandeplatz im Südwesten der Stadt Rinteln gelegen. Und wie müde ich damals nach dem Flugbetrieb immer war. Schon nach kurzen Flügen von fünf Minuten war ich vollkommen ausgelaugt, weil das Erlernen der Bewegung im dreidimensionalen Raum, die Koordination von Quer-, Seiten- und Höhenruder gerade am Anfang wirklich fordert.“

Sein Bruder Ole Bachmann ergänzt: „Unsere ehrenamtlichen Fluglehrer bringen uns mit jedem Flug was Neues bei und jeder Flug ist durch das Wetter anders. Im Winter haben wir ergänzend die Theorie unterrichtet bekommen. Besonders großen Dank natürlich an unsere Fluglehrer, ohne die diese Professionalität gar nicht möglich wäre. Alles zusammen und mehrere tausend Fragen später zeigt man zunächst sein theoretisches Wissen, dann sein Praktisches und dieser Tag war nun heute für uns.“

Herr Broder Holtz aus Bückeburg war als Prüfer seitens der Landesluftfahrtbehörde in Oldenburg bestellt. Nach einem Vorgespräch über die zu erwartenden Prüfungsbestandteile und über den Ablauf der Prüfung wird die ASK-21, ein Schuldoppelsitzer der Firma Schleicher, wie jeden Tag gründlich gecheckt. 

Meike Wielage, Andreas Hoppe und Matthias Meier helfen als Bodencrew und Besatzung der Schleppmaschine.

Der Check vor dem Start: "Ich bin fest angeschnallt, die Haube ist geschlossen und verriegelt, die Bremsklappen sind eingefahren und verriegelt, der Höhenmesser ist eingestellt, die Trimmung ist für den Flugzeug-Schlepp eingestellt, die Ruder sind frei, die Startstrecke ist frei, der Wind kommt aus Ost, das Funkgerät auf Platzfrequenz in einer angenehmen Lautstärke gerastet“, (und Vieles mehr) ist aus dem Cockpit zu hören. Das 50 Meter lange Verbindungsseil wird eingeklinkt und dann geht es auch schon los. Der Schleppzug setzt sich in Bewegung, beide Flugzeuge heben ab.

Alle am Boden Wartenden beobachten die Flüge und gespanntes Warten bis zum erhofften >>Shake-hands<< des Prüfers Herrn Holtz. Nach insgesamt vier Starts waren die zwei Prüfungen erfolgreich abgenommen. Verbesserungsvorschläge für die Ausbildung zum Privat-Luftfahrzeugführer gab es für den Luftsportverein Rinteln keine. Herr Holtz stellte fest, dass Beide fliegen, wie es sich gehört -  „1A“ war das Gesamtergebnis, besser geht es nicht, dann gab es das erhoffte Händeschütteln. 

 Malte: „Auf einmal gratuliert mir der Prüfer, kurz darauf gratulieren mir meine   Fliegerkameraden, ich nehme die Glückwünsche entgegen, aber ich kann es noch nicht ganz begreifen. Ich habe die praktische Segelflugprüfung bestanden. Ich bin Pilot? Ich bin Pilot!“

Ole: „Gefühl braucht Erfahrung. Ich erinnere mich daran, wie schwer es mir anfangs fiel, im Landeanflug den richtigen Moment für das Abfangen, das sanfte Ausschweben des Flugzeugs zu finden. Wie ich abends im Bett lag und mir Strategien überlegte, mit denen es klappen könnte. Bis ich irgendwann merkte, dass das Gefühl für den richtigen Moment einfach mit der Zeit, mit der Erfahrung kommt. Gefühl braucht Erfahrung. Diese kostbare Erfahrung haben wir während wunderbarer Flüge mit unseren Fluglehrern gemeinsam,  später dann auch in Alleinflügen unter Aufsicht des Fluglehrers sammeln dürfen. Nun dürfen wir ohne Aufsicht fliegen und Passagiere mitnehmen.“

Malte: „Auch ich denke an diese Dinge, weil all das, was man in der Ausbildung erlernt, in der Prüfung abgefragt wird. Die Segelflugprüfung ist wie ein Ausbildungszeitraffer. Zwei Flüge, in denen Ruck-Zuck die wichtigsten Fähigkeiten abverlangt werden.“

Ole: „Entweder man kann es oder man kann es nicht! Ein Flugzeug in Perfektion zu bedienen ist eindeutig. Fluglehrer und Prüfer merken das ohnehin sofort!

