8. Runde - 8. / 9. Juni: LSV erfliegt souveränen Rundensieg

Stefan Bachmann in seinem Ventus führte die Rintelner Segelflieger zum Rundensieg

Auch am Pfingstwochenende machte die Segelflug – Bundesliga keine Pause. Zur achten Runde mussten die Piloten des LSV Rinteln antreten.

Strammer Südwest – Wind war angesagt, eine Wetterlage, bei der die Rintelner bisher immer im Hangflug an Weser -, Wiehengebirge und Ith gute Ergebnisse erzielten. Jedoch sollte sich auch im Süden Deutschlands sehr gute Thermik entwickeln und so war an diesem Wochenende für reichlich Spannung gesorgt.

Am Samstag morgen folgte dann erst einmal der große Schreck. Der Wind war so stark und extrem böig, dass es zunächst danach aussah, dass es für die Rintelner Bundesligapiloten gar keine Startmöglichkeit geben würde.

Um kurz nach 11 Uhr wurde der Schleppbetrieb dann aber doch aufgenommen. Mit Stefan Bachmann, Rolf Bödeker und Michael Sasse brachte Schlepppilot Karsten Fahrenkamp zunächst drei Piloten an den Hang und damit ins Rennen, bevor der Startbetrieb erneut eingestellt werden musste. Abwarten hieß es ab da für die noch am Boden stehenden Piloten. „Wenn ein sicherer Startbetrieb aufgrund des Wetters nicht möglich ist, muss man das einfach akzeptieren. Kein Wettbewerb ist es wert, sich dafür in Gefahr zu bringen.“, kommentierte Ulrich Kaiser die Situation. Im Tagesverlauf beruhigte sich dann das Wetter aber dann doch soweit, dass gegen halb vier am Nachmittag auch Dietmar Heintze, Christoph Bäßler und Ulrich Kaiser noch ins Rennen gehen konnten.

Als die zweite Gruppe dann nach gut drei Stunden Flugzeit am frühen Abend landete, hatte der LSV Rinteln die Führung in der Rundenwertung bereits übernommen.

Angeführt von Stefan Bachmann, der mit 130,5 Geschwindigkeitspunkten der Topscorer an diesem Wochenende war, Carsten Kopsieker, der in Porta gestartet war und mit seinem Flug 124,8 Geschwindigkeitspunkte in die Wertung einbrachte, und Rolf Bödeker (103,8 Punke) stand der LSV Rinteln auf Platz eins in der Wertung der Runde 8. Der Flug von Dietmar Heintze, der 105,8 Geschwindigkeitspunkte erflog, korrigierte das Ergebnis sogar noch leicht nach oben.

Der Sonntag, der über ganz Deutschland deutlich schwächeres Wetter parat hielt, brachte an der Tabellenspitze keine Veränderungen mehr.

Aber auch an diesem Tag gab es auf dem Rintelner Flugplatz Grund zu feiern.

Ole und Malte Bachmann legten vor den Augen eines von der Landesluftfahrtbehörde beauftragten Prüfers erfolgreich ihre praktische Luftfahrerscheinprüfung ab. Damit endet für die Zwillinge ihre Ausbildungszeit und sie sind ab jetzt vollwertige Segelflugpiloten. Alle anwesenden Fliegerinnen und Flieger gratulierten den beiden frisch gebackenen Piloten und wünschten ihnen „Allzeit guten Flug“ .

Der LSV Rinteln gewinnt also die Runde 8 souverän mit fast 40 Punkten Vorsprung vor der SFG Giulini/Ludwigshafen auf Platz 2 und dem FSC Odenwald Walldürn mit 320,68 Punkten auf Platz 3.

In der Gesamtwertung bleiben die Segelflieger aus der Weserstadt mit jetzt 103 Punkten auf Rang drei, konnten aber den Abstand auf das Spitzen - Duo, der LSG Bayreuth auf Platz eins mit 111 Punkten und dem LSR Aalen auf Rang 2 mit 108 Punkten deutlich um 5 Punkte verkürzen. Gleichzeitig verschafften sich die Rintelner etwas mehr Luft nach unten, der Abstand auf den nächsten Verfolger, den LSV Burgdorf, konnte auf 8 Punkte vergrößert werden. 

