Die Bundesliga 2021 läuft vom 15./16. Mai bis zum 21./22. August.

15. Runde - 21. / 22. August: LSV zum 3. Mal in Folge Deutscher Meister

Deutscher Meister 2019, 2020, 2021

Mit der 15. Runde endete an diesem Wochenende die Segelflug-Bundesliga 2021. Die Pilotinnen und Piloten des LSV Rinteln traten proforma noch einmal an, denn bereits am letzten Wochenende hatten die Niedersachsen den 3. Titel in Folge unter Dach und Fach gebracht. Mit einem 14. Platz verabschiedeten sich der alte und neue Deutsche Meister mit den Piloten Reinhard Schramme/ Rolf Bödeker sowie Christoph Bäßler/Eckhard Anderten als Doppelsitzerteams und Michael Sasse im Einsitzer aus der Saison. Und obwohl die Mannschaft von der Weser bereits als Meister feststand, versuchten die Piloten noch einmal das Maximum aus dem Wetter herauszuholen und waren mit 221,33 Geschwindigkeitspunkten erneut bester Nordclub. Den Rundensieg erflog die Fliegergruppe Wolf Hirth aus Kirchheim unter Teck mit 313,84 Geschwindigkeitspunkten vor dem FSV Laichingen und dem LSV Schwarzwald.

Hinter dem LSV Rinteln mit 220 Punkten in der Gesamtwertung sichert sich den Titel des Vizemeisters das SFZ Königsdorf mit 193 Punkten, die mit einem vierten Platz in der finalen Runde des FSC Odenwald Walldürn auf Distanz halten konnte. Wie schon im Vorjahr beendeten die Odenwälder die Saison auf Platz drei in der Gesamtwertung mit 180 Punkten.

Dabei war die Saison für den LSV Rinteln gar nicht so gut gestartet. Coronabedingt war der Saisonstart auf den 15./16. Mai festgelegt worden.

Nach einem guten Auftakt mit Platz 2 nach der ersten Runde fielen die Niedersachsen in den folgenden Runden erst einmal zurück. Nach Rundenplatz 7 in Runde zwei folgte in der dritten Runde der Tiefpunkt der Saison. Nach einem 24 Platz fand Rinteln sich in der Gesamtwertung nur noch auf dem 6. Rang wieder. Aber der Wille zur Titelverteidigung war ungebrochen. Gleich in der 4. Runde legte Rinteln einen Rundensieg hin. Hierfür waren drei Teams extra nach Reinsdorf bei Berlin gefahren. Ein Ausflug, der sich aber gelohnt hat, nicht nur wegen des Ergebnisses. Für Reinhard Schramme einer der Höhepunkte der Saison: "Die Einsatzbereitschaft der Gruppe, die Gastfreundschaft der Reinsdorfer Flieger, das tolle Wetter und die schöne Landschaft weit im Osten des Landes, das war schon ein ganz besonderes Erlebnis." Und es war auch die Kehrtwende der Saison. Nach dem Sprung auf Gesamtplatz 2 übernahm Rinteln dann in der 7. Runde die Tabellenführung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Stetig vergrößerte sich der Vorsprung auf den Rest des Feldes. Etwas Wetterglück kam natürlich auch noch dazu. Nachdem in Runde 12 und 13 der Wind optimal auf den Hängen von Wiehen-, Wesergebirge und Ith gestanden hatte, war der Vorsprung auf 39 Punkte angewachsen. Bei noch 2 verbliebenen Runden war die Titelverteidigung schon fast geschafft. Für Michael Sasse stellten insbesondere diese Hangflugtage den Höhepunkt der Saison dar. "Es ist ein bisschen wie Wellenreiten, wenn man in relativ niedriger Höhe am Kamm des Hanges entlangfliegt", beschreibt er diese Art des Segelfliegens. So fehlten dann nur noch 2 Punkte für die erfolgreiche Titelverteidigung. Diese erflogen dann in der 14 Runde das Duo Reinhard Schramme/Rolf Bödeker, Stephan Beck und Michael Sasse mit einem 4. Platz-ganz klassisch in der Thermik im Nordwesten Niedersachsens.

Nach insgesamt 86 Liga-Flügen mit zusammen 20.894 km in 250 Stunden können sich die 19 Pilotinnen und Piloten, die für die Bundesliga gemeldet hatten, jetzt erst einmal zurücklehnen. Der 2. Vorsitzende des LSV Rinteln, Dieter Vogt dazu: "Jetzt lassen wir die Saison gemütlich ausklingen. Bis zum Saisonende Ende Oktober ist aber noch viel Zeit, da werden wir noch den einen oder anderen schönen Flug machen können, wenn das Wetter mitspielt. Der Einsatz und der Zusammenhalt der Mannschaft war großartig. Besonders freue ich mich, dass auch die Piloten immer hoch motiviert waren, deren Chance auf eine Platzierung in der Wertung nicht so hoch waren. Alle Teilnehmer waren mit Freude dabei und das Wichtigste bei all dem ist, dass alles unfallfrei und ohne Schäden über die Bühne gegangen ist." Ob der LSV auch im nächsten Jahr den Titel erneut verteidigen will, lässt er offen: "Jetzt ist die Luft erstmal ein bisschen raus, aber wer weiss, was nach dem Winter ist."

Auf jeden Fall freuen sich die Rintelner Segelfliegerinnen und Segelflieger darüber, dass in der kommenden Saison mit dem AC Braunschweig und dem LSV Bückeburg-Weinberg zwei weitere gute niedersächsische Mannschaften in der ersten Bundesliga mit von der Partie sind. Als Vierter bzw. Sechster der zweiten Liga steigen diese beiden Vereine in die erste Bundesliga auf.  

14. Runde - 14. / 15. August: LSV Rinteln zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister

Kurz vor der Landung lässt Stephan Beck den Wasserballast aus den Flügeltanks ab

Am vergangenen Wochenende gewann der LSV Rinteln vorzeitig den Titel des Deutschen Meisters in der Segelflug-Bundesliga. Für den Verein von der Weser war es der dritte Titel in Folge. Dementsprechend war die Freude der Pilotinnen und Piloten groß. Für die erneute Titelverteidigung reichte den Pilotinnen und Piloten in der 14. Runde ein vierter Platz. Vor der letzten Runde hat der Verein 37 Punkte vor dem zweitplatzierten SFZ Königsdorf.

