News-Archiv: 2019 2018 2017 2016  2015  2014  2013

Rintelner Segelflieger dürfen wieder fliegen

Der DuoDiscus startet zu einem Flug über Rinteln
v.li.n.re. Laurenz Schädel und Norbert Siebert vor dem Start zu einem Überprüfungsflug mit dem geforderten Mundschutz
Laurenz Schädel desinfiziert das doppelsitzige Segelflugzeug

Ende Mai startet die Segelflug - Bundesliga

Das Warten hat beim Luftsportverein Rinteln endlich ein Ende. Seit Mitte Mai dürfen sie wieder mit ihren Segelflugzeugen in die Lüfte aufsteigen. Es sind allerdings einige Auflagen zu beachten, wie z.b. das doppelsitzige Flüge nur mit Mundschutz bei einer maximalen Flugzeit von 15 Minuten durchgeführt werden dürfen. Auch ist auf den Abstand von 2 Metern zu achten und eine Anwesenheitsliste zu führen. Im LSV ist man auch sehr froh darüber, so der Ausbildungsleiter Norbert Siebert, dass die Ausbildung der Flugschüler wieder aufgenommen werden darf.

Die Leistungspiloten des LSV starten verspätet Ende Mai in ihre 7. Saison in der 1. Segelflug-Bundesliga. Ursprünglich wäre der Beginn am 3. Wochenende im April gewesen. Nachdem der LSV Rinteln im vergangenen Jahr diese Liga mit dem Deutschen Meistertitel krönen konnten, heisst es nun: "Auf zur Titelverteidigung". An insgesamt 13 Wochenenden finden Wertungsflüge statt, bevor dann am 22./23. August die Meisterschaft entschieden ist. Ferner stehen dann auch die sieben Auf- und Absteiger der 1. und 2. Segelflug-Bundesliga fest.

Es fliegen mit dem LSV Burgdorf, LSV Gifhorn, AC Braunschweig, den FV Celle und dem LSV Rinteln Vereine aus Niedersachsen um die Meisterschaft 2020 in der 1. Segelflug-Bundesliga. 

Die 1. und 2. Segelflug-Bundesliga umfasst jeweils 30 Vereine, die um den Meistertitel fliegen. Jeweils 7 Mannschaften steigen ab bzw. aus der 2. Liga in die 1. Liga auf. Alle anderen Vereine fliegen in den 16 Landesligen.

In der Meisterschaft wird der Verein erfolgreich sein, der jedes fliegbare Wochenende nutzen wird und sei das Wetterfenster noch so klein, so vermutet der LSV- Pressewart Dieter Vogt. Die letzten Jahren haben gezeigt, dass die Entscheidungen häufig hauchdünn ausgefallen waren und es auf jeden Flug ankommt. Die LSV-Piloten gehen aber gut vorbereitet in die neue Saison. Die Segelflugzeuge und deren Technik sind in den Wintermonaten durchgecheckt und aktualisiert worden. Auch die Piloten haben sich durch Fitnesstraining auf die bevorstehenden langen Flüge intensiv vorbereitet. Bei allem Ehrgeiz steht aber die Sicherheit an oberster Stelle, so der erste Vorsitzende Stephan Beck. Wir wollen die Saison unfallfrei beenden und keine erhöhten Risiken eingehen.

Informationen zu der Segelflug - Bundesliga und über die Flüge der Rintelner Leistungspiloten erhält man auf der Homepage des LSV Rinteln www.lsv-rinteln.de unter "Wettbewerbe / 1. Bundesliga".

Gaststätte "Cumulus" am Flugplatz wieder geöffnet

Nachdem im letzten Jahr die Gaststätte am Verkehrslandeplatz der Stadt Rinteln geschlossen war, freut sich der Luftsportverein Rinteln e.V. umso mehr, dass man mit den Eheleuten Marita und Axel Fahrenkamp neue Pächter gefunden hat.

Mitte Mai öffnen sie die Gaststätte "Cumulus" (nach einer Wolkenform benannt) in der Zeit von 1000 Uhr bis 1900 Uhr. Jedes Wochenende und Feiertags ist die Gaststätte selbstverständlich öffentlich und für Jedermann zugänglich. Auf Grund der Corona - Pandemie ist jedoch eine telefonische Reservierung unter 0171 - 7913439 zwingend erforderlich. Angeboten werden kühle und warme Getränke, Torten und Kuchenvariationen, Eis und kleinere Speisen aber auch Essen a la carte. Vorab kann man sich die Speisekarte auf der Homepage www.lsv-rinteln.de / Gaststätte schon einmal ansehen. Einigen Rintelnern sind die neuen Pächter aus einer anderen Lokalität in Rinteln bereits bestens bekannt und schätzen die hervorragenden Kochkünste. Während man sich von den Eheleuten Fahrenkamp verwöhnen lässt, kann man den Rintelnern Segelfliegern von der Terrasse aus beim Starten und Landen zusehen. 

