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5. Runde - 14. / 15. Mai: Schnelle Flüge am Samstag, Training am Sonntag

Die Trainingsgruppe am Sonntag bei den Flugvorbereitungen. Mit 5 Flugzeugen haben die Piloten gemeinsam im Harz trainiert.

Auch in der fünften von 19 Runden in der Segelflug–Bundesliga ist dem amtierenden Deutschen Meister kein Rundensieg geglückt. Erneut holten Bernd Goretzki, Reinhard Schramme, in dieser Runde mit Michael Sasse als Copilot, und Stephan Beck die Punkte für den LSV Rinteln bereits am Samstag.

Bernd Goretzki, wieder westlich von Berlin gestartet, flog erst Richtung Cottbus um dann mit Unterstützung der östlich Strömung zweieinhalb Stunden lang unter langen Aufwindaufreihungen bis kurz vor Hameln Richtung Westen zu fliegen. Von dort ging es für ihn zurück zum Startflugplatz. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 143,8 km/h während der Wertungszeit erneut der schnellste Flug für den LSV an diesem Wochenende.

Nicht ganz so großräumig legten das Duo Reinhard Schramme/Michael Sasse und Stephan Beck ihre Flüge an. Sie flogen zwischen ihre Wertungsstrecke zwischen den Flugplätzen Ithwiesen und Nordhorn/Lingen. Beide mussten allerdings aufgrund der kürzeren Strecke eine Gegenwindetappe in den Flug integrieren, wodurch sie an Tempo etwas einbüßten. 140,31 km/h für Reinhard Schramme und 130,13 km/h für Stephan Beck flossen mit in die Rundenwertung ein. Das ergab unterm Strich 360,14 Geschwindigkeitspunkte für den Verein und damit Platz zwei in dieser Runde und 19 Punkte für die Gesamtwertung.

Gewinner an diesem Wochenende war der LSV Burgdorf mit einer sehr starken Teamleistung und 378,68 Geschwindigkeitspunkten. Auch der dritte Platz ging nach Niedersachsen an den LSV Gifhorn mit 354,6 Geschwindigkeitspunkten. Auch die letztgenannten Teams hatten die gleiche Taktik wie der Titelverteidiger, erst Richtung Osten, dann 2,5 h Wertungsflug mit Rückenwind nach Westen.

Auf den ersten drei Plätzen gab es am Sonntag keine Veränderungen mehr, obwohl an diesem Tag gute Segelflugbedingungen vor allem in Süddeutschland herrschten. Doch an die sehr schnellen Flüge vom Samstag reichten die Teilnehmer hier nicht heran. Zahlreiche Piloten der Rintelner nutzten den deutlich schwächeren Tag zu Trainingsflügen in den Harz. Gezielt geübt wurde hier der Flug über hohem Gelände und Rückkehr zum Startplatz bei schwächer werdender Thermik am Abend.

In der Gesamtwertung baut Rinteln durch den zweiten Platz die Tabellenführung etwas aus. Mit 74 Punkten führt der Titelverteidiger das Feld an. Durch die sehr gute Mannschaftsleistung hat der LSV Burgdorf zwei Plätze gut gemacht und liegt auf Rang mit 65 Punkten auf Platz zwei, dritter wie in der Vorwoche mit jetzt 60 Punkten ist der LSV Schwarzwald.

Mit etwas Sorge blicken die Rintelner auf das nächste Wochenende. Der dringend benötigte Regen droht den Niedersachsen die kommende Runde zu vermasseln. Allerdings sind mit Reinhard Schramme und Stephan Beck zwei Leistungsträger auf einem zentralen Wettbewerb auf der Schwäbischen Alb und könnten von dort aus Flüge zur Wertung beisteuern, sollte das Wetter dort besser sein.

4. Runde - 07. / 08. Mai: Verlagerter Startpunkt – Runde gerettet

Stephan Beck mit einem Ventus 2cxT über dem Thüringer Wald bei Oberhof, aufgenommen von Uli Gmelins Copiloten Michael Sasse