Der entscheidende Tag in dieser Runde war der Samstag. Wieder einmal ganz vorne für die Rintelner dabei war das Duo Reinhard Schramme/Rolf Bödeker, sowie Michael Sasse und Dietmar Heintze. Bei frischen Westwind erflogen sie auf einer gut tragenden Linie mit recht ordentlicher Thermik zwischen Rheine und Nienburg die entscheidenden Punkte mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 89 bis 121 km/h. Zur Halbzeit der Runde führte die SFG Donauwörth-Monheim vor dem LSV Burgdorf die Wertung an. Der LSV Rinteln lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz 3 vor dem in der Gesamtwertung auf Platz zwei liegenden SFZ Königsdorf.

Am Sonntag konnte zwar der 1. Vorsitzende Stephan Beck dieses Ergebnis noch leicht verbessern, aber auch Königsdorf legte noch einmal nach. An der Rundenwertung änderte dies jedoch nicht mehr viel. Rinteln fiel zwar auf Platz vier zurück, aber der Vorsprung in der Gesamtwertung reichte aus um sich die Meisterschaft eine Runde vor Schluss zu sichern. "Eine tolle Teamleistung, angefangen beim Towerpersonal, den vielen Helfern sowie den Piloten, die keine Mühen gescheut haben auch zu nachtschlafenden Zeiten die gestellten Aufgaben anzugehen. Dabei hatte auch "Coach Reinhard" immer eine glückliche Hand, auch bei schwierigen Wetterlagen, für uns Rintelner, ein passendes Wetterfenster zu finden.", freute sich der 1. Vorsitzende des Vereins, Stephan Beck. Auch für Reinhard Schramme ist es eine Teamleistung gewesen. "Der ganze Verein hat in großartiger Weise das Unternehmen Bundesliga unterstützt. Ohne die Hilfe aller Mitglieder wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Danke dafür!", und macht damit auch noch einmal deutlich, dass es weit mehr benötigt als eine Handvoll guter Piloten, um Deutscher Meister zu werden.

Somit kann der LSV Rinteln am kommenden Wochenende ganz entspannt in die letzte Runde dieser Saison gehen und nach den ereignisreichen Wochen die Bundesliga noch einmal richtig genießen. Für die direkten Verfolger aus Königsdorf geht es im Finale noch um den Titel des Vizemeisters. Zwar haben die Bayern 9 Punkte Vorsprung auf die Mannschaft vom FSC Odenwald Walldürn, aber mit ein bisschen Wetterglück können auch Letztgenannten sich den zweiten Platz noch sichern. Auch am Tabellenende wird es noch einmal spannend. Für gut ein halbes Dutzend Vereine, darunter auch die niedersächsischen Mannschaften aus Burgdorf und Fallersleben, geht es um den Klassenerhalt.

Einen tollen Bericht, Fotos und ein Video vom Flugtag finden Sie auf Rinteln-Sport.de

13. Runde - 7. / 8. August: Der LSV Rinteln befindet sich auf der Zielgeraden

Stephan Beck vor seinem Start zum Hangflug
Michael Sasse wartet auf die landende Schleppmaschine

Sieg in Runde 13 - Rintelner Spezialdisziplin führte zum Erfolg  

Laut den Wetterfröschen sollte es für die gesamte Bundesrepublik am Samstag eher keine für Streckenflüge nutzbare Thermik geben. Für den Sonntag wurde sehr zerrissene Thermik vorhergesagt bei zu erwartenden Überentwicklungen. 

Am Samstag starteten gegen Mittag die Teams Reinhard Schramme/Rolf Bödeker, Michael Sasse/Dieter Vogt, Volker Fiebig und Stephan Beck zu ihren Wertungsflügen. Sie nutzten die Wolkenlinien zwischen Bielefeld und dem Steinhuder Meer für ihre Punktejagd. Der Einsatz konnte sich am Samstagabend sehen lassen, denn die Rintelner Piloten lagen zur Halbzeit hinter dem ärgsten Verfolger, dem SFZ Königsdorf, auf Platz 2. Auf Grund der Wettersituation konnten jedoch nur 8 Vereine Flüge melden und somit gab es noch nicht die volle Punktzahl für die erreichten Platzierungen. 

Für den Sonntag wurde Südwestwind vorhergesagt mit der dazu nötigen hohen Windgeschwindigkeit. Dies bedeutete für die Rintelner Ligapiloten, dass sie ihren Trumpf, den Hangflug, ausspielen konnten. Dies hiess natürlich wieder einmal Frühschicht für die Spitzenpiloten des Luftsportvereins. Bereits um 0600 Uhr starteten Reinhard Schramme mit Co-Pilot Rolf Bödeker, Michael Sasse und Stephan Beck, um entlang des Wiehen- und Wesergebirges mit Einbindung des Iths schnelle Flüge abzuliefern. Die Geschwindigkeiten vom Vortag wollten sie noch steigern. Kurz vor Mittag starteten nochmals Rolf Bödeker jetzt mit Reinhard Schramme auf dem 2. Platz sowie Christoph Bäßler und Armin Lukas in ihren Einsitzern zu weiteren Punkteflügen, da der vorherrschende Hangwind noch genutzt werden sollte. Der Einsatz zahlte sich für die Luftsportler aus Rinteln aus, denn diese Runde ging an die Rintelner. 

Die 13. Wertungsrunde gewannen die Piloten des LSV Rinteln mit 372,59 Punkten vor dem LSV Gifhorn mit 347,71 Punkten (Startplatz Rinteln) gefolgt vom SFZ Königsdorf mit 302,28 Punkten. Insgesamt konnten in dieser Wertungsrunde nur 23 Vereine Flüge einmelden, was dem schlechter Wetter geschuldet war. 

Unverändert führt der LSV Rinteln die Tabelle jetzt mit 196 Punkten an und baut seinen Vorsprung damit weiter aus. Auf dem 2. Platz liegt das SFZ Königsdorf mit 157 Punkten, gefolgt von dem FSC Odenwald/Walldürn mit 154 Punkten. Die Fliegerfreunde aus Gifhorn konnten sich auf Grund ihres 2. Rundenplatzes in der Gesamtwertung um 4 Plätze auf jetzt Platz 6 vorarbeiten. 

12. Runde - 31. Juli / 1. August: Vorentscheidung im Titelkampf?

Dietmar Heintze steigt in sein Cockpit. In den kommenden 3 Stunden wird ihn der Hangwind ordentlich durchschütteln

Für die 12. Runde der Segelflug-Bundesliga sah es zunächst für den LSV Rinteln nicht sehr gut aus. Während im Süden und in der Mitte Deutschlands gutes Segelflugwetter angesagt war, sollte Rinteln schon nur noch am äußersten Rand des nutzbaren Wetters sein. Und so war es schon eine große Herausforderung, ein nutzbares Zeitfenster zu finden, in dem man auch noch möglichst hohe Geschwindigkeiten fliegen konnte. Aber der kräftige Südwestwind bot die Chance auf eine Hangflugrunde, die Spezialdisziplin der Rintelner Segelflieger. Nur mussten die Ligapiloten hierfür mal wieder früh aus den Betten.