Die Vereinswirte stehen für andere Feierlichkeiten auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten zur Verfügung und freuen sich ebenso wie der Luftsportverein Rinteln auf Ihre Besucher und Kundschaft. Für mehr Informationen erreichen Sie die Pächter unter der Tel.Nr. 0171 - 7913439.

Titelverteidigung vorerst verschoben

Corona zwingt Rintelner Segelflieger am Boden zu bleiben

Eigentlich hätte am 3. April - Wochenende mit der 1. Wettbewerbsrunde die Segelflug-Bundesliga-Saison 2020 starten sollen. Aber auf Grund der Coronarepedemie ist der Beginn auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden. Nicht nur die Leistungspiloten des amtierenden Deutschen Meisters, der Luftsportverein Rinteln, dürfen zur Zeit nicht fliegen. Im gesamten Bundesgebiet ruhen derweil die Flugaktivitäten. Diverse Flugveranstaltungen, wie z.B. die Weltmeisterschaft in Stendal-Borstel, sind bereits abgesagt und in das kommende Jahr verlegt worden. Wann der Saisonstart der 1.-,2.- und der Qualiliga der Segelflug-Bundesliga erfolgen wird, steht noch nicht genau fest und wird kurzfristig bekanntgegeben.

Die Vereinsaktivitäten beim Luftsportverein Rinteln, unter anderem auch die Segelflugausbildung, ruhen derzeit komplett. Ab April sollte endlich auch wieder die Vereinsgaststätte "Cumulus" mit neuen Pächtern ihren Betrieb aufnehmen, auch dies muss vorerst verschoben werden.

Einige Piloten haben ihre eigenen Segelflugzeuge mit nach Hause genommen, um noch einige "Tuningmaßnahmen" vorzunehmen für die hoffentlich bald startende Flugsaison. Die LSV-Mitglieder hoffen, dass der Virus bald besiegt werden kann und anschließend alle Sportler wieder ihrem Hobby nachgehen können .

Jahreshauptversammlung beim LSV Rinteln e.V.

- Führungswechsel beim Luftsportverein Rinteln e.V.: Stephan Beck neuer 1. Vorsitzender -
- Flugzeuge wieder startklar -

Bevor die Neuwahlen beim Luftsportverein Rinteln e.V. (LSV)  anstanden, hatte der bestehende Vorstand noch seinen Rechenschaftsbericht abzuliefern.

Karsten Fahrenkamp als 1. Vorsitzender sprach die vielen ehrenamtlich durchgeführten Arbeiten von den Vereinsmitgliedern an den Gebäuden, Flugzeugen und Fahrzeugen an. Darüberhinaus auch von den gut besuchten Veranstaltungen im Rahmen des Winterprogramms sowie dem FlyInn von selbstgebauten Flugzeugen und Oldtimern im September 2019. In diesem Jahr ist diese Veranstaltung wieder für den September geplant. Bereits für April steht ein FlyInn von Flugzeugen vom Typ "Stark Turbulent" aus Anlass des 100 jährigen Geburtstag vom Erbauer und Konstrukteur Wilhelm Stark, der sein Kommen zugesagt hat, auf dem Programm. 

Besonders stolz ist der Verein auf seine Leistungsflieger, die die Saison 2019 in der 1. Segelflug-Bundesliga mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft abgeschlossen haben. Sie haben damit ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte des LSV geschrieben. Aber auch von einer recht aktiven Schülergruppe wusste der Ausbildungsleiter Bernd Konitz zu berichten, die von zehn Fluglehrern ehrenamtlich und engagiert ausgebildet werden. Im letzten Jahr haben vier Schüler ihre Ausbildung mit dem Erwerb des Luftfahrerscheines abgeschlossen, ein Schüler hat seinen ersten Alleinflug gemacht und zwei Schüler haben ausserdem die Prüfung für das Führen eines Motorsegler erfolgreich abgelegt. 