7. Runde - 1. / 2. Juni: Rintelner Piloten fliegen auf den 3. Platz

Wo mag der richtige Flugweg sein ? Rintelner Piloten studieren die Fliegerkarte.
Die Flugzeuge warten auf den Beginn der Thermik.
Blick auf Rinteln vom Süden her mit am Himmel thermiksuchender Segelflieger.

Es war für den Luftsportverein Rinteln von Vorteil, dass zwei Piloten am Samstag in Kirchheim unter Teck, in der Nähe von Stuttgart, auf dem Hahnweide - Wettbewerb noch einen Wertungsflug zu absolvieren hatten. Denn in Rinteln sah man kaum Wolken am Himmel und somit waren die Aussichten auf schnelle Flüge minimal. Die in Süddeutschland beheimateten Vereine fanden an diesem Wochenende gute Flugbedingungen vor und dies sieht man auch in den Platzierungen der Runde 7.

Die Runde gewannen die Piloten vom AC Lichtenfels mit 375,89 Punkten gefolgt von der FS Odenwald Walldürn ( 351,64 Pkt. ). Auf Platz 3 folgt der FLC Schwandorf ( 348,96 Pkt. ) und auf Platz 12 als bester niedersächsischer Verein der LSV Rinteln ( 303,55 Pkt. ). Die 3 Piloten des AC Lichtenfels legten Strecken von 333 km zurück mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 133 km/h. Sie waren in dieser Runde als schnellste unterwegs.

Die Punktesammler für den LSV Rinteln waren einmal mehr Reinhard Schramme mit 100,88 Punkten und Stephan Beck mit 97,9 Punkten, die auf der Hahnweide gestartet waren. Bernd Goretzki, der in Locktow ( südlich von Berlin ) gestartet war, steuert 104,77 Punkte zum Gesamtergebnis von 303,55 Punkten bei. Am Sonntag versuchten Michael Sasse mit Co-Pilot Adrian Glauner von Rinteln aus das Ergebnis noch zu verbessern, aber auf Grund der zerrissenen Thermik wurde daraus nichts. Für den erreichten 12. Rundenplatz gab es immerhin 9 Punkte und dadurch kletterte der LSV Rinteln weitere 2 Plätze in der Gesamtwertung nach oben. 

In der Gesamtwertung haben die LSR Aalen ( 96 Pkt. ) jetzt den 1. Platz an die LSG Bayreuth ( 96 Pkt. ) auf Grund von mehr Speedpunkten verloren. Den Sprung vom 5. auf den 3. Platz gelang dem LSV Rinteln ( 83 Pkt. ). Auf Rang 4 liegt jetzt der LSV Burgdorf ( 79 Pkt. ), gefolgt vom LSV Gifhorn ( 78 Pkt. ) und dem AC Braunschweig auf Platz 7 ( 71 Pkt. ). Die FV Celle sind auf den 21.Tabellenplatz abgerutscht und die LSG Fallersleben liegt weiterhin auf dem 24.Platz.

6. Runde - 25. / 26. Mai: LSV Rinteln jetzt auf Platz 5

Adrian Glauner wird am Samstagnachmittag an den Himmel geschleppt. Die Wolken hielten aber nicht das, wonach sie aussahen. Die Thermik war zerrissen und nicht durchgehend "vorhanden".
Reinhard Schramme an seinem Ventus 3 T kurz vor dem Start auf dem Hahnweide-Wettbewerb.

Auch an diesem Wochenende sind die Piloten des Luftsportvereins Rinteln in der Tabelle um einen Platz nach oben geklettert. Sie konnten am Sonntag ihren Heimvorteil nutzen und im Hangflug entlang des Weser - und Wiehengebirges sowie dem Ith die erforderlichen Punkte einfliegen. Sie belegten in dieser Runde Platz 7 und kletterten in der Gesamtwertung auf den 5. Tabellenplatz.