Um kurz nach sechs starteten Christoph Bäßler, Dietmar Heintze, Michael Sasse und Reinhard Schramme mit Copilot Rolf Bödeker zum Rennen. Der Wind blies ganz ordentlich und am optimalen Startpunkt, ganz im Westen des Hanges bei Lübbecke, angekommen, konnte das Rennen auch gleich begonnen werden. Mit Geschwindigkeiten von knapp 200 km/h in der Spitze rauschten die Rintelner Piloten knapp über der Hangkante entlang des Wiehen-und Wesergebirges sowie des Iths bis hinter Eschershausen. Allen voran natürlich Reinhard Schramme mit Rolf Bödeker, dicht gefolgt von einem starken Dietmar Heintze. Aber auch Michael Sasse und Christioph Bäßler machten ihre Sache sehr gut, auch wenn sie das hohe Tempo vom Team Schramme/Bödeker und Dietmar Heintze nicht halten konnten. Routiniert flogen die Piloten die zweieinhalb Stunden Wertungszeit ab. In dieser Zeit legten sie die Strecke bis zu viermal zurück, was einer Wertungsstrecke von rund 350 km entspricht.

Und so gab es am verloren geglaubten Wochenende doch noch ein Happy-End. Der LSV Rinteln fliegt in der 12. Runde der Segelflug-Bundesliga mit 347,2 Geschwindigkeitspunkten auf Platz 2 und muss sich knapp dem LSV Gifhorn geschlagen geben, der 348,84 Geschwindigkeitspunkte erflog. Dabei waren zwei Piloten aus der Gifhorner Mannschaft in Rinteln zu Gast und nutzen ebenfalls den Hangaufwind. Platz 3 ging an die SFG Steinbach aus Bayern, die sich über sehr gute Thermik freuen konnte. Rintelns direkter Verfolger aus Königsdorf, vor dieser Runde in der Gesamtwertung 23 Punkte hinter dem LSV, kam über einen 16. Platz nicht hinaus und verliert damit ganz wichtige Punkte im Kampf um den Titel.

Vor den letzten drei Runden ergibt sich damit folgendes Bild:

Weiter an der Tabellenspitze mit jetzt 176 Punkten der Titelverteidiger von der Weser. Auf Platz zwei folgt dann das SFZ Königsdorf mit 139 Punkten, Platz 3 hat weiterhin der FSC Odenwald Walldürn inne mit 138 Punkten. Möglicherweise brachte diese Runde, Rintelns starker Auftritt und das Schwächeln der Königsdorfer, schon die Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft. Zumindest sind 37 Punkte Vorsprung auf Platz 2 schon ein gutes Polster für die letzten 3 Runden, der Sekt wird in Rinteln aber noch nicht bestellt.

11. Runde - 24. / 25. Juli: Der LSV Rinteln baut seine Tabellenführung weiter aus

Dieter Vogt und Uli Gmelin (hinten) vor dem Start in Rinteln
DuoDiscus XLT des LSV Rinteln beim Zwischenstopp in Wilsche

In Runde 11 auf Platz 3 geflogen - Startplatz nach Wilsche verlegt

Die 10. Runde in der Segelflug-Bundesliga war in Anbetracht der Hochwasserkatastrophe neutralisiert worden. An diesem Wochenende hieß es für die Ligapiloten des amtierenden Deutschen Meisters aus Rinteln aber, wieder auf Punktejagd zu gehen. Schließlich wollen sie ihre derzeitige Tabellenführung verteidigen und versuchen, zum 3. Mal in Folge den Deutschen Meistertitel in die Weserstadt zu holen.

Die Wetterprognose für das Wochenende ging am Samstag lediglich für den Nordosten der Republik von guter Wolkenthermik bis zu 2000 Meter aus. Für den Sonntag war zwar ebenfalls Thermik vorhergesagt, aber der bessere Tag sollte der Samstag werden. Für den Rest der Republik sollte es dagegen nicht so gut aussehen. Bereits am Freitagabend entschieden sich Reinhard Schramme mit Co-Pilot Rolf Bödeker und Uli Gmelin mit Dieter Vogt auf dem 2. Sitz den Startpunkt in das gute Wettergebiet zu verlegen. Am Samstag flogen sie zum Flugplatz Wilsche, nördlich von Gifhorn gelegen, um dann von hier zu ihren Ligaflügen erneut zu starten. Ihre Flüge führten sie dann in einem Höhenband zwischen 500 Meter bis 2000 Meter über Grund in östliche Richtung bis hinter Stendal/Borstel, um dann zu wenden. Sie nutzen hier die guten fliegerischen Bedingungen der Heide und des Flämings. Ihre Flüge beendeten sie wieder in Wilsche, landeten aber nicht, sondern machten sich dann auf den Heimweg, der teilweise mit Hilfe des vorhandenen Klapptriebwerkes erfolgte.

Am Samstagabend konnte man die Wettervorhersage an der Tabelle und der geringen Beteiligung erkennen. Lediglich 10 Vereine konnten Flüge abliefern und nur der LSV Gifhorn brachte 3 Piloten in die Wertung. Zur Halbzeit lagen die Luftsportler aus Rinteln auf Rundenplatz 2 und dies bedeutete vorerst 19 Punkte. Am Sonntag starteten Willi Wielage, Ulrich Kaiser und Michael Sasse mit Co-Pilot Uli Gmelin noch zu ihren Ligaflügen, um den 2. Rundenplatz des LSV möglichst vom Vortag zu festigen.

Gewonnen haben die 11. Wertungsrunde die Piloten des AC Bad Nauheim mit 317,15 Punkten vor dem SFG Giulini Ludwigshafen mit 270,02 Punkten gefolgt vom LSV Rinteln mit 266,57 Punkten. Insgesamt konnten auf Grund des schlechten Wetters nur 15 Vereine Flüge einmelden; die südlichen Vereine waren diesmal leider vom Wetterpech verfolgt. Die Gesamtwertung führt weiterhin der LSV Rinteln mit 157 Punkten an und baut seinen Vorsprung damit weiter aus. Auf dem 2. Platz liegt das SFZ Königsdorf mit 134 Punkten, gefolgt von dem FSC Odenwald/Walldürn mit 122 Punkten.