Der 2. Vorsitzende Dieter Vogt berichtete von einer erfolgreichen und unfallfreien Flugsaison in 2019 und von einer guten Ausnutzung der Segelflugzeuge, allen voran die Einsitzer. Der Discus hat im Rahmen der Winterarbeit neue Instrumente erhalten und das Instrumentenbrett ist neu gestaltet worden. Das Schleppflugzeug bekommt derzeit eine neue Haube und die Sitze erhalten eine neue Polsterung. Rechtzeitig zum Beginn der Flugsaison soll sie wieder zur Verfügung stehen. Die Jahresnachprüfung der Segelflugzeuge ist ohne Beanstandungen erfolgt und alle Flugzeuge sind wieder einsatzbereit ebenso wie die Winde.  

Dieter Vogt gratulierte folgenden Siegern der Flugsaison 2019 :

  • Schlepppilot des Jahres     : Karsten Fahrenkamp mit 160 Schlepps
  • Windenfahrer des Jahres   : Mathias Meier mit 115 Schlepps
  • Streckenflieger des Jahres : Reinhard Schramme mit Co-Pilot Willi Schneider über 806 km

Schatzmeister Wilhelm Wielage gab der Versammlung Auskunft über die finanzielle Situation des Vereins. Die Kassenprüfer bescheinigten dem Vorstand, dass sie mit den Vereinsgeldern umsichtig umgehen und sich an den aufgestellten Haushaltsplan gehalten haben. Der Verein steht finanziell auf einem gesicherten Fundament.  

Da Karsten Fahrenkamp für eine Wiederwahl als 1. Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung stand, wurde als Nachfolger Stephan Beck aus der Versammlung vorgeschlagen. Die Wahl von Stephan Beck erfolgte einstimmig. Die weiteren Vorstandsmitglieder, Dieter Vogt als 2. Vorsitzender und Wilhelm Wielage als Schatzmeister, wurden einstimmig wiedergewählt. 

Norbert Siebert löst Bernd Konitz als Ausbildungsleiter ab und Laurenz Schädel ist neuer Jugendleiter.

Für 2020 wünscht der neue 1. Vorsitzende Stephan Beck den Anwesenden eine fliegerisch erfolgreiche und unfallfreie Saison. Den Leistungsfliegern für die 7. Saison  in der 1. Segelflug-Bundesliga, die am Wochenende 18./19.04.2019 startet, mit einem Augenzwinkern eine erfolgreiche Titelverteidigung und wies auf die Ende März stattfindende Sicherheitsbelehrung für alle Piloten hin.

Wenn Sie Interesse an unserem Hobby haben und mit der Ausbildung beginnen möchten, so besuchen Sie uns doch einmal auf unserer Homepage www.lsv-rinteln.de oder kommen einfach am Wochenende auf den Flugplatz und sprechen uns an. Die Ausbildung erfolgt durch ehrenamtliche und engagierte Fluglehrer und kann ab dem 14.Lebensjahr begonnen werden. 

Winterschlaf beim Luftsportverein Rinteln?

Der sich in den Flächen befindliche Wassertank wird auf Dichtigkeit kontrolliert.
Christoph Bäßler erneuert den Instrumentenpilz beim Discus.
Auffrischungskurs in Erster Hilfe unter der Leitung von Herrn Jochen van Loh, rechts im Bild knieend.

Auf keinen Fall, so der technische Leiter des Luftsportverein Rinteln e.V. (LSV) auf Nachfrage. Am 22. Februar wurden alle Segelflugzeuge zur Jahresnachprüfung der zuständigen Prüferin, Frau Marianne Hagemann, vorgestellt. Die zum Flugbetrieb erforderlichen Fahrzeuge wie z.B. der Lepo, der Startwagen und die Startwinde wurden ebenfalls überprüft. Sie bescheinigte dem LSV, dass sich alle Flugzeuge und Fahrzeuge in einem technischen und optischen Top Zustand befinden. Bevor die Prüferin aber den Nachprüfschein ausstellte, wurde jedes Segelflugzeug von ihr auf Herz und Nieren überprüft. Ebenso kontrollierte sie auch die Lebenslaufakte eines jeden Flugzeuges auf Vollständigkeit. Erst wenn der Nachprüfschein ausgestellt ist, dürfen die Segelflugzeuge wieder in die Luft und über Rinteln ihre Kreise ziehen.   