Danach sah es am Samstag jedoch nicht aus, da sich die Thermik im Weserbergland nicht entwickeln wollte und eine geschlossene Wolkendecke Streckenflüge ausbremste. Zum späten Nachmittag riss die Wolkendecke auf und es entwickelten sich vielversprechende Wolken. Einzig Adrian Glauner versuchte sein Glück, aber letztendlich musste er seinen Flug auf Grund fehlender Aufwinde abbrechen, um eine Aussenlandung zu vermeiden. Anderen Vereinen ging es ähnlich und von den 30 teilnehmenden Vereinen waren es nur 9 Clubs, die jeweils 3 Piloten in die Wertung bringen konnten. Nur jeweils einen Pilot brachten 7 Vereine in die Samstagwertung. Also warteten alle auf den Sonntag, der hoffentlich besseres Flugwetter verspricht.

Am Sonntag konnten die Rintelner Punktejäger Carsten Kopsieker mit Co-Pilot Frank Simoneit, Adrian Glauner und Willi Wielage ihren Heimvorteil des Hangflugs entlang des Weser– und Wiehengebirges sowie dem Ith nutzen und schnelle Flüge abliefern. Carsten Kopsieker mit Co-Pilot Frank Simoneit war in Porta Westfalica zu seinem Flug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 116,36 km/h gestartet und dies ergaben 105,31 Punkte für die Gesamtwertung. Adrian Glauner und Willi Wielage sind von Rinteln aus an den Himmel gezogen worden und Glauner legte den zweitschnellsten Flug an diesem Tag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 105,75 km/h zurück; das ergaben 99,76 Punkte. Der dritte Pilot, der in die Wertung kam, war Routinier Reinhard Schramme, der 98,46 Punkte zum Gesamtergebnis von 303,53 Punkten beisteuerte. Reinhard Schramme und Stephan Beck weilen zur Zeit auf dem 53. Hahnweidewettbewerb in Kirchheim unter Teck und starten von hier zu ihren Wertungsflügen. Willi Wielage und Stephan Beck haben es an diesem Wochenende leider nicht geschafft mit in die vorderen Ränge zu fliegen.

Rundensieger wurden die Piloten vom FLC Schwandorf mit 334,21 Punkten gefolgt von der SFG Stadtlohn ( 320,94 Pkt. ). Auf Platz 3 folgt die FG Schwäbisch Gmünd ( 312,94 Pkt. ) und auf Platz 7 mit 14 Punkten für die Gesamtwertung als bester niedersächsischer Verein der LSV Rinteln ( 303,53 Pkt. ).

In der Gesamtwertung hat die LSR Aalen ( 82 Pkt. ) einen Sprung vom 4. auf den 1. Platz gemacht. Die LSG Bayreuth ( 79 Pkt. ) liegt jetzt auf Platz 2 gefolgt vom LSV Burgdorf ( 77 Pkt. ). Mit ebenfalls 77 Punkten liegt der LSV Gifhorn auf Platz 4 gefolgt vom LSV Rinteln ( 74 Pkt. ) und dem AC Braunschweig    ( 70 Pkt. ). Die FV Celle belegen den 18. Tabellenplatz und die LSG Fallersleben  Platz 24 aus niedersächsischer Sicht.

 

5. Runde - 18. / 19. Mai: Rintelner Segelflieger jetzt auf Platz 6

Adrian Glauner bereitet den DuoDiscus für den Überlandflug vor.
Der Cirrus "8J" des LSV Rinteln auf Strecke.

Für den Samstag hatten die Metereologen beste thermische Bedingungen vorhergesagt und für Sonntag gingen sie jedoch von Schauern und Gewittern ab Mittag aus.