10. Runde - 17. / 18. Juli: Liga-Runde ausgesetzt

Aufgrund der Hochwasserkatastrophe in Teilen Deutschlands wurde die Segelflug-Bundesliga an diesem Wochenende ausgesetzt. Der Wettbewerb wird voraussichtlich in der nächsten Woche mit der 11. Runde fortgesetzt. 

9. Runde - 10. / 11. Juli: LSV Rinteln weiter ganz oben.

Alleinflieger John Berroa (links) nimmt die Glückwünsche von Fluglehrer Stephan Beck (mitte) und Ausbildungsleiter Norbert Siebert (rechts) entgegen

In der neunten von 15 Runden der Segelflug–Bundesliga konnte der Luftsportverein Rinteln an diesem Wochenende die Tabellenführung verteidigen. Bei schwierigem  Wetter erflogen am Samstag Reinhard Schramme mit Co-Pilot Rolf Bödeker, Christine Grote und Bernd Goretzki mit Flügen ins südliche Münsterland 264,99 Geschwindigkeitspunkte und damit den vierten Platz in der Rundenwertung. Dabei reichte das Wetterfenster gerade so für die Wertungszeit von zweieinhalb Stunden, bevor die Bewölkung die Thermik wieder einschlafen lies. Deutlich bessere Bedingungen fand der Verfolger aus Königsdorf vor, auch wenn es auch hier nicht das ganz schnelle Wetter war. Mit Flügen in die Alpen sicherten sich die Bayern in dieser Runde den Sieg mit 271,77 Geschwindigkeitspunkten vor der Fliegergruppe Wolf Hirth und dem LSV Schwarzwald. Alles in allem auch in dieser Runde wieder ein knappes Ergebnis an der Tabellenspitze. Selten waren die Runden so spannend wie in den vergangen zwei Wochen.

Am Sonntag verhinderte ein breites aus Südosten hereinzeihendes Wolkenband, dass die Rintelner ihr Ergebnis noch etwas nachbessern konnten. In der Gesamtwertung bleibt der LSV Rinteln mit jetzt 139 Punkten an der Spitze der Tabelle. Der in dieser Saison wohl stärkste Konkurrent, das SFZ Königsdorf konnte durch den Rundensieg den Rückstand auf elf Punkte verkürzen. Mit 128 Zählern sind die Bayern dem Meister der letzten zwei Jahre dicht auf den Fersen. Der FSC Odenwald Walldürn verliert nach schwacher Leistung in der letzten Woche weiter an Boden. Durch Platz 18 in dieser Runde rangieren die Baden-Württemberger zwar weiter auf Gesamtplatz drei, haben mittlerweile aber 20 Punkte Rückstand auf den zweiten Platz. Die Rintelner hoffen jetzt, dass zumindest in den kommenden Runden das Wetter mitspielt und nicht am Schluss die Natur über den neuen Deutschen Meister entscheidet.

Am meisten freute sich an diesem Wochenende jedoch jemand ganz anderes. Flugschüler John Berroa legte erfolgreich seine A-Prüfung ab. Dafür absolvierte der 29-jährige seine ersten drei Flüge im Alleinflug unter den Augen des diensthabenden Fluglehrers Stephan Beck, Fluglehrer Jörg Bachmann sowie dem Ausbildungsleiter des Vereins, Norbert Siebert. Alle Beteiligten waren mit der Leistung ihres Schülers sehr zufrieden. Damit hat er die erste große Hürde zur Segelfluglizenz genommen. Mit einem Blumenstrauß und dem Leistungsabzeichen mit einer Schwinge auf blauem Grund gratulierten Stephan Beck und Norbert Siebert im Namen aller Fluglehrerinnen und Fluglehrer sowie der übrigen Vereinsmitglieder.  

8. Runde - 3. / 4. Juli: LSV Rinteln weiter ganz oben

Vizeweltmeisterin Christine Grote am Start mit einem Discus 2a

In der achten von fünfzehn Runden in der Segelflug-Bundesliga konnte der LSV Rinteln seine Tabellenführung an diesem Wochenende weiter ausbauen. Wetterbedingt konzentrierten sich die Niedersachsen hierbei auf den Samstag, der an diesem Wochenende der deutlich bessere Tag sein sollte.

Mit insgesamt sieben Flugzeugen im Rennen suchten die Rintelner auf ganz  unterschiedlichen Routen in Richtung Süden und Osten die stärksten Aufwinde. Einmal mehr gelang dies am besten Reinhard Schramme mit seinem Copiloten Rolf Bödeker, Frerk Frommholz und Bernd Goretzki mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 108 bis 128 km/h. Nicht ganz so gut lief es für Stephan Beck, der durch Michael Sasse auf dem Copilotensitz unterstützt wurde, sowie Dietmar Heintze und Christoph Bäßler in ihren Einsitzern, die dieses Tempo nicht mitgehen konnten. Pechvogel des Tages war Christine Grote, die bereits 10 Minuten nach dem Start ihr gesamtes Ballastwasser ablassen musste, um eine Aussenlandung und damit das vorzeitige Ende ihres Fluges zu vermeiden. Durch das jetzt geringere Gewicht hatte sie zwar leichte Vorteile beim Kreisen in der Thermik, da das Flugzeug jetzt leichter war, aber beim Geradeausflug hatte sie gegenüber den schwereren Flugzeugen deutliche Nachteile, so dass auch sie das hohe Tempo ihrer Mannschaftskollegen nicht mitgehen konnte. Zwar versuchte sie noch durch das Fliegen im Team mit Christoph Bäßler den Nachteil zumindest etwas auszugleichen, was ihr aber an diesem Wochenende nicht gelingen sollte.

Am Ende war es ein denkbar knappes Ergebnis in der achten Runde, die das SFZ Königsdorf aus Bayern mit 321,3 Geschwindigkeitspunkten für sich entscheiden konnte. Mit 320,22 Geschwindigkeitspunkten erfliegt der LSV Rinteln den zweiten Platz, dicht gefolgt vom FLC Schwandorf aus Bayern (319,46). Königsdorf als Rundensieger bekommt damit 20 Punkte für die Gesamtwertung, Rinteln 19 Punkte und Schwandorf kann sich 18 Punkte auf dem Konto gutschreiben.

In der Gesamtwertung ergibt sich damit folgendes Bild: Der LSV Rinteln verteidigt seine Tabellenführung. Mit insgesamt 122 Zählern kann die Mannschaft den Vorsprung auf Platz zwei auf 14 Punkte ausbauen. Mit dem SFZ Königsdorf mit 108 Zählern hat der LSV Rinteln jedoch einen starken Verfolger, der sich in den vergangenen fünf Runden von Platz acht auf Platz zwei hochgearbeitet hat. Der FSC Odenwald Walldürn rutscht mit insgesamt 105 Punkten auf Platz drei. Das Spitzentrio hat sich mittlerweile mit 22 Punkten Vorsprung auf Platz 4 vom Rest des Feldes etwas absetzen können. Noch sieben Runden sind bis zum großen Saisonfinale am 21./22. August zu fliegen. Die Rintelner hoffen, dass das Wetter mitspielt, dann könnte der dritte Titelgewinn in Folge möglich sein.