Bereits im November haben die Rintelner Segelflieger mit der Wartung ihrer Segelflugzeuge begonnen. Kleinere Reparaturen wurden unter Federführung der Werkstattleiter in der vereinseigenen Werkstatt durchgeführt. Das größte Projekt war in diesem Winter die Neugestaltung des Instrumentenpilzes für den Discus, der einen neuen Flugrechner erhalten hat. Darüberhinaus bekommt die Schleppmaschine, die seit über 50 Jahren treu ihren Dienst versieht, eine neue Pilotenkanzel. 

Bevor die Rintelner Piloten in die neue Saison starten dürfen, steht noch die obligatorische Flugbetriebsbesprechung auf dem Terminplan. Hier wird z.B. auf die Sicherheit beim Fliegen, das Verhalten und Bewegen auf dem Flugplatz und das richtige Einschätzen des eigenen Leistungsvermögen hingewiesen. Die Sicherheit steht bei den Fliegern an oberster Stelle.

Für die Flugschüler wird z.Zt. ein Theorieunterricht unter Federführung der zehn ehrenamtlichen LSV-Fluglehrer durchgeführt. Die Leistungsflieger bereiten sich auf die Ende April beginnende Segelflug-Bundesligasaison vor, die der LSV in 2019 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft abgeschlossen hat. Für diese Saison strebt man wieder einen Platz unter den TopTen an. Mitte Mai gehen zwei Teams auf den Hahnweide–Wettbewerb in Kirchheim unter Teck bei Stuttgart und Ende Mai nimmt ein Pilot an der Deutschen Meisterschaft in Bayreuth teil.

Aber es gibt auch gesellschaftliche Veranstaltungen wie u.a. das Grünkohlessen, die Winterwanderung oder einen Auffrischungskurs in"Erster Hilfe". Durch diese Veranstaltungen werden die Wintermonate überbrückt, bevor es dann Ostern wieder mit dem Fliegen losgeht. Ab Ostern ist auch die Flugplatzgaststätte Cumulus wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Die neuen Pächter bieten diverse Gerichte, Eis, Getränke sowie Kaffee und Kuchen an.

LSV Rinteln zur "Mannschaft des Jahres 2019" der Stadt Rinteln gekürt

Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer (links) und AG-Sprecherin Christel Struckmann (rechts) ehren die Segelflieger des LSV Rinteln als „Mannschaft des Jahres 2019"

Am Samstag, den 08.02.2020, wurde der rote Teppich für die besten Athleten der Stadt Rinteln ausgerollt. Rintelns Sportlerin und Sportler sowie die Mannschaft des Jahres 2019 wurden im Rahmen einer Sportparty von dem Rintelner Bürgermeister Thomas Priemer und der Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Rintelner Sportvereine Christel Struckmann geehrt.

In Zusammenarbeit zwischen der Stadt Rinteln und der Arbeitsgemeinschaft Rintelner Sportvereine waren die entsprechenden Sieger ausgewählt worden, die in einem festlichen Rahmen für ihre herausragenden sportlichen Leistungen gewürdigt werden sollten. 

Durch den Abend führte als Moderator Sebastian Blaumann vom Sportportal „ Rinteln Sport „ . Er stellte die Sportlerin, den Sportler und die Mannschaft des Jahres 2019 vor. Die Anwesenden erhielten entsprechende Informationen zu den jeweiligen Sportarten. Für den Luftsportverein Rinteln (LSV) stellten sich Karsten Fahrenkamp (1.Vors.) und Reinhard Schramme (Coach) den Fragen Blaumanns und informierten über die Abläufe und Regularien der 1. Segelflug-Bundesliga. Der LSV hat 2019 die Deutsche Meisterschaft in der 1. Segelflug-Bundesliga gewonnen und erstmalig diesen Titel in die Weserstadt geholt.

Im Anschluß bestand die Möglichkeit den Abend bei Musik und Gesprächen ausklingen zu lassen. Eine rundum gelungene Veranstaltung, um die Leistungen der Sportler der Stadt Rinteln hervorzuheben und in einem würdigen Rahmen zu ehren.

Christine Grote ist Vize-Weltmeisterin

Christine Grote vor ihrer gecharterten LS 4
Siegerehrung am 3. Wertungstag. Platz 1 : Elena Fergnani (Italien und spätere Weltmeisterin) und Christine Grote, Platz 3 Sabrina Vogt

Segelflugweltmeisterschaft der Frauen in Australien

Vom 04. bis zum 17. Januar 2020 fanden die Segelflug-Weltmeisterschaften der Frauen in der 18-Meter-, Standard- und Clubklasse in Lake Keepit in Australien statt.