So gingen die Rintelner Bundesligapiloten am Samstag mit 9 Segelflugzeugen auf Punktejagd. Das Team Frerk Frommholz / Jannis Rinn startete in Walsrode und flog bis kurz vor Berlin, um hier dann zu wenden und mit dem Wind zurück zum Startpunkt zu fliegen. Sie legten die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 139 km/h zurück; das ergaben dann 126,13 Wertungspunkte. Die Teams mit Startplatz Rinteln entschieden sich zuerst Richtung Westen zu fliegen, da sich hier gute Wolkenaufreihungen gebildet hatten und schnelle Flüge versprachen. Das Team Reinhard Schramme / Rolf Bödeker flog bis kurz vor Nordhorn an der holländischen Grenze, wendete hier und flog zurück bis Bielefeld. Hier wurde erneute gewendet und bis auf Höhe Lingen geflogen. Von hier aus ging es über den Ith zurück nach Rinteln. Sie legten ihren Flug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 124,54 km/h zurück, was für die Endabrechnung 112,71 Punkte bedeutete. Zittern mussten die beiden Piloten jedoch kurz vor der 1. Wende, da sie ihre Höhe bis auf 670 Meter über Grund abgeglitten hatten. Jetzt hiess es den rettenden Aufwind zu finden, um eine Aussenlandung zu vermeiden. Die Routiniers fanden diesen Aufwind, der sie auf 1500 Meter steigen ließ und sie das Rennen fortsetzen konnten. Der dritte Rintelner Punktesammler an diesem Wochenende war Carsten Kopsieker mit Co-Pilot Jens Böske, die von Oerlinghausen aus gestartet waren und in etwa die gleiche Flugstrecke wie das Team Schramme / Bödeker gewählt hatten. Sie trugen 112,20 Wertungspunkte mit zum Gesamtergebnis von 351,04 Punkten bei. Für die 5. Runde bedeutete dies für die Rintelner Segelflieger Platz 7 und somit 14 Punkte für die Gesamtwertung.

Die 5. Wertungsrunde entschied die SFG Donauwörth-Monheim ( 379,29 Pkt. ) für sich, gefolgt vom LSV Burgdorf ( 369,84 Pkt. ) und dem FCC Berlin ( 366,91 Pkt. ). Auf Platz 4 landete der LSV Gifhorn ( 364,67 Pkt. ) und der LSV Rinteln belegt Platz 7 ( 351,04 Pkt. ).

In der Gesamtwertung liegt weiterhin der LSV Gifhorn mit 76 Punkten auf Platz 1, gefolgt vom LSV Burgdorf ( 74 Pkt. ) und der LSG Bayreuth ( 67 Pkt. ). Die LSR Aalen belegt Platz 4 ( 65 Pkt. ) und auf Platz 5 liegt der AC Braunschweig ( 62 Pkt. ) gefolgt vom LSV Rinteln auf Platz 6 ( 60 Pkt. ). Erfreulich ist, das unter den TopTen 4 Vereine aus Niedersachsen vertreten sind.

Ein weiterer Höhepunkt am Samstag waren die zwei 50 km Flüge der Zwillinge Malte und Ole Bachmann von Rinteln nach Bohmte bzw. von Bohmte nach Rinteln. Diese Überlandflüge gehören mit zur Ausbildung. Die beiden angehenden Piloten stehen somit kurz vor der Aushändigung ihrer Luftfahrerscheine. Es fehlen jetzt nur noch die 3 Überprüfungsstarts mit einem Prüfer. 

4. Runde - 11. / 12. Mai: Aufwärtstrend hält weiter an

Dichtes Gedränge am Start und am Himmel sind die bereits gut entwickelten Cumulus - Wolken zu sehen

Das Wetter meinte es mit den Piloten des LSV Rinteln gut in der 4. Runde der Segelflug - Bundesliga. Man musste am Samstag kein Experte für Segelfliegen oder Wetterkunde sein, um zu erkennen, dass es für die Bundesligamannschaft des LSV Rinteln keine Möglichkeit für Wertungsflüge gab. Am Sonntag sollte sich die Situation allerdings gravierend ändern. Großflächig gute Thermik war für den Norden vorrausgesagt und bereits bei der Aufstellung zum Start stand der Himmel voll mit vielversprechenden Cumulus - Wolken.

Und so starteten die Rintelner, für ihre Verhältnisse relativ früh bereits um kurz vor elf, mit sieben FLugzeugen ins Rennen. Zunächst ging es für alle Piloten weit Richtung Norden, um dann in einer langen Etappe den Rückenwind, der aus Nordwesten wehte, auszunutzen. In der Nordheide trennten sich dann die Wege der Starter. Die eine Hälfte der Gruppe flog östlich von Hannover nach Süden, die Andere westlich von Hannover auf gleichem Wege wieder zurück. Grund hierfür war die Wetterprognose, die für den Nachmittag ein Auflösen der Wolken im Osten vorhergesagt hatte, im Westen hingegen sollten sich die Wolken halten, lediglich ein paar kleine Schauer sollten im Bereich des Möglichen liegen. Durch die Aufteilung der Gruppe sollte sichergestellt sein, dass auf jeden Fall ein Team das Maximum in dieser Runde herausholt.