Die Vorhersage von nur schwacher Thermik für die 4. Runde der Segelflug–Bundesliga beschäftigte den Taktiker Reinhard Schramme schon seit Mitte der Woche. Das Hauptproblem war, dass man zwar von Rinteln aus in gutes Gebiet hätte fliegen können, aber der Rückweg zum Startflugplatz war nicht garantiert. Damit ein Flug aber für die Bundesliga gewertet werden kann, darf der Pilot am Ende des Fluges – das kann eine Landung oder aber der Einsatz des Hilfsmotors sein – maximal 40 km vom Startpunkt entfernt sein. Da das Beste Wetter im Bereich des Thüringer Waldes vorhergesagt war, entschlossen sich die Doppelsitzerteams Reinhard Schramme/Rolf Bödeker und Uli Gmelin/Michael Sasse sowie Stephan Beck im Einsitzer den Startort nach Günterode im Eichsfeld zu verlegen. So lautet die Tagesaufgabe: Start in Rinteln und Flug nach Günterode, Landung dort und starten zum Wertungsflug. Dann sollten auch die 2,5 h Wertungszeit beginnen und anschliessend, nach dem Passieren des Startortes sollte der Rückflug nach Rinteln erfolgen. Zur Not die letzten Kilometer unter Einsatz der eingebauten Klappmotoren.

Und einmal mehr sollte Schrammes Taktik aufgehen. Im Thüringer Wald erflogen die Rintelner im engen Teamflug hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten. Das eingespielte Team Schramme/Bödeker erreichten 112,89 km/h, das Duo Gmelin/Sasse 105,12 km/h und Stephan Beck 111,54 km/h. Und wider Erwarten klappte auch der Heimweg nach Rinteln reibungslos und ohne Motorhilfe. Überraschenderweise zauberte auch Bernd Goretzki, der in Locktow in Brandenburg gestartet war, mit 118,8 km/h auf einem Flug bis nach Polen hinein einen Flug für die Wertung aus dem Hut. Christine Grote erflog am letzten Wertungstag des zentralen Wettbewerbs in Klix in der Lausitz noch 95,99 km/h für die Liga.

Somit holten in der 4. Runde Bernd Goretzki, das Team Reinhard Schramme/Rolf Bödeker und Stephan Beck mit zusammen 298,41 Geschwindigkeitspunkten den elften Platz in der Rundenwertung und damit 10 Punkte für das Gesamtclassement.

Soweit der Samstag, aber der Titelverteidiger wollte natürlich auch am Sonntag noch etwas versuchen, was aber aufgrund der sehr schwachen Thermik bei strahlend blauem Himmel nicht gelang. Dietmar Heintze, Ulrich Kaiser, Michael Sasse und Gero Kuhlmann hatten große Mühe, sich überhaupt 2,5 Stunden in der Luft zu halten, da war an Tempo gar nicht zu denken. Insgesamt haben sich aber erneut 9 Piloten:innen an der Bundesliga beteiligt, von Abnutzungserscheinungen beim dreifachen Deutschen Meister also keine Spur.

Das Wetterpendel schlug in der vierten Runde wieder Richtung Süden und Osten aus. Den Rundensieg holt der LSV Schwarzwald mit 326,12 Geschwindigkeitspunkten knapp vor dem erneut starken AC Pirna mit 322,48 und dem LSC Bad Homburg mit 319,08 Geschwindigkeitspunkten. In der Gesamtwertung bleibt der LSV Rinteln führend mit jetzt 55 Zählern vor Pirna mit 50 und dem LSV Schwarzwald mit 46 Punkten.

3. Runde - 30. April / 1. Mai: LSV Rinteln landet auf Platz 5

Rolf Bödeker (vorn) und Reinhard Schramme (hinten) beim Start. Der Arcus M hat einen eingebauten Motor mit Klapppropeller. Damit kann das Segelflugzeug sogar selbstständig starten.

Eigentlich sah es für die Sportler:innen vom LSV Rinteln in der 3. Runde der Segelflug–Bundesliga recht vielversprechend aus. Der Nordwesten Niedersachsens sollte gute Segelflugbedingungen bieten, wenn auch erst mit spätem Thermikbeginn. Aber die Realität sah dann mal wieder ganz anders aus.

Lange mussten am Samstag die Piloten in Rinteln warten, bis ein Start sinnvoll war, und man wollte alles auf eine Karte setzen. Der Start im Flugzeugschleppstart geradeaus Richtung Westen, dann unter den Wolken in 800m ausklinken und die Höhe weiter in Richtung Westen abfliegen, um die nutzbare Thermik zu erreichen. Mit kurzen Einsätzen der Hilfsmotore gelang dies und 40 km westlich Rinteln bei Lübbecke begann der reine Segelflug. Aber auch hier war es schwierig. Die Thermik zum Teil sehr schwach und die Wolken noch niedrig. Und so ergaben sich unterschiedliche Routen.

Ulrich Kaiser und Carsten Seehof entschieden sich für eine Route in Richtung Nordosten, dann bei Sulingen die Wende und Richtung Südwesten bis kurz hinter Achmer. Von dort ging es direkt Richtung Heimatflugplatz.