Malte: „Natürlich war ich auch aufgeregt. Schon alleine deshalb, weil mir mehrere Vereinskameraden gut zugeredet hatten, dass im Luftsportverein Rinteln noch kein Kandidat durch die Prüfung gefallen ist. Was, wenn jetzt ausgerechnet bei mir diese Serie reißen würde? Mit dem Handschlag vom Prüfer hatte ich es geschafft, mein Gefühl war aber auch während der Prüfung gut, der Flug und die Gespräche vorher und hinterher angenehm!“

Es gibt übrigens noch einen Unterschied zwischen der Fahrprüfung und der Segelflugprüfung. Nach der Fahrprüfung bekommt man den "Lappen" sofort in die Hand gedrückt und kann losfahren. Der Segelflugschein muss erst von der Landesluftfahrtbehörde ausgestellt und gesiegelt werden und währenddessen sind die ehemaligen Flugschüler weder Scheininhaber noch Schüler, „staatenlos“ heißt es in Rinteln auf dem Flugplatz in gemütlicher Runde und bei herrlichem Wetter. 

Nun geht ein weiterer schöner Fliegertag auf der vereinseigenen Terrasse zu Ende. Herzlichen Glückwunsch und viele erlebnisreiche Segelflüge im Weserbergland und darüber hinaus wünschen den beiden neuen Scheininhabern die Fliegerkameraden des Luftsportvereins Rinteln!

Ostern startet die Segelflug-Bundesliga

Letzte Arbeiten vorm Saisonstart
Kontrolle am Nimbus 4, der im letzten Jahr nicht einsatzbereit war und diese Saison wieder Punkte einfliegen soll. (v.li.n.re. Malte Bachmann, Willi Wielage mit Tochter Meike)

Rintelner Segelflieger starten in ihre 6. Saison

Die Segelflieger des Luftsportverein Rinteln starten Ostern ( 20./21.04.) zu ihrer 6. Saison in der 1. Segelflug - Bundesliga. Nachdem sie in den vergangenen Jahren immer einen Top -Ten - Platz erreichen konnten, zählen sie auch in diesem Jahr wieder zu dem engeren Favoritenkreis. An insgesamt 19 Wochenenden finden Wertungsflüge statt, bevor dann am 24./25. August die Meisterschaft entschieden ist. Ferner stehen dann auch die sieben Auf - und Absteiger der 1. und 2. Segelflug - Bundesliga fest.

Aus Niedersachsen sind mit dem LSV Gifhorn und der LSG Fallersleben zwei Vereine aus der 2. Segelflug - Bundesliga aufgestiegen und kämpfen jetzt mit dem AC Braunschweig, den FV Celle, dem LSV Burgdorf und dem LSV Rinteln um die Meisterschaft 2019. Mit dem LSV Oldenburg - Bad Zwischenahn musste leider ein niedersächsischer Verein den Gang in die 2. Bundesliga antreten. 

Die 1. und 2. Segelflug - Bundesliga umfasst jeweils 30 Vereine, die um den Meistertitel fliegen. Jeweils 7 Mannschaften steigen ab bzw. aus der 2. Liga in die 1. Liga auf. Alle anderen Vereine fliegen in den 16 Landesligen.

Die Meisterschaft werden sicherlich wieder die Vereine aus dem Süden der Republik unter sich ausmachen, so vermutet der LSV - Pressewart Dieter Vogt. Im Süden herrschen halt einfach bessere Wetterverhältnisse vor als hier im Norden; das haben die Ergebnisse der letzten Jahre gezeigt. Die LSV Piloten gehen aber gut vorbereitet in die neue Saison. Die Segelflugzeuge und deren Technik sind in den Wintermonaten durchgecheckt und aktualisiert worden. Auch die Piloten haben sich durch Fitnesstraining auf die bevorstehenden langen Flüge intensiv vorbereitet. Bei allem Ehrgeiz steht aber die Sicherheit an oberster Stelle, so der erste Vorsitzende Karsten Fahrenkamp. Wir wollen die Saison unfallfrei beenden und keine erhöhten Risiken eingehen.