Und so war es dann die östliche Route, die sich als die Bessere herausstellte. Hier holten Adrian Glauner , Frerk Frommholz und Reinhard Schramme mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 117 bis 133 km/h die Punkte in dieser Runde. Stefan Bachmann, Wilhelm Wielage, Ulrich Kaiser und Michael Sasse waren auf der Westroute rund 20 km/h langsamer unterwegs. Allerdings breiteten sich hier gegen Nachmittag die Wolken auch großflächig aus und verhinderten die Sonneneinstrahlung. 

Mit 344 Geschwindigkeitspunkten - die erzielten Durchschnittsgeschwindigkeiten werden mit einem Index für jedes Flugzeug verrechnet um die Leistungsunterschiede der unterschiedlichen Flugzeuge auszugleichen - erflog sich der LSV Rinteln in dieser Runde einen guten sechsten Platz. Der Rundensieg geht an den FK Brandenburg, die damit ihre derzeitge gute Form bestätigen können. Platz zwei erfliegt sich der AC Braunschweig und nur 0,3 Punkte dahinter auf Rang drei die SFG Stadtlohn.

In der Gesamtwertung geht es für den Luftsportverein aus der Weserstadt weiter nach oben. Nach Platz 8 in der Vorwoche stehen die Rintelner jetzt mit 46 Punkten auf Platz sieben und haben den Abstand auf den Tabellenführer von 18 auf 13 Punkte verkürzt. Neuer Tabellenführer nach der vierten Runde ist mit 59 Zählern der LSV Gifhorn. Der LSR Aalen, der sich in dieser Runde mit Platz 14 zufrieden geben musste, liegt mit 56 Punkten auf Platz zwei. Nur einen Punkt dahinter auf Platz 3 der LSV Burgdorf.

3. Runde - 4. / 5. Mai: Wieder Schauer, Kälte und im Osten gute Thermik

Kurz nach der Landung Rolf Bödeker vorn und Reinhard Schramme auf dem hinteren Sitz

Niedrige Temperaturen, Schauer und Kälte lockten an diesem Wochenende die Piloten des LSV Rinteln nicht gerade in Scharen zur dritten Runde der Bundesligasaison 2019.

Vor den für nachmittags angesagten Schauern gingen am Samstag morgen bereits um halb zehn mit Reinhard Schramme und Rolf Bödeker sowie Adrian Glauner und Laurenz Schädel zwei Doppelsitzerteams ins Rennen. Vor der Schauerlinie, die aus Nordwesten nach Rinteln hereinzog absolvierten beide Teams mit 102 km/h bzw 90 km/h zwei gute Flüge, die den LSV zur Halbzeit der Runde am Samsag abend auf Rang fünf in der Rundenwertung brachten.

Zur zweiten Halbzeit am Sonntag gingen dann noch einmal drei Starter ins Rennen. Diesmal saß Rolf Bödeker auf dem Pilotensitz und Reinhard Schramme fand sich in der Rolle des Copiloten wieder. Die Bedingungen waren in sofern etwas schlechter für die Starter in Rinteln, als das gute Wetter in der Nacht über Rinteln hinweg gezogen war. Also mussten die Zwei zunächst einmal weit nach Osten abgleiten in die bessere Thermik. Sobald hier aber der Anschluss gefunden war, ging es gut voran. 200 km Richtung Südosten ging der Flug bei Temperaturen bis zu minus 10 Grad in der Höhe bis kurz vor Leipzig, dann kehrte das Duo um. Den mühsamen Heimweg verfolgten die Rintelner Kameraden gespannt zu hause am Bildschirm via Live-Tracking. Mit großem Kampf und dem letzten Meter Höhe konnte Rolf Bödeker den Flugplatz in den Rintelner Weserwiesen jedoch noch knapp erreichen und war mit 112,5 km/h sogar noch 10 km/h schneller als Reinhard Schramme am Vortag.