7. Runde - 26. / 27. Juni: Der LSV Rinteln übernimmt die Tabellenführung

Reinhard Schramme (hinterer Sitz) und Rolf Bödeker kurz vor dem Start. Der "Arcus" kann mit seinem eingebauten 72 PS-Motor selbst starten.

In der siebten Runde der Segelflug-Bundesliga mussten die Rintelner Segelflieger zumindest zu Beginn der Wertungsflüge erst einmal kämpfen. Das Wetter rund um Rinteln war am Morgen sehr schwierig, so dass sich die Pilotinnen und Piloten erst einmal sehr vorsichtig und verhalten in besseres Wetter vortasten mussten. Lediglich Frerk Frommholz und Bernd Goretzki hatten mit ihren Startorten Walsrode und Locktow (Brandenburg) einfachere Startbedingungen.

Am Samstag ging es für die Doppelsitzerteams Reinhard Schramme/Rolf Bödeker und Michael Sasse/Dieter Vogt von Rinteln aus bis in den Thüringer Wald und wieder zurück. Bernd Goretzki und Frerk Frommholz machten in Sachsen-Anhalt und dem angrenzenden Brandenburg jagd nach Punkten. Beide Strategien waren erfolgreich und so führte der LSV Rinteln zur Halbzeit der siebten Runde die Wertung an. Aber es war eben erst Halbzeit der Runde. Der Sonntag sollte noch einmal Bewegung in die Wertung bringen.

Der Sonntag ging in Rinteln erst einmal ganz gemütlich los. Aufgrund der durchziehenden hohen Bewölkung sollte es erst ab Mittag die benötigten Aufwinde geben, so dass nach dem Vorbereiten der Flugzeuge Zeit war, den Vortag Revue passieren zu lassen und die Taktik für den aktuellen Tag zu erarbeiten. Erst um kurz nach 12 erfolgte der erste Start. Eine Linie entlang des Weser-Leine-Berglandes und dann am Südrand des Harzes entlang sollte die vielversprechendste Variante an diesem Tag sein. Aber wie schon am Vortag sollte der Weg dorthin das Problem sein. Trotz aller Vorsicht mussten Michael Sasse mit Copilot Wilhelm Wielage bereits eine halbe Stunde nach dem Start den Hilfsmotor benutzen, um eine Aussenlandung zu vermeiden, damit war ihr Flug zunächst für die Wertung ungültig. Sie mussten zurück nach Rinteln fliegen, um den Flug neu zu starten. Carsten Seehof, Volker Fiebig und Ulrich Kaiser kamen auf dem Weg Richtung Harz aufgrund des Wetters vom Weg ab und suchten mangels Alternativen ihr Glück in der Lüneburger Heide. Und so lagen lediglich Christine Grote und Reinhard Schramme im Plan und waren wie erwartet die schnellsten Starter aus Rinteln.

Aber auch die Vereine aus dem Süden, insbesondere diejenigen, die thermischen Anschluss an den Bayrischen Wald hatten, waren Sonntag noch einmal angetreten, und fanden gute Bedingungen vor. Mit 358,67 Geschwindigkeitspunkten konnte der AC Lichtenfels die Runde für sich entscheiden, gefolgt vom AC Bamberg mit 344,06. Auf Rundenplatz drei flog der LSV Burgdorf mit 340,63 Geschwindigkeitspunkten. Der LSV Rinteln fiel auf den vierten Platz zurück (337,67).

In der Gesamtwertung konnte der LSV Rinteln jedoch die Tabellenführung erobern, nicht zuletzt, weil der FSC Odenwald Walldürn in dieser Runde patzte. Mit 103 Punkten führen die Niedersachsen jetzt die Tabelle an und haben auf den zweitplatzierten FSC Odenwald Walldürn (93 Punkte) 10 Punkte Vorsprung. Platz 3 belegt das Segelflugzentrum Königsdorf mit 88 Zählern. Es verbleiben in dieser Saison nun noch acht Runden, in denen der LSV Rinteln die Chance hat, den dritten Titelgewinn in Folge perfekt zu machen.     

6. Runde - 19. / 20.Juni: Eine Bundesligarunde für Frühaufsteher

Freude über einen schönen Flug bei Christine Grote und Uli Gmelin

In der sechsten Runde der Segelflug-Bundesliga ging der LSV Rinteln wie schon zwei Wochen zuvor wieder auf Reisen. Am Samstag hatten die Doppelsitzer-Teams Reinhard Schramme und Rolf Bödeker sowie Stephan Beck und Michael Sasse den Flugplatz Günterode in Thüringen als Startort auserkoren, weil die Wetterprognose für die heimische Region nicht sehr vielversprechend war. Früh morgens brach die Gruppe, begleitet von jeweils einem Rückholer auf. Aber auch in Thüringen blieb das Wetter hinter den Erwartungen zurück. Zwar waren die Flüge mit 95,1 km/h beim Team Schramme/Bödeker und knapp 86,4 km/h vom Duo Beck/Sasse durchaus passabel, aber man hatte sich deutlich mehr versprochen. Immerhin konnten die Piloten den Rückweg per Flugzeug zurücklegen, so dass die Rückholer mit leerem Anhänger wieder nach Rinteln fahren konnten.

Mit einem Start in Neustadt an der Weinstrasse hatten Christine Grote und Uli Gmelin den besseren Riecher. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 109,9 km/h waren sie in ihrem Doppelsitzer deutlich schneller.

Aber der LSV Rinteln stünde nicht in der Tabelle so weit oben, wenn man es damit hätte gut sein lassen. Für Sonntag früh tat sich die Möglichkeit auf, noch einmal bei mäßigem Südwestwind einen Wertungsflug am Hang zu absolvieren, bevor im Laufe des Vormittags der Wind auf West drehen sollte. Also folgte eine weitere Frühschicht. Erneut standen die Doppelsitzer Teams vom Vortag in aller Frühe auf dem Flugplatz. Und der Hang trug. Schramme/Bödeker konnten ihre Leistung vom Vortag im bekannten Revier deutlich auf 116,1 km/h verbessern. Michael Sasse und Stephan Beck hatten die Plätze getauscht. In dieser Konstellation lief es aber für die Beiden nicht so gut und sie konnten die Leistung vom Vortag nicht erneut abrufen, auch weil ihnen die schwierige Passage an den Ith nicht gelang. Sie erflogen zwar eine Geschwindigkeit von 103 km/h, hatten aber nur eine Wertungszeit von 2:07 Stunden. In diesem Fall wird die geflogene Strecke auf zweieinhalb Stunden hochgerechnet, so dass sie am Ende deutlich langsamer waren. Als dritter war Dietmar Heintze am Sonntag früh aufgestanden. Für ihn lief es deutlich besser und er konnte mit 109 km/h seinen Flug in die Wertung bringen.