Die Teilnehmerinnen und Crews hatten mit extremen Temperaturen bis zu 40 Grad sowie den Rauchschwaden von den vorherrschenden Buschfeuern zu kämpfen. Am Austragungsort sind sie zum Glück von diesen Bränden verschont geblieben.

Die Teilnehmerinnen in allen 3 Segelflugklassen konnten an 9 Wertungstagen zu ihren Flügen und den gestellten Aufgaben starten. Das Team um Ines Engelhardt, Christine Grote und Sabrina Vogt startete in der Clubklasse, das 17 Teilnehmerinnen umfasste. Das Team Grote / Vogt praktizierte den Teamflug in Perfektion und belegte immer vordere Plätze. Christine Grote flog am 3. und 7. Wertungstag (WT) den Tagessieg ein und belegte ab dem 3. Wertungstag in der Gesamtwertung Platz 3, den sie bis zum letzten Tag verteidigen konnte. Sabrina Vogt belegte ab dem 5. WT in der Gesamtwertung den 4. Platz.

Die gesamte WM hat am letzten Tag einen faden Beigeschmack bekommen. Es ist herausgekommen, dass dem australische Team Informationen in Echtzeit zur Verfügung standen und alle anderen Teams diese Info erst mit 15 minütiger Verzögerung bekamen. Das bedeutete nicht nur erhebliche Vorteile beim Abflug sondern auch auf die Strecke, weil die Thermik genau angesagt und somit der Flugweg optimiert werden konnte. Es gab Proteste einzelner Teams und die geforderte Disqualifikation des australischen Teams erfolgte nicht. Es kam lediglich zu Punktabzügen für alle Flüge der Australier.

Für Christine Grote bedeutete dies ein Aufrücken auf Platz 2, dafür fiel aber Sabrina Vogt auf den 5. Platz zurück. In der Clubklasse siegte mit 7859 Punkten Elena Fergnani aus Italien vor Christine Grote mit 7735 Punkten und gefolgt von Celine Rault aus Frankreich mit 7708 Punkten. Auf Platz 5 landete Sabrina Vogt mit 7667 Punkten und mit 7040 Punkten belegte Ines Engelhardt Platz 11. Die führende Australierin Jo Davis landete nach den erfolgten Punktabzügen noch auf dem 4. Platz mit 7703 Punkten.

Insgesamt betrachtet waren es anspruchsvolle Flugaufgaben, super Steigwerte und tolle Flüge, so Christine Grote.

Aus deutscher Sicht ist der 3. Platz von Katrin Senne in der 18-Meter-Klasse ein weiterer schöner Erfolg. In der Standardklasse hatten die deutschen Segelfliegerinnen auf die Vergabe des Titels leider keinen Einfluss. 

Christine Grote mit Tagessieg am 3. Wertungstag

Segelflugweltmeisterschaft der Frauen in Australien

Das Team Christine Grote und Sabrina Vogt belegte am 1. Wertungstag in der Clubklasse den 7. und 8. Platz und flogen am 2. Wertungstag auf die Plätze 6 und 8 bei einem Teilnehmerfeld von 17 Teams.

Am 06.01., dem 3. WT, war eine Flugaufgabe über 4:30 Std. ausgeschrieben worden. Alle Pilotinnen hätten verstanden, wenn kurz nach dem Abflug neutralisiert worden wäre, denn die Sicht war auf Grund der Rauchentwicklung absolut grenzwertig. Nachdem alle 3 Klassen  ( 18-Meter-, Standard- und Clubklasse ) tapfer 3:30 Std. gekämpft hatten und 130 km vom Startplatz Lake Keepit entfernt waren, wurde neutralisiert. Keine der Pilotinnen hat dies, trotz entsprechender Erklärungen der Ausrichter, verstanden. Im zunehmenden Rauch sind dann doch noch alle Pilotinnen heil nach Hause geflogen und sicher gelandet.

Der Frust muss wohl vorhanden gewesen sein, denn am 4. Wertungstag bewältigte das Clubklasse - Team Grote / Vogt die gestellte Flugaufgabe mit Tagesplatz 1 für Christine Grote und mit Platz 3 für Sabrina Vogt. Christine Grote musste sich den Tagessieg mit der Italienerin Elena Fergnani teilen und daher gab es keinen 2. Platz. In der Gesamtwertung klettert Christine Grote jetzt auf den 5. Platz mit 2722 Punkten und Sabrina Vogt folgt auf dem 6. Platz mit 2700 Punkten. Führende ist Jo Davis aus Australien mit 2828 Punkten. Die ebenfalls in der Clubklasse startende Ines Engelhardt belegt derzeit den 12. Platz mit 2430 Punkten.