Etwas Pech hatte am Sonntag Frerk Frommholz, der erneut in Walsrode gestartet war. 1000 km wollte er am Stück zurücklegen, schaffte es aber dann nicht mehr zurück zum Startplatz. Rund 80 km fehlten ihm am Ende und durch den Einsatz des Hilfsmotors war der Flug für die Bundesliga ungültig. Die Regel besagt, dass der Pilot einen Kreis mit 15 km Radius um den Startplatz ohne Zuhilfenahme des Motors erreichen muss. Bernd Goretzki hingegen, der seit dieser Saison für den LSV Rinteln startet, hatte mit Locktow in Brandenburg wie schon in der Vorwoche den richtigen Startplatz. Während seines Fluges über knapp 1007 km erreichte er für die Bundesligawertung am frühen Vormittag eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 134 km/h über einen Zweitraum von zweieinhalb Stunden.

Der Wettergott meinte es an diesem Wochenende gut mit den Nordclubs. Hier herrschten deutlich bessere Bedingungen als im Süden des Landes. Klar abzulesen ist dies auch am Endergebnis der dritten Runde. Der Rundensieg und damit 20 Punkte für die Gesamtwertung ging mit 333,75 Geschwindigkeitspunkten an den AC Braunschweig. Mit 329,24 Geschwindigkeitspunkten und 19 Punkten für die Gesamtwertung knapp dahinter der FK Brandenburg. Platz drei ( 18 Punkte ) geht an den LSV Burgdorf. Hinter dem LSV Gifhorn auf Rang vier erfliegt der LSV Rinteln den fünften Platz und kann sich über 16 Punkte für die Gesamtwertung freuen.

In der Tabelle macht der LSV Rinteln fünf Plätze gut und rangiert jetzt mit 31 Punkten auf Rang 8. Punktgleich an der Spitze liegen der LSR Aalen und die LSG Bayreuth mit 49 Punkten vor dem LSV Gifhorn mit 42 Zählern.

 

2. Runde - 27. / 28. April: Schauerslalom für Rintelns Segelflieger

Samstagmorgen war die Optik noch ok ...
... aber am Mittag zog großflächig der Regen durch.
Regenschauer wie hier über Rinteln bremsten die Segelflieger auch am Sonntag aus

Das Wetter für die zweite von 19 Runden in der Segelflug - Bundesliga war alles andere als gut fliegbar. In ganz Deutschland mussten die teilnehmenden Mannschaften mit Schauern und nur kurzen Auflockerungen kämpfen. Und somit standen auch die Ligapiloten des LSV Rinteln vor einer schwierigen Aufgabe.

Immerhin gingen am Samstag vormittag mit Karsten Fahrenkamp mit Reinhard Schramme als Copilot, Adrian Glauner mit Copilot Bernd Konitz und Bernd Goretzki drei Piloten ins Rennen. Allerdings wurden die Piloten, die den schwachen Südwind am Hang versuchten auszunutzen Opfer des am Mittag einsetzenden Regens. Mit 55 km/h und 48 km/h im Schnitt waren die Flüge jedoch alles andere als schnell, Bernd Goretzki, der in Locktow in Brandenburg gestartet war, konnte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 95 km/h über zweieinhalb Stunden Flugzeit ordentlich was in die Waagschale werfen. Trotz allem erreichte der LSV zur Halbzeit immerhin den zweiten Platz, wenn auch nur die Hälfte aller Ligavereine überhaupt Wertungsflüge zustande brachten. Es war jedoch klar, dass auch der Sonntag noch einmal Gelegenheit geben würde noch nachzulegen.

Und wie schon am Samstag schickten auch am Sonntag die Rintelner noch einmal vier Piloten ins Rennen. Reinhard Schramme und Copilot Rolf Bödeker, Adrian Glauner und Copilot Wilhelm Wielage und Ulrich Kaiser versuchten noch einmal von Rinteln aus Runkte zu machen, Frerk Frommholz wählte als Startplatz Walsrode. Während Ulrich Kaiser und das Duo Adrian Glauner/Wilhelm Wielage von Schauern eingeschlossen nicht au sdem Wesertal herauskamen, erwischten Reinhard Schramme mit Rolf Bödeker, die nur kurz vorher gestartet waren noch eine Lücke, durch die sie ins nächste Wetterfenster im Westen schlüpfen konnten. Auch Frerk Frommholz hatte mit dem Startplatz Walsrode eine gute Wahl getroffen, und schaffte mit einer Druchschnittsgeschwindigkeit von 96,7 km/h den schnellsten Flug für den LSV Rinteln in dieser Runde.