Wilhelm Wielage flog weiter auf Westkurs. Ulrich Kaiser und Carsten Seehof waren mit knapp 85km/h gut unterwegs, Wilhelm Wielage mit 86,4km/h war sogar noch etwas schneller. Christoph Bäßler, auf gleicher Strecke unterwegs wie Carsten Seehof und Ulrich Kaiser lag mit knapp 66,5 km/h etwas zurück. Zur Halbzeit der 3. Runde lag Rinteln auf Platz 3 hinter dem AC Pirna und dem FCC Berlin.

Am Sonntag war dann der Tag der Experten. Das Duo Reinhard Schramme/Rolf Bödeker und Uli Gmelin mit Moritz Korff auf dem Copilotensitz flogen von Rinteln Richtung Nordosten bis zur Autobahnabfahrt Eventorf an der A7 und wieder zurück. In insgesamt 3,5h Flugzeit passte dann auch die 2,5 stündige Wertung für die Bundesliga gerade hinein. Mit 90,6 km/h im Schnitt waren sie aber nicht viel schneller als die Kanmeraden am Vortag. Reinhard Schramme und Rolf Bödeker hielten sich in der Heide etwas südlicher und erreichten 102,5km/h.

Am meisten Punkte brachte jedoch Christine Grote in die Wertung. Zur Zeit auf einem Wettbewerb in der Lausitz erfliegt sie für die Bundesliga einen Schnitt von 101,1 km/h. Zwar ist sie damit etwas langsamer als Reinhard Schramme, dessen Flugzeug aber etwas bessere Flugleistungen hat und damit einen höheren Handicapfaktor besitzt.

Erneut war die Beteiligung an der Bundesliga mit 8 Flugzeugen beim LSV Rinteln hoch. Ein Zeichen für die große Motivation im Verein. Christine Grote, das Duo Reinahrd Schramme/Rolf Bödeker sowie das Duo Uli Gmelin/Moritz Korff erreichen 264,39 Geschwindigkeitspunkte. Damit landet der LSV Rinteln in der dritten Runde auf dem fünften Platz. Den Rundensieg erfliegt souverän der AC Pirna mit 331,36 Geschwindigkeitspunkten vor dem LSV Burgdorf mit 279,67. Den dritten Platz auf dem Treppchen sichert sich der LSV Schwarzwald mit 278,63 Punkten dem LSV Burgdorf dicht auf den Fersen. Alles in Allem ein knappes Rennen auf den Plätzen.

In der Gesamtwertung verteidigt Rinteln die Tabellenführung mit jetzt 45 Punkten. Platz 2 belegt der LSV Burgdorf mit 41 Punkten, dritter ist der FCC Berlin mit 37 Punkten.

2. Runde - 23. / 24. April: Tag der Niedersachsen

Uli Gmelin und Christine Grote mit einem Arcus T, aufgenommen von Rolf Bödeker

Die zweite Runde in der Segelflug-Bundesliga wurde von den niedersächsischen Vereinen dominiert. Bei lebhaftem Ostwind flogen die Teilnehmer aus Burgdorf, Gifhorn, Rinteln und Braunschweig direkt aus der Lüneburger Heide Richtung Osten über Sachsen-Anhalt hinweg bis nach Brandenburg, z.T. bis an die polnische Grenze. Am schwierigsten war es für die Piloten aus Rinteln, die sich am späten Samstag vormittag zunächst mühsam von Rinteln aus durch die Hildesheimer Börde in die Heide kämpfen mussten. Dabei mussten die Doppelsitzer-Teams Reinhard Schramme/Rolf Bödeker und Uli Gmelin/Christine Grote sowie Stephan Beck sich einige Male aus niedriger Höhe erst wieder hochschrauben, was wertvolle Zeit kostete. Mit Erreichen der Südheide im Raum Gifhorn ging es dann aber gut voran weiter Richtung Osten. Etwa 50 km östlich von Stendal wendete die Gruppe und flog unter Ausnutzung des Rückenwindes wieder Richtung Heimat. Die Gleiche Taktik wendeten auch Burgdorf, Gifhorn und Braunschweig an.

Insgesamt Rund 500 km flog jedes Team an diesem Tag. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 132,8 km/h über einen Zeitabschnitt von 2,5 Stunden war wieder einmal das Team Schramme/Bödeker am schnellsten, das Duo Gmelin/Grote war mit 130 km/h im Schnitt über die Wertungsdauer nur wenig langsamer und auch Stephan Beck mit 127,1 km/h war annähernd gleichauf mit den beiden Doppelsitzern. Korrigiert mit den Handicap-Faktoren der Flugzeuge machte das für den LSV Rinteln in dieser Runde 341,27 Geschwindigkeitspunkte. Insgesamt also eine gute Leistung die aber durch die Piloten vom LSV Gifhorn mit 344,36 noch überboten wurde. Die Gifhorner ihrerseits mussten sich dem LSV Burgdorf geschlagen geben, die bährenstarke 381,51 Geschwindigkeitspunkte und damit den Rundensieg erflogen.