Informationen zu der Segelflug - Bundesliga und über die Flüge der Rintelner Leistungspiloten erhält man auf der Homepage des LSV Rinteln www.lsv-rinteln.de unter Wettbewerbe / 1. Bundesliga.

Jahreshauptversammlung beim Luftsportverein Rinteln e.V.

Ehrung Sieghard Kretzer für 60 - jährige Vereinszugehörigkeit, v.l.n.r. Karsten Fahrenkamp und Sieghard Kretzer
Ehrung Karsten Fahrenkamp für 40 - Jahre LSV Rinteln, v.l.n.r. Karsten Fahrenkamp und Dieter Vogt
Der wiedergewählte LSV Vorstand, v.l.n.r. Wilhelm Wielage, Karsten Fahrenkamp und Dieter Vogt

Zu Beginn der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Luftsportvereins Rinteln e.V. (LSV) standen einige Vereinsmitglieder zur Ehrung an.

Bevor aber die Ehrungen erfolgten, gedachte man dem langjährigen Vereinsmitglied Hans Georg Seidel, der im letzten Jahr verstorben war, mit einer Schweigeminute.

In Abwesenheit wurde Heiko Bredemeier für seine 25 - jährige Vereinszugehörigkeit mit der Vereinsnadel geehrt. Sieghard Kretzer bekam vom 1. Vorsitzenden für seine 60 - jährige Mitgliedschaft im LSV ein Präsent überreicht. Durch den 2. Vorsitzenden Dieter Vogt erhielt Karsten Fahrenkamp für seine 40 - jährige Vereinszugehörigkeit neben der Vereinsnadel auch eine Urkunde des Landesverband Niedersachsen überreicht.

Karsten Fahrenkamp als 1. Vorsitzender sprach die vielen durchgeführten Arbeiten an den Gebäuden, Flugzeugen und Fahrzeugen an, die von den Vereinsmitgliedern ehrenamtlich ausgeführt worden sind. Er berichtete über die erfolgreiche Anschaffung des gebrauchten doppelsitzigen Segelflugzeugs vom Typ DuoDiscus XLT. Die mit einem Klapptriebwerk ( Heimkehrhilfe ) ausgerüstete Maschine ist von den Vereinsmitgliedern hervorragend angenommen worden und war neben dem Schulungsdoppelsitzer ASK 21 das mit am meisten genutzte Segelflugzeug im Verein. Darüberhinaus hat sich auch die Anschaffung eines neuen Schleppmotors für die Winde als richtig erwiesen. Die Segelflugzeuge werden jetzt noch sicherer und kraftvoller an den Himmel geschleppt.

Besonders stolz ist der Verein auf seine Leistungsflieger, die die Saison 2018 in der 1. Segelflug - Bundesliga mit dem 6. Platz abgeschlossen haben. Außerdem haben sich zwei Piloten des LSV für die Deutsche Meisterschaft in Stendal / Borstel qualifiziert. Aber auch von einer recht aktiven Schülergruppe wusste der Ausbildungsleiter Bernd Konitz zu berichten, die von neun Fluglehrern ehrenamtlich ausgebildet werden. In den Wintermonaten wurde wieder ein Theorieunterricht durchgeführt.

Von einer erfolgreichen und unfallfreien Flugsaison 2018 sowie einer guten Nutzung der Flugzeuge wusste der 2. Vorsitzende Dieter Vogt zu berichten. Die Jahresnachprüfung der Segelflugzeuge hat ohne Beanstandungen stattgefunden und alle Flugzeuge sind wieder einsatzbereit ebenso wie die Winde.

Anschließend gab Dieter Vogt die Sieger der Flugsaison 2018 bekannt :

Schlepppilot des Jahres : Karsten Fahrenkamp mit 160 Schlepps

Windenfahrer des Jahres : Adrian Glauner mit 101 Schlepps

Streckenflieger des Jahres : Carsten Kopsieker über 754 KM.

Schatzmeister Wilhelm Wielage gab der Versammlung Auskunft über die finanzielle Situation des Vereins. Die Kassenprüfer bescheinigten dem Vorstand, dass sie mit den Vereinsgeldern umsichtig umgehen und sich an den aufgestellten Haushaltsplan gehalten haben. Der Verein steht finanziell auf einem gesicherten Fundament.