Schlussendlich reichte es für die Rintelner in Runde zwei für Platz sieben mit 244,68 Geschwindigkeitspunkten und nach dem schwachen Start klettert der LSV Rinteln in der Gesamtwertung mit jetzt 15 Punkten vom 26. auf den 13. Platz. Dass es in dieser Runde nur marginale Wettervorteile gab zeigt auch ein Blick in das Ergebnis. Den Rundensieg verbucht der amtierende Vizemeister LSR Aalen für sich vor dem AC Lichtenfels und der FG Schwäbisch Gmünd. Platz vier geht nach Niedersachsen an den LSV Burgdorf. Mit dem LSV Rinteln auf Platz 7 und dem LSV Gifhorn auf Platz 10 finden sich somit drei Nordclubs unter den ersten 10. "Das Wetter war schlecht, aber wenigstens für Alle", kommentiert Karsten Fahrenkamp die Runde.

Die Gesamtwertung führt der LSR Aalen mit 37 Punkten an, Rang zwei die LSG Bayreuth mit 34 Punkten und die FG Schwäbisch Gmünd auf drei mit 33 Punkten.

 

1. Runde - 20. / 21. April: Mauer Bundesligastart für den LSV Rinteln

Fluglehrer Carsten Seehof (m.) und seine Flugschülerinnen Meike Langermann (re.) und Selin Cikin (li.) freuen sich über einen erfolgreichen Ausbildungstag.

Am 3. Wochenende im April beginnt traditionell die neue Bundesligasaison der Segelflieger. Das dieser Termin in diesem Jahr nun mit Ostern zusammen fiel, wirkte sich zumindest bei den Rintelner Segelfliegern spürbar auf die Beteiligung aus. Lediglich fünf Piloten gingen für den LSV Rinteln in Runde 1 an den Start. 

An beiden Tagen waren die Segelflugbedingungen schwierig. Da keine Schönwetterwolken, die den Segelfliegern für gewöhnlich die Thermik weisen, weit und breit zu sehen waren, war das Auffinden der nötigen Thermik auch immer ein Glücksspiel. Dementsprechend vorsichtig mussten die Piloten zu Werke gehen, um nicht einen Aufwind zu verpassen. „Wer zu schnell fliegt, ist Ruck Zuck durch die Thermik hindurchgeflogen. Wenn dann, wie an diesem Wochenende, keine Wolke zur Orientierung hilft, findet man den Aufwind auch einfach nicht mehr wieder. Deshalb nimmt man bei Blauthermik, so nennen wir Segelflieger einen Aufwind, der nicht durch eine Cumuluswolke quasi sichtbar ist, immer etwas das Tempo raus.“, erklärt Ulrich Kaiser vom LSV Rinteln. 

Am Ende der Runde sah es dann auch für den LSV Rinteln nicht sehr gut aus. Platz 26 und damit einen Punkt erflogen Rolf Bödeker, Stefan Bachmann, Reinhard Schramme, Adrian Glauner und Dietmar Heintze in Runde 1. Auch der AC Braunschweig, die LSG Fallersleben und die FV Celle erzielten jeweils nur einen Punkt. Der LSV Burgdorf fliegt auf Rang 17 und sichert sich vier Zähler, Aufsteiger LSV Gifhorn setzt mit Rang sieben und 14 Zählern ein Ausrufezeichen.

Die Plätze 1-3 in Runde eins gehen nach Bayern: Platz 1 SFG Steinwald, vor dem SFZ Königsdorf und der LSV Bayreuth.  

Natürlich läuft seit Anfang April auch die Ausbildung von Segelflugpilotinnen und Segelflugpiloten auf dem Rintelner Flugplatz wieder. Jedes Wochenende steht mindestens einer der neun ehrenamtlichen Fluglehrer des LSV Rinteln bereit, sein Wissen und Können an Jung und Alt weiterzugeben.

Nähere Informationen zur Ausbildung beim LSV Rinteln gibt es unter https://www.lsv-rinteln.de/lsv/ausbildung.html oder natürlich auch direkt auf dem Flugplatz.