Somit waren die Punktelieferanten an diesem Wochenende die Teams Schramme/Bödeker und Grote/Gmelin sowie Dietmar Heintze im Einsitzer. Lohn der Mühen und des frühen Aufstehens war für den LSV mit 299,98 Geschwindigkeitspunkten der sechste Platz in dieser Runde. Der Rundensieg ging erneut nach Bayern an die SFG Steinwald mit 350,38 Geschwindigkeitspunkten vor dem FLC Schwandorf mit 339,12. Platz 3 erflogen sich die Brandenburger aus Eisenhüttenstadt mit 329,25 Geschwindigkeitspunkten.

In der Gesamtwertung festigt der LSV Rinteln den 2. Platz mit jetzt 86 Zählern. Zwar büßte man auf den Tabellenführer, FSC Odenwald Walldürn (92 Punkte) 2 Punkte ein, konnte sich aber nach hinten etwas Luft verschaffen. Der Tabellendritte aus Königsdorf (75 Punkte) liegt 11 Punkte hinter den Niedersachsen.

5. Runde - 12. / 13. Juni: Spannende 5. Runde bei den Segelfliegern

Team Christine Grote/Uli Gmelin mit Ihrem Arcus T auf Strecke

An diesem Wochenende war es in der Segelflug-Bundesliga richtig spannend. Nahezu flächendeckend gutes Wetter war für Deutschland angesagt und bei allen Mannschaften standen die Pilotinnen und Piloten bereit für die Jagd nach den besten Aufwinden. 

Am Samstag entwickelte sich das Wetter erst sehr spät und durch den starken Wind war die Thermik deutlich gestört. Trotzdem gingen schon einmal drei Rintelner Piloten in die Luft. In Richtung holländische Grenze führte der Weg und wieder zurück nach Rinteln. Es sollte mehr eine kleine Aufwärmende für den Sonntag sein, reichte aber immerhin für Platz 12 zur Halbzeit der Runde, obwohl nur zwei Flüge in die Wertung gelangen konnten. 

Am Sonntag sollte dann bei wirklich gutem Wetter einiges möglich sein. Insbesondere in einem Streifen von Ostfriesland bis nach Hof in Bayern sollte sich die Thermik besonders gut entwickeln. Und so standen bereits um 9 Uhr sechs Einzelpiloten und zwei Doppelsitzermannschaften am Start und warteten darauf, dass sich die ersten Aufwinde in Form von kleinen Cumulus-Wolken zeigten. Erster am Start war Frerk Frommholz. Um halb zehn hob er ab und nahm direkt Kurs Richtung Süden. Kurz darauf starteten die übrigen Flieger. Aufgrund von Frommholzs Schilderungen auf dem Weg nach Süden entschloss sich der Rest der Gruppe erst einmal Richtung Nordwesten zu fliegen. Die bewährte Taktik, erst gegen den Wind und dann möglichst lange mit Unterstützung des Rückenwindes geradeaus die 2,5 Stunden Wertungszeit abfliegen, sollte es bringen. Aber auch der Norden enttäuschte vom Wetter. Die Steigwerte waren nur mäßig und die Wolkenuntergrenze mit 1200m auch nicht besonders hoch. Und so entwickelte sich der Tag, der so richtig schön werden sollte, doch zu einem richtigen Kampf. Aber immer wieder arbeiteten sich die Piloten aus niedrigen Höhen wieder an die Wolken. Ab Oldenburg dann der Rückenwindteil. Für die Einsitzer bis in den Raum Höxter/Solling, für die Doppelsitzerteams Reinhard Schramme/Rolf Bödeker und Christine Grote/Uli Gmelin sogar bis an den Thüringer Wald. Aber auch hier blieb das Wetter weit hinter den Erwartungen zurück, obwohl seit den ersten Berichten von Frerk Frommholz schon 3 Stunden vergangen waren. Der Heimweg gegen den Wind war dann für alle noch einmal eine Herausforderung, denn nur wer den Startplatz wieder erreicht, kann seinen Flug in die Wertung bringen. 

Am Ende konnten sich die Rintelner jedoch damit trösten, dass es ja für alle Mannschaften schwierig war, und so war das Endergebnis in der Runde auch entsprechend knapp. Mit 317,83 Geschwindigkeitspunkten fliegt der LSV Rinteln auf Platz 4 mit einem Rückstand von 0,03 Geschwindigkeitspunkten auf den dritten Platz, den der FSC Odenwald Walldürn erfliegt. Rundensieger wird souverän der LSV Schwarzwald mit 343,16 Geschwindigkeitspunkten. Die SFG Steinwald sichert sich Platz 2.

In der Gesamtwertung macht der LSV Rinteln einen Platz gut und steht jetzt mit 71 Punkten auf dem zweiten Platz. Erster ist weiterhin der FSC Odenwald Walldürn mit 75 Zählern. Mit 64 Punkten auf Rang drei liegt jetzt die SFG Donauwörth-Monheim. 

4. Runde - 5. / 6. Juni 2021: "Auswärtssieg" für den LSV Rinteln

Bereits am Samstag bauten die Rintelner Segelflieger ihre Flugzeuge ab zum Transport nach Reinsdorf
Aufbau der Flugzeuge am Sonntag morgen auf dem Flugplatz Reinsdorf südlich von Berlin

Nachdem es in der 3. Runde der Segelflug-Bundesliga für den LSV Rinteln schon nichts zu holen gab, sah es für die 4. Runde nicht anders aus. Lediglich in den neuen Bundesländern sollten gute Wetterbedingungen herrschen. Und so entschlossen sich die Rintelner zwei Doppelsitzermannschaften dorthin zu schicken, um hier mit schnellen Flügen den Anschluss an die Tabellenspitze wiederherzustellen.

Und so machten sich am Sonntag morgen Reinhard Schramme mit Copilot Rolf Bödeker und Uli Gmelin mit Michael Sasse als zweiten Mann auf den Weg nach Reinsdorf. Dritter im Bunde war Bernd Goretzki. Dort, südlich von Berlin, sollte der optimale Ausganspunkt für die Wertungsflüge sein. So hatte es der Meteorologe Bernd Goretzki ermittelt und lag mit seiner Prognose goldrichtig.