Aus der Versammlung wurde der bestehende Vorstand mit Karsten Fahrenkamp als 1. Vorsitzenden, Dieter Vogt als 2. Vorsitzenden und Wilhelm Wielage als Schatzmeister einstimmig wiedergewählt.

Für 2019 wünscht der 1. Vorsitzende Karsten Fahrenkamp den Anwesenden eine fliegerisch erfolgreiche und unfallfreie Saison. Den Leistungsfliegern für die 6. Saison in der 1. Segelflug – Bundesliga, die am Wochenende 21./22.04.2019 startet, erfolgreiche Überlandflüge und wies auf die Ende März stattfindende Sicherheitsbelehrung für alle Piloten hin.

Wenn Sie Interesse an unserem Hobby haben und mit der Ausbildung beginnen möchten, so besuchen Sie uns doch einmal auf unserer Homepage www.lsv-rinteln.de oder kommen einfach am Wochenende auf den Flugplatz und sprechen uns an. Die Ausbildung erfolgt durch ehrenamtliche Fluglehrer und kann ab dem 14.Lebensjahr begonnen werden.

 

 

Flugzeuge des LSV Rinteln wieder einsatzbereit

Mathias Ahrens, Thomas Koch und Thomas Seipp beim Prüfen eines Fallschirmes
Mathias Ahrens prüft Bahn für Bahn eines jeden Fallschirmes auf Festigkeit
Die Prüferin Marianne Hagemann überprüft den "Astir". Im Hintergrund warten die weiteren zu prüfenden Segelflugzeuge
Malte Bachmann und Laurenz Schädel schrauben neue Zündkerzen beim Motorsegler ein

Sicherheit steht an ersten Stelle bei den Fliegern

Dem Luftsportverein Rinteln e.V. (LSV) bescheinigte die zuständige Prüferin, Frau Marianne Hagemann, dass sich die Flugzeuge des Vereins technisch und optisch in einem Top-Zustand befinden.

Vorausgegangen war Mitte Februar die Jahresnachprüfung sämtlicher Segelflugzeuge. Frau Hagemann überprüfte z.B. alle Steuerelemente auf Gängigkeit, führte eine Sichtprüfung auf Risse in der Flugzeughaut durch und kontrollierte auch die Lebenslaufakten von jedem Flugzeug auf Vollständigkeit.

Erst als all diese Punkte abgearbeitet und zufriedenstellend waren, stellte die Prüferin die Nachprüfscheine für jedes Flugzeug aus. Erst wenn dies erfolgt ist, darf ein Segelflugzeug wieder starten.

Von den Vereinsmitgliedern wurden die Wartungsarbeiten und kleinere Reparaturen unter Federführung der Werkstattleiter in den Wintermonaten durchgeführt. 
Auch bei den Fallschirmpackern des LSV hatte sich der Prüfer, Herr Mathias Ahrens, Anfang Februar angemeldet, um die Fallschirme zu überprüfen. Man muss wissen, dass jeder Segelflieger bei seinen Flügen einen Fallschirm zu seiner eigenen Sicherheit trägt. Es gab keine Beanstandungen an den Packungen der Fallschirme und deren Beschaffenheit.  

Bevor die Rintelner Segelflieger in die neue Saison starten dürfen, müssen sie noch an der obligatorischen Flugbetriebsbesprechung teilnehmen. Hier wird u.a. auf die Sicherheit beim Fliegen, das richtige Einschätzen des eigenen Leistungsvermögens, das Verhalten und Bewegen auf dem Flugplatz usw. hingewiesen. Beim Fliegen steht die Sicherheit an oberster Stelle. 

Für die Leistungsflieger des LSV beginnt Ende April die 6. Saison in der 1. Segelflug-Bundesliga, wo sie anstreben, den letztjährigen 6. Platz noch zu toppen. Darüberhinaus nehmen im Mai einige Piloten an dem Hahnweide–Wettbewerb in Kirchheim unter Teck teil und im Juli starten 2 LSV–Piloten bei der Deutschen Meisterschaft in Stendal–Borstel.   