Weitere Informationen über die Aufgaben und Wertungen gibt es im Internet unter : Lake Keepit WWGC.

Segelfliegerin aus Obernkirchen nimmt an Weltmeisterschaft teil

Christine Grote fliegt in Lake Keepit / Australien in der Clubklasse

 

Seit vielen Jahren gehört Christine Grote, die in Obernkirchen wohnt, der Deutschen Segelflug - Nationalmannschaft an. Sie hat bereits an 8 Weltmeisterschaften teilgenommen und davon 2 x den Weltmeistertitel errungen. 2003 in Jihlava / Tschechien und 2013 in Issoudun / Frankreich. Auch an diversen Europa - und Deutschen Meisterschaften hat sie erfolgreich teilgenommen. In diesem Jahr flog sie mit ihrem Ehemann, dem ehemaligen Segelflug - Bundestrainer Uli Gmelin, die EM in der Doppelsitzerklasse in Polen (Platz 3) sowie die DM in Stendal-Borstel (Platz 4). 

Vom 04.01. bis 17.01.2020 findet die 10. Frauen - Weltmeisterschaft der Club -, Standard - und 18 - Meter - Klasse in Lake Keepit / Australien statt. Der Austragungsort liegt im Osten der Insel zwischen den Städten Brisbane und Sydney. In unmittelbare Nähe zu den derzeitigen Wald - und Buschbränden, die aber nach den letzten Meldungen stark nachgelassen haben sollen und somit der Weltmeisterschaft nichts im Wege stehen sollte.

Das deutsche Team nimmt mit insgesamt acht Segelflugzeugen teil. Christine Grote  vom AGS Bochum (hin und wieder auch für den LSV Rinteln unterwegs) fliegt die WM mit einer LS 4, die vor Ort angemietet worden ist. Zum Team der Clubklasse gehören ausserdem Ines Engelhardt vom FK Brandenburg und Sabrina Vogt vom FSV Eisenhüttenstadt. Mit Vogt praktiziert Grote seit ca. 2 Jahren erfolgreich den Teamflug. 

Bevor es aber an den Start geht, muss erst noch das angemietete Segelflugzeug von einem 1300 km entfernten Flugplatz abgeholt werden. Für Christine Grote ist Australien eine besondere Herausforderung, da sie unter anderem ihr Flugzeug noch nie gesehen hat und nicht wirklich weiss, was sie da erwartet. Das sie im Vorfeld so gar nichts am Flugzeug arbeiten und modifizieren kann, fehlt ihr halt doch sehr und gibt ihr auch nicht die nötige Ruhe. In ihrem Gepäck hat sie auf jeden Fall Instrument aus dem daheim genutzten Segelflugzeug, um es vor Ort einbauen zu können. Drücken wir ihr mal die Daumen, dass alles klappt und sie beruhigt in die WM starten kann. Nach ihrem Ziel bei der WM gefragt sagte sie : "Bei zwei Weltmeistertiteln in der Clubklasse, die sowohl Sabrina Vogt und ich haben, würde uns keiner glauben, wenn wir mit den TopTen zufrieden wären. Unser Ziel ist es gemeinsam auf dem Podium zu stehen".

Christine Grote, die von ihrem Mann und Sohn begleitet wird, flog am 23. Dezember nach Australien, wo sie tags darauf am Abend gelandet sind. Bis zum Beginn der WM wird das Team die Zeit nutzen, um die ersten Trainingsflüge rund um den Austragungsort zu absolvieren, das Flugzeug zu modifizieren und sich mit dem Wettbewerbsgebiet vertraut zu machen. Die Mitglieder vom Luftsportverein Rinteln drücken Christine Grote die Daumen für ein erfolgreiches Abschneiden bei der Weltmeisterschaft in Australien.

Weitere Infos, Aufgaben und Platzierungen gibt es unter : wwgc2020 oder Team Lake Keepit.

Siegerehrung 2019 in Riesa, Sabrina Vogt und Christine Grote






Foto von Liz Sparrow vom Team England: Neugierige Kängeruh´s auf dem Flugplatz Lake Keepit