Morgens um 6 Uhr starteten die Rintelner per PKW mit den Flugzeugen im Anhänger Richtung Berlin. Um halb 11 Uhr waren die Flugzeuge aufgebaut und mit Wasserballast betankt in der Luft und das Rennen begann. Mit Aufwinden von bis zu 3m/s ging es über eine Distanz von 250 km immer geradeaus Richtung Nordosten, weit in den polnischen Luftraum hinein und auf gleichem Wege wieder Retour Richtung Reinsdorf. Für knapp 360 km benötigten Reinhard Schramme und Rolf Bödeker gerade einmal 8 Aufwinde, den Rest konnten sie unter langen Aufwindreihungen im Geradeausflug zurücklegen. Dabei erreichten sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 143,7 km/h. Auf gleicher Linie waren das Team Uli Gmelin / Michael Sasse und auch Bernd Goretzki unterwegs. Letzterer mit 144,9 km/h der schnellste Rintelner in dieser Runde. Und auch Uli Gmelin und Michael Sasse flogen mit 131 km/h ein hervorragendes Ergebnis ein. Die jeweiligen Geschwindigkeiten werden für die Wertung noch mit einem Handikapfaktor für die jeweiligen Flugzeugtypen verrechnet, damit nicht Piloten mit leistungsstärkeren Flugzeugen Vorteile in der Wertung haben.

Mit unterm Strich 375,5 Geschwindigkeitspunkten konnte sich dann Rinteln auch den Rundensieg und damit 20 Punkte für die Gesamtwertung sichern. Mit 365,96 Geschwindigkeitspunkten für den FSV Eisenhüttenstadt und 312,55 Geschwindigkeitspunkten für den FK Brandenburg gingen auch die Plätze 2 und 3 in dieser Runde an Starter aus Brandenburg. Insgesamt konnten lediglich 13 Teams an diesem Wochenende Flüge zur Wertung einreichen. "An solchen Tagen ist es ganz wichtig, Flüge in der Wertung zu platzieren. Das sind die sogenannten Big Points. Das kann man bei den Bayreuthern sehen, die haben für einen Flug mit 44,45 Geschwindigkeitspunkte noch 8 Zähler für die Gesamtwertung erhalten.", erklärt Ulrich Kaiser vom LSV Rinteln.

In der Gesamtwertung klettert Rinteln mit jetzt 54 Zählern auf den dritten Rang und kann den Punktabstand zum ersten Platz von 13 auf 3 Punkte verkürzen. Angeführt wird die Gesamtwertung vom FSV Odenwald Walldürn mit 57 Zählern vor der SFG Donauwörth-Monheim mit 56 Punkten auf dem Konto. Der LSV Rinteln ist weiter mit Abstand bester Nordclub der Liga. Der Einsatz an diesem Wochenende hat sich also gelohnt.

 

3. Runde - 29. / 30. Mai: Nur 1 Punkt für den LSV Rinteln

Letze taktische Absprachen vor dem Start (v.l. Reinhard Schramme, Stephan Beck, Dieter Vogt, Carsten Seehof, Rolf Bödeker)

In der 3. Runde der Segelflug–Bundesliga gab es für den Luftsportverein Rinteln nichts zu holen. Nachdem das Wetter den Rintelnern schon in der 2. Runde einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, sah es an diesem Wochenende sehr ähnlich aus. Den guten Bedingungen in Bayern und Baden-Württemberg hatte der Norden nichts entgegen zu setzen. Trotzdem versuchte die Mannschaft das Beste aus der Situation zu machen.

War man am Samstag noch zum Zuschauen verurteilt, konnten die Piloten am Sonntag zumindest zu Wertungsflügen starten. Jedoch musste vor dem erreichen besserer Wetterbedingungen erst eine Etappe mit schwacher Thermik und niedriger Wolkenuntergrenze durchflogen werden, was den Pilotinnen und Piloten zum Teil sehr schwer fiel. Die Flugroute führte zunächst Richtung Südosten an den Solling. Hier wurde das Wetter dann etwas besser und die Segelflieger bogen ab in Richtung Sauerland und weiter Richtung Bergisches Land. Christine Grote wählte eine südlichere Route ins Siegerland. Aber die Aufwinde waren auf beiden Strecken nicht sehr zuverlässig, und so fand die Mannschaft nicht richtig ins Rennen.

Am Ende des Tages erreichten alle wieder den heimischen Flugplatz. Reinhard Schramme und Copilot Rolf Bödeker, Stephan Beck mit Dieter Vogt auf dem 2. Sitz und Ulrich Kaiser brachten ihre Flüge in die Wertung, Christine Grote und Carsten Seehof mussten ihren Kameraden den Vortritt lassen. Das Gleiche galt für Bernd Goretzki, der am Samstag in Brandenburg schon einen Flug gemacht hatte. Die erflogenen 291,57 Geschwindigkeitspunkte reichten in der dritten Runde nur für einen 24. Platz und damit bekam der LSV Rinteln nur einen Punkt für die Gesamtwertung. Doch selbst auf Platz 24 war Rinteln noch der beste Nordclub im Rundenclassement. Der Rundensieg ging an den hessischen Verein LSV Homberg/Ohm mit 377,88 Geschwindigkeitspunkten. Zweiter wurde der FSC Odenwald Walldürn vom dem LSR Aalen.

In der Gesamtwertung fällt der LSV Rinteln auf den sechsten Platz zurück mit insgesamt 34 Punkten. Die SFG Donauwörth-Monheim verteidigt die Tabellenspitze mit jetzt 47 Zählern vor dem FSV Laichingen mit 46 und dem SFV Bad Wörishofen mit 43 Punkten. Die ungleichen Wetterbedingungen der letzten beiden Runden spiegelt sich in der Gesamtwertung deutlich wieder. Rinteln ist mit Rang 6 mit Abstand bester Verein im Norden, die übrigen niedersächsischen Mannschaften aus Gifhorn, Fallersleben und Burgdorf sowie die Boberger aus Hamburg liegen im letzten Tabellendrittel der 30 Teilnehmer.

Bleibt zu hoffen, dass das Wetterpendel in den kommenden Runden auch mal wieder in die andere Richtung ausschlägt, damit der Anschluss an die Tabellenspitze nicht verloren geht.