Der LSV Rinteln in der zweiten Runde also auf Platz drei hinter Burgdorf und Gifhorn. Platz vier ging an den AC Braunschweig. Etwas glücklos bei der Routenwahl war der Aufsteiger LSV Bückeburg-Weinberg. Sie entschieden sich für eine Strecke Richtung Südosten, wo das Wetter deutlich schwächer war und schlossen die Runde zwei auf dem 16. Platz ab. Insgesamt hatten in dieser Runde 21 von 30 Vereinen der 1. Liga Wertungsflüge einreichen können.

Durch den dritten Platz in dieser Runde übernimmt der LSV Rinteln nach zwei Runden mit insgesamt 29 Punkten die Tabellenführung in der Gesamtwertung. Auf Platz zwei mit 25 Zählern die SFG Giulini/Ludwigshafen, dritter mit 24 Punkten der SFV Mannheim. Durch den Rundensieg klettert der LSV Burgdorf auf Platz fünf (22 Punkte), Gifhorn auf acht (20 Punkte) und Braunschweig auf Rang 12 mit 18 Punkten. Mit insgesamt 5 Punkten liegt der LSV Bückeburg-Weinberg auf Platz 27.

1. Runde - 16. / 17. April: LSV Rinteln startet in die Bundesligasaison

Bernd Konitz startet mit einem Discus bT in die Ligasaison 2022. Die gesamte Mannschaft freut sich über den Ligastart

 

Bereits seit Ende März sind die Rintelner Segelflieger wieder am Himmel über der Weserstadt zu sehen, am Osterwochenende startete dann auch endlich die neue Bundesligasaison.

Die schlechten Wetterbedingungen in den vergangenen Wochen verhinderten das eh schon kurze Aufwärmtraining für die Piloten nach dem Winter und so war es in der doch für die Jahreszeit kühlen Luft zu Ostern im wahrsten Sinne des Wortes ein Kaltstart.

Dennoch gab der Titelverteidiger, der an diesem Wochenende mit 5 Einsitzern und zwei Doppelsitzer-Teams ins Rennen ging, eine ordentliche Vorstellung ab. Bei zum Teil schwer aufzufindender Blauthermik wurde überwiegend der Bereich östlich und südöstlich des Startortes beflogen. Hier bewegte man sich in bekanntem Terrain, Stellen, an denen sich die benötigten Aufwinde für gewöhnlich bilden wurden konsequent abgeflogen. Leider waren die Piloten und Pilotinnen hier auch nicht immer erfolgreich. Schönwetterwolken, die im Allgemeinen die benötigten Aufwinde markieren, waren weit und breit nicht zu sehen, die Luft war einfach zu trocken.

Und während sich Segelflieger im gesamten Norden durch den blauen Himmel kämpften, konnte der Süden aus dem Vollen schöpfen. Zwei Tage mit guten Segelflugbedingungen sorgten dort für einen perfekten Ligaauftakt. Und so sicherte sich das SFZ Königsdorf mit 342,9 Geschwindigkeitspunkten den ersten Rundensieg der Ligasaison 2022. Platz zwei ging mit deutlichem Abstand an die SFG Giulini/Ludwigshafen mit 304,2 Geschwindigkeitspunkten, mit 300,9 Geschwindigkeitspunkten holt der SFV Bad Wörishofen Platz drei.

Der LSV Rinteln erreicht mit 235 Geschwindigkeitspunkten einen guten zehnten Platz. Bernd Goretzki, das Team Reinhard Schramme/Rolf Bödeker im Doppelsitzer und Wilhelm Wielage holten die ersten11 Punke für die Gesamtwertung. Knapp die Wertung verfehlt haben Bernd Konitz, Christine Grote, Ulrich Kaiser sowie das Doppelsitzerteam Michael Sasse und Eckhard Anderten. „Wir sind zufrieden mit der ersten Runde, da war einfach nicht mehr drin. Alle die mitgemacht haben waren sehr motiviert und es hat wieder richtig Spaß gemacht“, resümiert Ulrich Kaiser die erste Runde. In den noch kommenden 18 Runden bis zum Finale am 20./21. August wird sich der amtierende Deutsche Meister aber noch steigern müssen.