Besonders die Flugschüler des Luftsportvereins aber auch alle anderen Piloten warten jetzt auf gutes Wetter und starke Aufwinde, damit es endlich wieder in die Luft gehen kann.

Wer selbst einmal fliegen möchte, der LSV bietet Interessierten Schnupperkurse an oder wer einmal einen Rundflug über das Weserbergland machen möchte, findet weitere Informationen auf der Homepage www.lsv-rinteln.de oder spricht die Piloten am Wochenende auf dem Flugplatz (Telefon 05751 – 2002) an.

Pilotenausbildung über Rinteln

Fliegen ist ein uralter Menschheitstraum. In der griechischen Sagenwelt flog Ikarus mit einer Flügelkonstruktion aus Federn und Wachs gen Himmel. Doch er kam der Sonne zu nah, das Wachs schmolz und er stürzte ins Meer.

Seither wurde mit viel Erfindungs- und Abenteuergeist versucht, es besser zu machen. Die heutigen Segelflugzeuge können 1000 km und mehr nur mit Hilfe der Natur fliegen.

Fragen an Bernd Konitz, den Ausbildungsleiter im Luftsportverein Rinteln e.V.:

  • Was ist eigentlich das Faszinierende am Segelfliegen?

    Die Welt von oben zu erleben und unter Ausnutzung der Sonnen- und Windenergie weite Strecken ohne Motor zurück legen zu können - einfach das Gefühl von Freiheit zu genießen – das ist das Faszinierende am Segelfliegen. Auch Technik- und Naturbegeisterte werden vom Segelfliegen fasziniert sein.


  • Gibt es Altersgrenzen?

    Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene können Segelflieger werden, sofern es der Fliegerarzt erlaubt. Der Luftfahrerschein wird allerdings erst am 16. Geburtstag ausgehändigt, auch wenn die Prüfung schon vorher abgelegt wurde.


  • Gibt es einen Flugführerschein?

    Ja, nur heißt er Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer. Man bekommt ihn nach einer gründlichen praktischen und theoretischen Ausbildung, die sich in mehrere Abschnitte gliedert.

    Der Luftsportverein Rinteln e.V. (LSV) hat 8 ehrenamtliche Fluglehrer, die von April bis Oktober an den Wochenenden und Feiertagen für die Ausbildung zur Verfügung stehen.

    In den Wintermonaten findet ein Theorieunterricht für die Flugschüler statt.

    Die A- Prüfung beendet den ersten Ausbildungsabschnitt mit drei Flügen ohne Fluglehrer. Bei der B- und der C- Prüfung sind weitere fliegerische Fähigkeiten nachzuweisen. Erst dann steht die staatliche Luftfahrerscheinprüfung an, die die Ausbildung abschließt.


  • Brauche ich ein eigenes Segelflugzeug?

    Nein! Als Mitglied in einem Verein nutzt man die vereinseigenen Segelflugzeuge. Der LSV Rinteln verfügt über fünf Segelflugzeuge.


  • Welche Kosten fallen für die Ausbildung an?

    Grob über den Daumen werden sich die Kosten für die Ausbildung auf ca. 1.500 bis 2.000 Euro belaufen, allerdings verteilen sich diese je nach Engagement auf einen Zeitraum von ca. 2 – 3 Jahren.


  • Wann kann ich mit der Ausbildung anfangen?

    Mit der Ausbildung zum Segelflieger kann jederzeit begonnen werden. Am Sinnvollsten ist es zum Beginn einer Flugsaison.

    Wir bieten für Interessierte auch Schnupperkurse an, bei denen mit einem erfahrenen Fluglehrer erste Flugeindrücke gesammelt werden können.

    Um Segelflieger zu werden, ist es nie zu spät - Voraussetzung ist das O.K. vom Fliegerarzt. Weitere Informationen bekommt man auf der Homepage des LSV Rinteln e.V. (www.lsv-rinteln.de) oder kommt am Wochenende auf den Flugplatz und spricht uns einfach an.

    Das Interview mit Bernd Konitz führte Dieter Vogt ( Pressewart LSV ).

Ausbildungsleiter Bernd Konitz
So strahlt man nach den ersten 3 Alleinflügen. Adrian Glauner zwischen seinen 2 Fluglehrern Norbert Siebert (li.) und Karl-Heinz Pfeiffer (re.).