2. Runde - 22. / 23. Mai: Thermik gegen Hangflug, Süd gegen Nord

Michael Sasse und Uli Gmelin (v.l.) beim Einsteigen in den DuoDiscus XLT des LSV Rinteln

Die zweite Runde der Segelflug-Bundesliga wurde durch das Wetter entschieden. Während sich der Süden, insbesondere die Mannschaften auf der Schwäbischen Alb, über allerbeste Bedingungen freuen konnten, mussten sich die Vereine aus dem Norden ihre Geschwindigkeitspunkte sehr mühsam erarbeiten. Für den LSV Rinteln hatte das Wetter lediglich etwas Hangflug im Angebot zu früher Stunde am Samstag morgen.

Auch wenn die Hangflugbedingungen nicht ganz optimal waren, der Samstag morgen sollte die einzige Chance auf Punkte für den LSV Rinteln sein. Und so trafen sich die Piloten zu früher Stunde auf dem Flugplatz, damit die 2,5 Stunden Wertungszeit abgeflogen werden konnten, bevor der Regen einsetzen sollte. Der Wind stand zuverlässig auf dem Hang und so konnten Reinhard Schramme, Michael Sasse und Christine Grote konstant an der Hangkante entlangsegeln. Lediglich der "Sprung", wie die Rintelner Segelflieger den Abschnitt vom Süntel an den Ith nennen, weil es in diesem Abschnitt keinen Hang und somit keine Aufwinde gibt, war nicht für alle zu schaffen. Ulrich Kaiser vom LSV Rinteln erklärt: "Um die Wertungszeit optimal ausnutzen zu können, muss man den Sprung zum Ith und wieder zurück meistern. Wenn man den Hang nur von Lübbecke bis zum Süntel nutzt, hat man die erlaubten 4 Streckenabschnitte lange vor Ablauf der Wertungszeit abgeflogen. Die zurückgelegte Strecke wird dann auf 2,5 Stunden umgerechnet, was natürlich die Schnittgeschwindigkeit senkt." Um halb zehn landeten die Rintelner Hangflieger wieder wohlbehalten auf dem Flugplatz und konnten gerade noch vor dem einsetzenden Regen ihre Flugzeuge in der Halle verstauen. 

Zu dieser Zeit bereitete sich Frerk Frommholz gerade erst auf seinen Flug vor. Er war zu einem Kurzurlaub auf die Schwäbische Alb aufgebrochen und unterstütze seine Mannschaft von dort. Er flog mit seinem Ventus entlang der Schwäbischen Alb und konnte auf diesem weg noch einen guten Wertungsflug beisteuern. Unter langen Aufwindreihungen konnte er fast ohne Kreisen entlangfliegen, 332 km in 2,5 Stunden.

Am Sonntag war für Rinteln nichts mehr drin. Erst um drei Uhr nachmittags konnte gestartet werden. Die Thermik war durch den starken Wind gestört und der Hang konnte nicht richtig ausgenutzt werden, denn der Wind drehte im Laufe des Nachmittags. Alle Bemühungen das Ergebnis noch zu verbessern waren vergebens.

Für den LSV Rinteln endete die 2. Runde auf dem 7. Platz. 341,52 Geschwindigkeitspunkte erflogen Reinhard Schramme, Frerk Frommholz und Michael Sasse. Unter den gegebenen Bedingungen eine durchaus beachtliche Leistung. Erst auf Rang 15 findet man mit der FG Oerlinghausen den nächsten Verein aus der Region. Der Rundensieg geht mit bärenstarken 410 Geschwindigkeitspunkten an den LSR Aalen, zweiter wird die SFG Donauwörth-Monheim und auf den dritten Rundenplatz fliegt die FLG Blaubeuren. 

In der Gesamtwertung nach 2 Runden belegt der LSV Rinteln Platz 3, punktgleich mit der SFV Bad Wörishofen auf Platz 2. Beide Mannschaften haben 33 Zähler. Tabellenführer ist die SFG Donauwörth-Monheim mit 35 Punkten. Platz 4 und 5 gehen an die punktgleichen FSV Laichingen und die FG Wolf-Hirth. 

1. Runde - 15. / 16. Mai: Geglückter Saisonauftakt für den LSV Rinteln

Christine Grote mit Uli Gmelin und Reinhard Schramme beim aufrüsten ihres Discus (man beachte die dunklen Wolken)

Mit coronabedingter 4-wöchiger Verspätung begann an diesem Wochenende die neue Bundesligasaison für den Titelverteidiger aus Rinteln. Die Teilnehmer waren hochmotiviert und ließen sich auch durch das nur mäßige Wetter nicht davon abhalten einen guten Saisonstart hinzulegen. Am Samstag war das Wetter jedoch aufgrund der regen Schauertätigkeit nicht für Wertungsflüge geeignet, jedoch versprach der Wetterbericht für Sonntag nutzbare Bedingungen.


Bereits um halb neun trafen sich daher Stephan Beck, Uli Gmelin, Reinhard Schramme, Christine Grote, Wilhelm Wielage und Frerk Frommholz auf dem Flugplatz um ihre Flugzeuge für den Wertungsflug aufzubauen, obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht nach Segelfliegen aussah. Die letzten Schauer waren gerade durchgezogen und die geschlossene Wolkendecke lag tief über dem Wesertal. Lediglich der mäßige Südwestwind versprach tragende Aufwinde am Hang. Später sollte es noch aufklaren und sich gute Thermik entwickeln.

Um halb 10 startete nacheinander die ganze Mannschaft und nahm das Rennen auf. Zunächst lief es für die Gruppe wie geplant, obwohl es entlang des Weser- und Wiehengebirges und des Ith`s einige schwierige Passagen gab. Der Wind hätte etwas stärker sein müssen. Zudem zwang ein kräftiger Schauer im westlichen Wesertal die Piloten zu einer Vollbremsung. Das Warten auf den Durchzug des Regens in der Luft kostete wertvolle Zeit. Auch die angekündigte Thermik wollte sich um die Mittagszeit nicht so recht einstellen und so endeten die Flüge unerwartet früh wieder auf dem Flugplatz in Rinteln. Lediglich Christine Grote konnte den Platz nicht mehr erreichen und musste unterhalb des Papenbrink eine Außenlandung durchführen. Sie wurde von ihren Kameraden mit dem Anhänger abgeholt.

Insgesamt hatten sich die Rintelner mehr von dem Tag versprochen und freuten sich daher umso mehr über den zweiten Platz zum Auftakt der Saison. Ein Zeichen, dass es also auch für die übrigen Mannschaften nicht einfach war. Insgesamt waren nur 20 der 30 Mannschaften der 1. Liga gestartet. Der erste Rundensieg der neuen Saison ging nach Bad Wörishofen in Bayern, dritter wurde Königsdorf (ebenfalls Bayern)